Öffentlichkeitsarbeit

Wir schützen nur, was wir auch kennen

Auf geführten Wanderungen viel Wissenswertes erleben und erfahren...

Dem Verein Naturschutzpark e.V. (VNP) und seiner Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide ist eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit sehr wichtig, denn: wir schützen nur, was wir auch kennen! Naturschutz gelingt auch und gerade in einer Kulturlandschaft wie dem Naturschutzgebiet Lüneburger Heide nur mit dem Menschen – nie gegen ihn!

Natürlich gibt es in einem Naturschutzgebiet Regeln und Gebote, die es einzuhalten gilt. Der Schutz von zum Teil hoch bedrohten Pflanzen- und Tierarten hat hier absoluten Vorrang. Das vermitteln zahlreiche Presseartikel zu den unterschiedlichsten Themen des Naturschutzes, die der VNP Monat für Monat in einer ganzen Reihe von Zeitungen vorwiegend in der norddeutschen Presse, aber auch darüber hinaus veröffentlicht. Eher an das wissenschaftliche Fachpublikum richten sich spezielle Ausarbeitungen oder die Auswertung von Untersuchungsergebnissen, die in Zusammenarbeit mit der Alfred-Toepfer-Akademie für Naturschutz auf Hof Möhr veröffentlicht werden.

Öffentlichkeitsarbeit heißt auch für den VNP, die Bewohner und Besucher der Region rund um den Wilseder Berg gezielt, detailliert und aktuell zu informieren. Das versuchen wir über unsere drei Naturinformationshäuser in Niederhaverbeck, Undeloh und Döhle ebenso zu erreichen wie auch über geführte Wanderungen, die von diesen drei Häusern aus in verschiedene Lebensräume des Naturschutzgebietes führen und die auf die Besonderheiten links und rechts des Wegrandes aufmerksam machen. Im Heidemuseum "Dat ole Huus" in Wilsede geht es mehr um den Menschen als um die Natur: hier sieht man, wie die Heidebauern, durch deren Eingriffe die Kulturlandschaft Lüneburger Heide erst entstanden ist, um 1900 herum lebten. Im Ausstellungsschafstall auf dem "Emhoff" ist die Ausstellung "Heidekönigin - Symbolfigur und Mädchentraum..." zu sehen.

Jahr für Jahr besuchen uns Gruppen von Studenten und Wissenschaftlern aus aller Welt, die sich im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide z.B. über die Management-Maßnahmen zur Pflege und Erhaltung der unterschiedlichen Lebensräume im Gebiet informieren und für die eigene Arbeit nutzen wollen.



Ausstellungs "Vielfalt Heidemoor“ in Wilsede...

Um den Lebensraum "Heidemoor" geht es in der neuen Ausstellung auf dem "Emhoff"...

Ab dem Sommer 2008 gibt es in Wilsede ein neues Ziel: Der Treppenspeicher auf dem "Emhoff" wurde zum "Naturspeicher". Hier präsentieren sich nun eine Vielzahl von Vertretern aus Flora und Fauna der Heidemoore. Photos und kurze Texte zu den Besonderheiten der Arten leuchten dem Besucher entgegen und geben einen kleinen Einblick in die facettenreiche Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt der über 30 Heidemoore des Schutzgebietes.

Auf die extremen lebensräumlichen Gegebenheiten wie dauerhaft hoher Wasserstand, niedriger pH-Wert und Nährstoffarmut haben sich Pflanzen wie der Sonnentau spezialisiert. Zwischen grünen Tormoosen verleiht er durch seine rote Farbe Moorböden eine farbige Vielfalt. Die im Boden vorherrschende Nährstoffarmut gleicht er aus, indem er Insekten mit seinen klebrigen Blättchen fängt. Pflanzeneigene Enzyme zersetzen die Tiere und die Nährstoffe werden über die Blättchen aufgenommen.

Eine Besonderheit für die Flora der Heidemoore bildet das Torfmoos-Knabenkraut. Die zart-rosa Orchidee kommt ausschließlich innerhalb von sauren Moorbereichen mit mineralstoffreicher Grundwasserversorgung vor. Die Art ist in ihrer weltweiten Verbreitung auf die Niederlande, Belgien und Niedersachsen beschränkt, wobei die Region der Lüneburger Heide den Verbreitungsschwerpunkt darstellt. Aufgrund internationaler Verträge (Biodiversitäts-Konvention von Rio) steht das Land Niedersachsen daher in einer besonderen Verantwortung für den Erhalt dieser Art.

Für das Naturschutzgebiet Lüneburger Heide sind Heidemoore etwas ganz besonderes und von höchstem Naturschutzwert. Nährstoffarmes, jedoch durch Mineralstoffe angereichertes Wasser tritt bei dieser Moorart innerhalb der Heiden an die Oberfläche. Tier- und Pflanzenarten finden sich hier typischerweise in Lebensgemeinschaften zusammen, die zwischen sauren und ausschließlich durch Regenwasser versorgten Hochmooren und den nährstoffreicheren Niedermooren vermitteln. Sie beherbergen eine Vielzahl seltener Pflanzenarten und zahlreiche bedrohte Tierarten.

Heidemoore können dauerhaft nur im Zusammenspiel mit den weiten, sie umschließenden Heiden erhalten werden. Der VNP bittet um Ihr Verständnis, dass die Wegeführung innerhalb des Schutzgebietes den Besuchern nur im Möhrer Moor einen Besuch dieses sensiblen Lebensraumes ermöglicht.

Ohne den ständigen Verbiss durch Weidetiere würden sich die Heidemoore innerhalb weniger Jahre zu deutlich artenärmeren Moorwäldern entwickeln. Die gegenüber der Heide höhere Verdunstung der Wälder führt darüber hinaus zur Absenkung des Grundwasserspiegels, in deren Folge wesentlich weniger Moorbereiche als innerhalb der Heide erhalten bleiben. Der Besonderheit der Heidemoore wird durch die Landschaftspflege des VNP in vielfältiger Form Rechnung getragen. So erfolgt die Beweidung dieses Biotops mit einem Schwerpunkt im Frühjahr und Frühsommer. Neben der Gehölzbekämpfung können durch den Verbiss Nährstoffe aus den Mooren ausgetragen werden und die Entwicklung des Pfeifengrases wird gehemmt. Infolge unnatürlich hoher Nährstoffeinträge durch Niederschlag und Stäube breitet sich diese Grasart in den Heidemooren und Glockenheide-Anmoorbereichen zu ungunsten seltener, konkurrenzschwächerer Arten aus. Kleinflächig erfolgt neben der Beweidung auch ein Abplaggen vergraster Bereiche. Durch Balkenmähermahd und Austrag des „Heus“ werden vergraste Heidemoorbereiche wieder ausgehagert, um sie über Jahre wieder zu entwickeln. Heidemoore, die von Wäldern umschlossen oder bereits bewaldet sind, wurden in den vergangenen Jahren wieder großräumig freigestellt. In den Kernbereichen ist dies häufig nur durch Entnahme der Bäume über lange Seilzüge möglich.

Der Schutz des Gebietes über die NSG-Verordnung reichte in den vergangenen Jahrzehnten häufig nicht aus, um Heidemoore, die sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht im Besitz des VNP befanden, vor einer Entwässerung durch die Anlage von Abzugsgräben zu schützen. Nach Ankauf der Flächen durch den VNP werden diese nun wieder geschlossen, um den Wasserhaushalt der Moore wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Der Speicher ist zusammen mit dem Heidemuseum und dem Schafstall von Mai bis Oktober geöffnet. Der Eintritt ist hier kostenfrei.



Geführte Wanderungen

Gut besucht sind die von VNP-Mitarbeitern geführten Wanderungen ins Naturschutzgebiet Lüneburger Heide...

Unseren Mitgliedern bieten wir zwei Mal im Jahr eine geführte Wanderung zu einem bestimmten Schwerpunktthema an: das kann die Arbeit des VNP-Landschaftspflegehofes sein, die Vorstellung der unterschiedlichen Heidepflege-Maßnahmen im Naturschutzgebiet oder das Großviehbeweidungsprojekt im Radenbachtal zwischen Undeloh und Sudermühlen sein.

Wenn Sie an einer Führung interessiert sind oder Fragen zum Thema Öffentlichkeitsarbeit haben, wenden Sie sich gerne an unsere VNP-Geschäftsstelle in Niederhaverbeck unter der Rufnummer 05198 / 987030 – wir freuen uns auf Ihren Anruf.



Eine Woche „rund um die Heide“ - Kinderfreizeit in Bispingen...

Information für die junge Generation - wichtiger Bestandteil der Öffentlichkeitsarbeit des VNP...

Für 40 Kinder aus dem Raum Gifhorn wurde die erste Sommerferienwoche im vergangenen Jahr zu einem Heideerlebnis. Zusammen mit Marion Glomm, Diakonin der Epiphanias-Gemeinde Gifhorn, VNP-Mitarbeiterin Julia Hallmann und den ehrenamtlichen Mitarbeitern Jonas Swelim, Julia Heine, Tim Sluga und Hauke Metz fuhren die Kinder in die Jugendherberge nach Bispingen um für eine Woche zusammen zu spielen, zu basteln und zu singen.

Die Tage waren außerdem ausgefüllt mit Ausflügen rund um und in das Naturschutzgebiet Lüneburger Heide. Wichtigstes Transportmittel hierbei war der kostenfreie Heide-Shuttle, dessen Busringlinien fast täglich genutzt wurden um zum Pietzmoor nach Schneverdingen, zur Schnuckenherde nach Inzmühlen oder in das Walderlebniszentrum Ehrhorn zu gelangen. Auch die weiten Heideflächen und der Wilseder Berg, wurden an einem Tag erwandert. So bot sich den Kindern innerhalb einer Woche die ganze Vielfalt der Lüneburger Heide dar und sie konnten viel Wissenswertes mit nach Hause nehmen. Einstimmige Meinung am Ende: „Die Woche war toll!“



Filmpreis für den Film "Im Land der Heidschnucke" gewonnen!

Im Land der Heidschnucke... ein besonderer Film...

Der Verein Naturschutzpark e.V. (VNP) hat für seinen in Auftrag gegebenen Film „Im Land der Heidschnucke“ beim 4. Internationalen Städtefilm-Wettbewerb 2005 „Das Goldene Stadttor“ einen 3. Preis gewonnen. Die Auszeichnung erfolgte im Rahmen der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin und wurde vom Vorstandsvorsitzenden des Bundesverbandes der Deutschen Film- und AV Produzenten Wolfgang Jo Huschert an den Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Naturparke Ulrich Köster, der uns auf der ITB vertrat, überreicht. Im Wettbewerb stand der Filmbeitrag mit 45 weiteren Filmen aus dem In- und Ausland.Besondere Freude kam im Hause von Regisseurin Maria Köllner auf, als sie von der Auszeichnung erfuhr. Intensiv hatte sie mit ihrem Team an diesem Film gearbeitet, der 2003/2004 im Naturschutzgebiet gedreht wurde. Die Idee zu diesem Film entstand im Jahr 2002. Maria Köllner schlug dem Verein Naturschutzpark e.V. vor, einen Film zu produzieren, der die Lüneburger Heide über ein ganzes Jahr im Wechsel der Jahreszeiten vorstellen sollte. Es sind schon viele Filme über die Lüneburger Heide entstanden, aber diese Idee war neu. Es ging diesmal nicht um die Höhepunkte zurzeit der Heideblüte. Es wurde schon oft darüber gesprochen, dass die Heide zu jeder Jahreszeit ihre besonderen Reize habe. Die verschiedenen in früheren Filmwerken einzeln behandelten Besonderheiten sollten in einem Filmwerk zusammengefasst werden. Maria Köllner war zuversichtlich, ein geeignetes Drehbuch zu schreiben, um den Zuschauer auf ihrer Reise in die Lüneburger Heide an die Hand zu nehmen. Ihre Idee war,  den Betrachter durch die vier Jahreszeiten zu führen. „Der Zuschauer soll in Begleitung des Schäfers durch die Heide gehen, sie erleben, sie fühlen und sich darauf einlassen“, sagte Frau Köllner bei der Vorstellung ihres Drehbuchs. Die Weite der Landschaft, die Liebe und Naturverbundenheit aller Beteiligten, die sich um den Erhalt der Lüneburger Heide kümmern, soll ebenso in diesem Film zum Ausdruck kommen, wie das Leben der Einwohner von und mit den Touristen. Heidebauernwirtschaft, Heideblütenfeste, Traditionspflege, Imkerei, Bockauktion und viele Natureindrücke galt es einzufangen.

„In der Natur zu sein und sie durch Technik einzufangen bedeutet, sich Zeit zu nehmen. Auf den richtigen Moment warten. Das Gegenlicht einsetzen. Den Wassertropfen an einer Hagebutte zu sehen und zu filmen ist eine besondere Kunst, die Kameramann Jörn Schulz besonders gut beherrscht“, berichtet Maria Köllner von den Dreharbeiten. „Das Interview mit Ministerpräsident Christian Wulff beim Heideblütenfest in Schneverdingen ergab sich spontan. Als Dank für seine Bereitschaft habe ich Ihm meine Schäfernadel geschenkt. Darüber hat sich Herr Wulff damals sehr gefreut“, erinnert sich Frau Köllner an diesen Tag und ergänzt, dass für den Film insgesamt 14 Drehtage benötigt wurden. Insgesamt entstanden 18 Stunden Filmmaterial, das zu einem Film von 45 Minuten im modernen 16:9 Format im IMX Standard (Digital Beta Nachfolger) zusammen geschnitten wurde. Bei der Auswahl der Hintergrundmusik war zu beachten, dass nur gebührenfreie Musikstücke verwendet werden durften. Das Team war von Winter 2003 bis April 2004 mit der Produktion des Filmes beschäftigt. Das Team bestand neben Maria Köllner aus ihrer Tochter Victoria Peters, die als Regieassistentin alle Phasen der Produktion begleitete. Auch die jüngste Tochter Johanna übernahm gern einige Aufgaben. Für Kamera und Schnitt war Jörn Schulz verantwortlich. Ton und Tonmischung war Aufgabe von Gordon Kölling und Marcus Krochmann. Sprecher war Dietmar Mues. Das Schneiden (Cutten) des Films wurde am Computer durchgeführt. „Es war damals ganz schön kalt in meinem Holzhaus“, erinnert sich Maria Köllner. „Wir hatten uns schon Decken über die Beine gelegt.“ Die Arbeit für den Film „Im Land der Heidschnucke“ schien allen Beteiligten viel Spaß gemacht zu haben. Auch der Vorsitzende des Vereins Hans Joachim Röhrs unterstützte das Filmteam. Sein Anliegen war es, einen authentischen Beitrag zu erhalten, der die Arbeit des Vereins Naturschutzpark in seiner Vielfalt ohne zufällige, auf Unkenntnis beruhende Verfälschung dokumentiert. Viele Stunden der inhaltlichen Beratung investierte Herr Röhrs und zeigte sich am Ende genauso beeindruckt von der filmtechnischen Umsetzung wie viele Gäste, die am 1.5.2004 die Premiere im „Emhoff“ in Wilsede miterleben durften. „Einen Film zu machen ist wie einen Pullover stricken. Farbe, Wolle, Schnitt, Größe müssen stimmen und zum Schluss müssen die einzelnen Teile bis in die letzte Reihe vernäht sein“, verrät Maria Köllner ihr Regierezept. Längst hat sie schon wieder neue Projekte in Vorbereitung: Ein Baumbuch „Himmel Hoch“ und ein weiteres Buch mit dem Titel „Die Lavafrau“ sind in Vorbereitung. „Das Leben ist eine Herausforderung, nehmen wir es an“, sagt sie verschmitzt lachend, als wir uns verabschieden.

Der Film "Im Land der Heidschnucke" ist in allen Naturinformationshäusern des VNP, im Museumsladen Wilsede und in der VNP-Geschäftsstelle in Niederhaverbeck als Videokassette oder DVD für 14,90 EUR erhältlich. 



Aktuelles Wetter im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide
Startseite   |   Sitemap   |   Impressum   |   Disclaimer
Mitglied werden   |   Spenden   |   Sponsoren   |   Heidschnuckenpatenschaften
Patenschaften von Pflegeflächen   |   Naturschutzpark   |   Heidemuseum Wilsede   |   Heide-ErlebnisZentrum Undeloh   |   Übersichtskarte
Weitere Informationen über die Lüneburger Heide erhalten Sie unter:
www.Lueneburger-Heide-Attraktionen.de  |  www.lueneburger-heide.de  |  www.lueneburger-heideland.de
www.naturpark-lueneburger-heide.de | www.viatoura.de | www.erlebniswelt-heide.de | www.die-lueneburger-heide.de