Patenschaften Pflegeflächen
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Heidepflege mit Muskel- und Maschinenkraft oder wie Sie der Heide mit Ihrem Verein oder Club helfen können! |  Die Lüneburger Heide ist eine Kulturlandschaft, die nur durch immer wiederkehrende Eingriffe des Menschen geschaffen wurde und heute erhalten werden kann. Nur so können die Lebensräume von Heidelerche, Zauneidechse oder Moorlilie bewahrt werden.
Verein Naturschutzpark e.V. (VNP) und seine Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide sind dankbar, dass immer mehr Freiwillige Feuerwehren, Rotary- oder Lions-Clubs, Kegel- und Verkehrsvereine bei der Landschaftspflege helfen… sie übernehmen die symbolische Patenschaft über eine ausgewiesene Heidefläche im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide!
Mindestens ein Mal im (Winterhalb-)Jahr treffen sich die verschiedenen Verbände, um nach Absprache und unter fachlicher Anweisung durch Mitarbeiter des VNP mit Astscheren, Motorsägen und Muskelkraft für die Offenhaltung der Patenschaftsfläche oder die Gestaltung von Wald-Heide-Übergangsbereichen Sorge zu tragen. Durch diese ehrenamtliche Hilfe kann der VNP enorme finanzielle Mittel anderen wichtigen Arbeiten und Projekten in der Landschaftspflege zukommen lassen!
| Ihr seid ja verrückt... |  „Hört bloß um dormit – jü soi verrückt!“... diesen Satz hörte der „harte Kern“ von Ehrenamtlichen um die Vorsitzende des Verkehrsvereins, Renate Sack, und Hermann Willenbockel aus Behringen in den ersten Jahren der Entkusselungsaktionen in der „Behringer Heide“ mehr als einmal: „Hört bloß auf damit – ihr seit verrückt!“
Wer heute durch die „Behringer Heide“ geht, kann sich kaum mehr vorstellen, wie es dort vor 15 Jahren aussah: britische Panzerfahrzeuge hatten im wahrsten Sinne des Wortes auch in diesem Bereich der ehemaligen „Roten Flächen“ eine Wüste hinterlassen. Im Herbst des Jahres 1999 bot das unter großem Aufwand eingeebnete Gelände folgendes Bild: die Flächen waren größtenteils vergrast – und dazwischen standen durch Samenanflug Kiefern und Birken „wie Haare auf dem Hund“! Genau zu dieser Zeit begannen einige Behringer, sich für diesen Teil ihrer Heimat einzusetzen. Anfangs waren es 45 Helfer, die den großflächigen Verkusselungen den Kampf ansagten. In der Folgezeit hielten dann aber nur Wenige durch – das aber während der Herbst- und Wintermonate oft Wochenende für Wochenende! Im östlichen Teil der „Behringer Heide“ halfen die Ehrenamtlichen aus Behringen, knorrige Kiefern frei zu stellen – in diesem Bereich entwickelt sich heute eine artenreiche Heide mit lichtem Baumbestand
Hermann Willenbockel machte sich die Mühe, die Entkusselungsaktionen der Behringer zu dokumentieren: vom Oktober 1999 bis zum Dezember 2007 waren 854 Personen an insgesamt 132 Tagen 2.491 Stunden im Einsatz! Dazu kamen 482 Schlepperstunden mit Anhänger (um das Entkusselungsmaterial aus der Fläche zu bekommen) und 61 Schlepperstunden mit Frontlader! Eine wahrhaft beeindruckende Bilanz und ein vorbildliches Beispiel für all die Menschen, die bereit sind mehr zu tun als zu sagen: „Man sollte...“ oder „Man müsste...“! Der Lohn dieses Einsatzes war besonders im vergangenen Sommer eine fantastische Heideblüte – ein Anblick, von dem die Behringer im Herbst 1999 kaum zu träumen wagten.
An vielen Stellen des Naturschutzgebietes waren auch im Winterhalbjahr 2007 / 2008 Vereine, Freiwillige Feuerwehren und Dorfgemeinschaften mit von der Partie, um bei Entkusselungsaktionen ehrenamtlich mitzuhelfen! Ihnen allen sagen Vorstand und Beirat des Verein Naturschutzpark e.V. am Beispiel Behringen herzlichen Dank für ihre alles andere als selbstverständliche Hilfe und Unterstützung!
| Der niedersächsische Umweltminister Sander hilft beim Entkusseln der Heide... |  Am 18.2.2006 half der Niedersächsische Umweltminister Hans-Heinrich Sander in der Sudermühler Heide bei Egestorf und in der Wehlener Heide bei Wesel tatkräftig beim Entkusseln mit. Die freiwilligen Helfer aus Egestorf, Sahrendorf, Schätzendorf und die Freunde vom Rotary-Club Winsen (Luhe) waren von der Unterstützung und Aufmunterung durch den Minister hocherfreut. „Mensch, das ist ja einer, der auch mit anpacken will“, lauteten die leisen Kommentare einiger Helfer. Sie staunten nicht schlecht, als Hans-Heinrich Sander die eigene Motorsäge aus dem Kofferraum seines Autos holte. Als gelernter Landwirt machte ihm das Arbeiten in der Natur sichtlich Spaß. Mit geübtem Griff schnitt er mit der Motorsäge Kiefern und Birken. Die Helfer gewöhnten sich schnell an den hohen Besuch aus Hannover, der für alle ein freundliches Wort übrig hatte und es mit der Arbeitsunterstützung richtig ernst meinte.
| Weshalb, wieso, warum? |  Die größten zusammenhängenden Calluna-Heideflächen Mitteleuropas im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide bedürfen wie gesagt immer wieder pflegenden Eingriffen: aufkommende Pioniergehölze wie Birke oder Kiefer würden ohne den Verbiss durch Heidschnucken oder sog. „Entkusselungen“ innerhalb weniger Jahre zu einer Verbuschung der offenen Flächen führen. Diese natürliche Entwicklung würde ohne Eingriffe des Menschen dazu führen, dass sich die „Lüneburger Heide“ schnell in den „Lüneburger Wald“ wandeln würde – mit allen Folgen für bedrohte Tier- und Pflanzenarten, die sich im Laufe der Jahrhunderte an den Lebensraum Heide angepasst haben.
Auch Sie können uns helfen! Übernehmen auch Sie die Patenschaft über eine Heidefläche im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide!
Wenn auch Sie Interesse an einer Patenschaft haben, rufen Sie uns unverbindlich an:
Verein Naturschutzpark e.V. (VNP) Telefon: 05198 / 987030 Telefax: 05198 / 987039
| Grundschule Egestorf entkusselt Teile des Torfmoors in Egestorf... |  Zu einer gemeinsamen Entkusselungsaktion im Torfmoor in Egestorf trafen sich die vierte Klasse der Grundschule Egestorf und Mitarbeiter des Verein Naturschutzpark e.V. (VNP)...
Nachdem im Sachkundeunterricht die Themen Lüneburger Heide und Moore unterrichtet wurden, konnten die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen in die Praxis umsetzen. An einem sonnigen Vormittag im Februar machte sich die Klasse mit Handsägen und Scheren auf den Weg, um den im Moor standortfremden Fichten- und Kiefernanflug zu entfernen. Hochmotiviert und mit großem Elan begannen die Schüler mit den Sägearbeiten und zogen die kleinen abgesägten Bäumchen und das Reisig aus dem Moorkörper, um es an Ort und Stelle zu verbrennen. Aufgrund der kühlen Witterung war die Natur leider noch nicht soweit, dass große Beobachtungen gemacht werden konnten.
Auffällig waren jedoch die großen Polster des gewöhnlichen Frauenhaarmooses und das hell leuchtende Torfmoos, auch die typischen Baum- und Straucharten der Moorvegetation konnten gezeigt werden.
Nach getaner Arbeit gab es Bratwurst und Stockbrot am Lagerfeuer. Gegen Mittag gingen die Schülerinnen und Schüler erschöpft aber zufrieden mit ihrem Werk zurück in die Schule. Auf diesem Weg bedankt sich der VNP bei der Klasse vier mit ihrer Klassenlehrerin Frau Althof und der Sachkundelehrerin Frau Hesse herzlich für diesen hilfreich-praktischen Unterricht.
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