Der Landschaftspflegehof bewirtschaftet rund 450 ha Ackerflächen. Diese werden jedes Jahr in drei Teile aufgeteilt. Auf einem knappen Drittel der Flächen wird im Spätsommer Kleegras eingesät. Dieses bleibt meist für 1,5 Jahre bis zum Frühjahr des übernächsten Jahres stehen. Vom Kleegras wird Silage geerntet, das wichtigste Winterfutter für die Schnucken während der Stallzeit. Im Spätherbst hüten die Schäfer auch die Schnucken auf dem Kleegras.
Im Winter bedecken das „alte“ und das „neue“ Kleegras rund 300 ha der Ackerflächen und sorgen für einen guten Schutz vor Erosion und Stickstoffauswaschung. Im Frühjahr wird ein Teil des Kleegrases umgepflügt und danach erfolgt dann der Anbau der sogenannten „Sommerungen“.

Im März und April 2026 wurden rund 50 ha Hafer, 30 ha Sommergerste, 18 ha Sandhafer und 12 ha Sommerdinkel ausgesät. Ab Mitte Mai erfolgt dann noch die Aussaat des frostempfindlichen Buchweizens auf rund 8 ha. Als Teil der Sommerungen werden auf 15–20 ha in jedem Jahr auch noch Blühmischungen ausgesät. Hafer und Sommergerste werden z. T. als Kraftfutter für die Schnucken während der Lammzeit verfüttert. Der größere Teil des Sommergetreides wird als Saatgut und als Konsumgetreide verkauft.
Der dritte Teil der Ackerflächen wird im Herbst mit „Winterungen“ bestellt. Im Herbst 2025 wurden Winterdinkel (rund 30 ha) und Winterroggen (120 ha) ausgesät. Diese werden als Saatgut und als Konsumgetreide verkauft.
Weitere Informationen zum Ackerbau auf dem Landschaftspflegehof kann man der Infotafel im Innenhof von Hof Tütsberg entnehmen.



