Erweiterung des Naturpark Lüneburger Heide

Der Naturpark Lüneburger Heide...

Das gleichnamige Naturschutzgebiet ist Kerngebiet des erweiterten Naturparks Lüneburger Heide...

Der Naturpark Lüneburger Heide liegt in der Zentralheide etwa 40 km südlich von Hamburg, 70 km östlich von Bremen und 90 km nördlich von Hannover. Er gehört zum ehemaligen Regierungsbezirk Lüneburg und hat nach seiner Erweiterung im Jahr 2006 Anteil an den Landkreisen Harburg, Lüneburg und Soltau-Fallingbostel. Das Kerngebiet des Naturparks Lüneburger Heide ist das gleichnamige Naturschutzgebiet, in dessen Zentrum sich der Wilseder Berg - mit 169,2 m die höchste Erhebung der nordwestdeutschen Tiefebene - befindet.
 
Das „Wilseder-Berg-Massiv“ bildet die Wasserscheide zwischen Elbe, Weser und Aller. Von den im Naturschutzgebiet entspringenden Flüssen entwässern die Seeve und Este zur Elbe, die Wümme  entwässert zur Weser und die Böhme zur Aller. Als „ kleines Berglandklima“ werden die hohen Lagen des Naturschutzgebietes bezeichnet und höhere Niederschläge (ca. 800 mm / Jahr) und niedrigere Temperaturen (Jahresdurchschnittstemperatur ca. 8,2° C) grenzen dieses   Regionalklima gegen die deutlich flachere Umgebung ab.



Die Lüneburger Heide erleben...

Der Kranich kommt im Naturpark Lüneburger Heide in geeigneten Lebensräumen wieder vor...

Der Naturpark bietet zahlreiche touristische Ziele. Dazu zählen insbesondere der Ort Wilsede, der nur zu Fuß, per Rad oder per Kutsche erreicht werden kann und der Wilseder Berg. Der Totengrund ist  ein besonders malerisches Tal im Herzen des Schutzgebietes.

Für die Besucher des Naturparks hält die Stiftung Naturschutzpark das Heide-Erlebniszentrum in Undeloh und die Naturinformationshäuser in Niederhaverbeck und Döhle bereit (Öffnungszeiten: siehe Naturinformationshäuser auf unserer Homepage). Hier können sich die Besucher über die Landschaftsgeschichte, Tiere und Pflanzen sowie Besonderheiten und Probleme des Gebietes informieren können. Von Mai bis Oktober werden dort auch geführte Wanderungen angeboten. In Wilsede ist eines der ältesten Freilichtmuseen Deutschlands zu besichtigen: das 1907 hierher versetzte Heidemuseum „Dat ole Huus“, in dem man lebensnah sehen kann, wie die „Heidjer“ um 1900 lebten und arbeiteten. Wechselnde Ausstellungen gibt es im Schafstall auf dem "Emhoff" in Wilsede zu besichtigen.

Im Naturpark Lüneburger Heide findet man viele Zeugnisse der Geschichte. Dazu zählen unzählige bronzezeitliche Hügelgräber, historische Wegespuren, Grenzmarkierungen, Findlingsmauern, alte Schafställe, Treppenspeicher und in beeindruckenden Hofgehölzen gelegene reetgedeckte Bauernhäuser.
 
Jedes Jahr kommt eine große Zahl von Besuchern in den Naturpark, insbesondere zur Zeit der Heideblüte im August und im September. Auf etwa 700 km Wander- und 300 km Reitwegen können sie die Landschaft erleben, die mit ihren halboffenen Heiden einen besonderen Charakter besitzt. Der Besuch des Gebietes ist auf den ausgewiesenen Wegen zu Fuß, mit dem Fahrrad, zu Pferd oder auch mit Kutschen möglich, die auf den großen Parkplätzen auf Besucher warten. Zum Schutz der Landschaft sowie der Tier- und Pflanzenwelt gilt mit Ausnahme von zwei das Gebiet durchquerenden Straßen ein generelles Kraftfahrzeugverbot.

Raubwürger und Neuntöter – Moorlilie und Lungenenzian

Von den Wegen aus zu sehen und zu hören sind selten gewordene Vogelarten wie Heidelerche, Braun- und Schwarzkehlchen, Neuntöter, Raubwürger,  Nachtschwalbe und Birkhühner. Auf den Wegen huschen Sandlaufkäfer und Grabwespen, sonnen sich Zauneidechsen und Schlingnattern. Ab und an zieht eine Heidschnuckenherde vorbei, von denen die Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide zurzeit sechs unterhält. Die Vielfalt der Landschaft begründet auch das Vorkommen einer großen Anzahl selten gewordener Pflanzenarten wie Moorlilie, Lungenenzian, Heidenelke oder Glockenheide. Die Weite und Ruhe der Landschaft lädt ein zu Besinnung und Erholung. Kein Wunder, dass die Lüneburger Heide im Ausland bekannter ist als das Land Niedersachsen – sie ist eine einmalige Landschaft.



Hans-Heinrich Höper Vorsitzender des Verein Naturparkregion Lüneburger Heide e.V...

Das gleichnamige Naturschutzgebiet ist Kerngebiet des Naturparks Lüneburger Heide...

„Wir sind stolz darauf, mit unserem Ortsteil Dachtmissen zum Naturpark zu gehören und die Verbindung zur Stadt Lüneburg darzustellen“, sagte Klaus Olshof in seinen Begrüßungsworten als Bürgermeister der gastgebenden Gemeinde Reppenstedt. Im Sommer 2006 wurde der Verein Naturparkregion Lüneburger Heide e.V. als neuer Träger des erweiterten Naturparks gegründet. Nun zog der Verein kritische Bilanz in seiner zweiten Mitgliederversammlung am 07.07.2008 in Reppenstedt.

„Fast auf dem Tag genau vor fünf Jahren fand im Rahmen eines Studienprojektes die erste Beratung als Auftakt zur Erweiterung des Naturparks Lüneburger Heide statt. Es folgte eine intensive Konzept- und Überzeugungsarbeit“, blickte Helmut Völker, Bürgermeister der Samtgemeinde Amelinghausen zurück. Er hatte seit der Gründung des Vereins den Vorsitz inne. Er gab auf der Versammlung den Staffelstab an Hans-Heinrich Höper, Bürgermeister der Samtgemeinde Jesteburg, weiter, der einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt wurde. „Die Belastung für das Rathaus der Samtgemeinde Amelinghausen war insbesondere in den letzten zwei Jahren durch Vorsitz, ehrenamtliche Geschäftsführung und weitere Naturpark-Aufgaben sehr hoch gewesen“, erklärte Helmut Völker in der Begründung für seinen Verzicht auf eine erneute Kandidatur. Viele wichtige Aufgaben könnten durch eine einzelne kleine Verwaltung nicht so wahrgenommen werden, wie es die wichtige Sache des Naturparks eigentlich erfordere. Es sei daher notwendig, künftig gemeinsam andere Strukturen zu finden. Amelinghausen werde aber weiterhin die Arbeit des Naturparks tatkräftig unterstützen.

Erster Kreisrat Harburg und Vorstandsmitglied Rainer Rempe würdigte für den Verein die besonderen Verdienste Völkers für den Naturpark Lüneburger Heide. Völker habe in Person schon gleich zu Anfang des Entwicklungsprozesses zu denen gehört, die die Idee der Zusammenarbeit in einem erweiterten Naturpark frühzeitig aufgegriffen haben, und er habe den Naturpark mit erheblichem persönlichem Engagement vorangetrieben. Mit seiner Person sei es eng verbunden gewesen, dass viele heutige Partner, die anfangs noch Bedenken hatten, den Mehrwert für die Region erkannt hätten und für den gemeinsamen Weg der Zusammenarbeit im Naturpark Lüneburger Heide gewonnen werden konnten. Mit großem Applaus aus der Versammlung attestierte Rempe dem scheidenden Vorsitzenden, dass dieser in den vergangenen 5 Jahren ein solides Fundament für die weitere erfolgreiche Arbeit des Naturparks gelegt habe. Der Bericht der Geschäftsführung und des Regionalmanagements habe dies deutlich gemacht.

Michael Göbel, als Geschäftsführer, und Nicola Scherer, Regionalmanagerin für die Naturparkregion, schilderten in ihrem Bericht das bisher Erreichte. So ist es gelungen, für neun aktuelle Projekte zu den Themen Radfahren, Nordic Walking, Reiten, Familienerlebniswege, Wandern, Gästeführer u.a. Fördermittel in Höhe von 305.000,- EUR einzuwerben. Es wurde eine Bewerbung beim Bundeswettbewerb „Bioenergie-Regionen“ auf den Weg gebracht, die neue Internetpräsentation des Naturparks befindet sich im Aufbau, die Tourist-Informationen wurden für die Idee zur Einrichtung von Naturpark-Informationsstellen gewonnen, das Innen- und Außenmarketing wurde verstärkt und der 1. Heide-Elbe-Ultralauf quer durch den Naturpark Lüneburger Heide wird für den 5. Oktober organisiert.

Die nächste kurzfristige Aufgabe des Vereins sei es nun, die Schnittstellen des Naturparks zu anderen Institutionen wie der Lüneburger Heide GmbH festzulegen, sagte Hans-Heinrich Höper nach seiner Wahl zum neuen Vorsitzenden, und die Aufgaben zu verteilen. Erste Ansätze lieferte Ulrich von dem Bruch als Geschäftsführer der Lüneburger Heide GmbH, der neuen Marketinggesellschaft für die Lüneburger Heide. Er stellte in seinem Vortrag dar, wie die Aufgabenverteilung beider Institutionen aussehen könnte. Eine Aufgabe des Naturparks sieht er darin, touristische Produkte im Bereich „Natur“ zu entwickeln, die dann über die Lüneburger Heide GmbH vertrieben werden. Weiterhin neu in den Vorstand gewählt wurden Jürgen Krumböhmer, Erster Kreisrat des Landkreises Lüneburg, und der bisherige Geschäftsführer Michael Göbel, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters  der Samtgemeinde Amelinghausen.

Der Vorstand setzt sich damit –in Klammern die jeweils persönlichen Vertreter- wie folgt zusammen: Vorsitzender Hans-Heinrich Höper (Rainer Rempe), stv. Vorsitzender Jürgen Krumböhmer (Detlev Paschen), stv. Vorsitzender Fritz-Ulrich Kasch (Detlev Loos) und die Beisitzer Hans-Herrmann Putensen (Traute Müller), Michael Göbel (Jürgen Stebani), Hans-Jürgen Stegen, Norbert Leben (Wilhelm Isermann), Welf-Heinrich Klaer (Jürgen Winkelmann), Mathias Zimmermann (Julia Hallmann).



Der Naturpark Lüneburger Heide ist Qualitätsnaturpark ...

Besucherinformation - wie hier im Heidemuseum "Dat ole Huus" in Wilsede - ist eine der Kriterien bei der "Qualitätsoffensive Naturparke" des VDN...

Der Naturpark Lüneburger Heide hat nach der  Teilnahme an der Aktion „Qualitätsoffensive Naturparke“ des Verbands Deutscher Naturparke (VDN) das Siegel „Qualitätsnaturpark“ erhalten.

Die Qualitätsoffensive Naturparke ist eine Initiative vom Verband Deutscher Naturparke und Europarc Deutschland. Sie wurde in enger Abstimmung mit den Naturparken entwickelt und gefördert vom Bundesamt für Naturschutz mit den Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Das zentrale Ziel der Initiative ist es, den Naturparken ein Instrument zur Selbsteinschätzung und zur kontinuierlichen Verbesserung der Qualität ihrer Arbeit und ihrer Angebote zur Verfügung zu stellen.

Der Naturpark Lüneburger Heide hat auf Basis eines vom VDN entwickelten Kriterienkataloges Daten erhoben. In enger Zusammenarbeit mit dem Verein Naturschutzpark e.V. als Partner im Naturpark wurden Daten zu den Themen Management und Organisation, Natur und Landschaft, Tourismus und Erholung, Kommunikation und Bildung und Nachhaltige Regionalentwicklung zusammengetragen. Sie dienten als Basis für eine Evaluierung durch den VDN, wobei auch eine Überprüfung durch einen speziell geschulten Qualitäts-Scout des VDN direkt vor Ort stattfand.

Der Geschäftsführer des Vereins Naturparkregion Lüneburger Heide e.V. Michael Göbel hat am Freitag den 07.09.2007 auf der Jahrestagung des VDN im Naturpark Kellerwald Edersee in Bad Wildungen nun die Urkunde übereicht bekommen und der Naturpark kann somit das Zertifikat „Qualitätsnaturpark“ in zukünftigen Veröffentlichungen verwenden. Die diesjährige Auszeichnung ist aber auch Grundlage für eine stetige Verbesserung des Naturparks in oben genannten Bereichen. Die Anforderungen im Rahmen der Qualitätsoffensive steigen von Jahr zu Jahr um einen zielgerichteten Entwicklungsprozess einzuleiten. Damit der Naturpark Lüneburger Heide auch zukünftig Qualitätsnaturpark bleibt, ist auf Basis der Kriterien des VDN eine kontinuierliche Arbeit zur Verbesserung und Einwicklung der Angebote in der Lüneburger Heide nötig. Weitere Informationen unter www.naturpark-lueneburger-heide.de



Umweltminister Sander überreicht Urkunde für Erweiterung des Naturparks Lüneburger Heide...

Freund der Lüneburger Heide: Umweltminister Sander (Bildmitte) bei einer Entkusselungsaktion im Naturpark...

Seit dem 14. Februar 2007 ist es "amtlich": der niedersächsische Umweltminister Hans-Heinrich Sander überreichte in Amelinghausen die Urkunde für die Erweiterung des Naturparks Lüneburger Heide von ehemals rund 21.000 ha auf nun mehr als 107.000 ha. Damit zählt der "neue" Naturpark zu den flächenmäßig 20 größten Naturparken der Bundesrepublik Deutschland.

"Ich will den anderen Naturparken nicht zu nahe treten, aber die Lüneburger Heide ist das Vorzeigeprojekt schlechthin!", lobte der Minister in seiner Ansprache. Er würdigte die Arbeit und Verdienste des Verein Naturschutzpark e.V. (VNP) als Träger des "alten" Naturparks ebenso wie die Zusammenarbeit der sieben Samtgemeinden und drei Landkreise, die zur Gründung des "Verein Naturparkregion Lüneburger Heide" führte. Der Verein Naturparkregion Lüneburger Heide ist nun auch neuer Träger des erweiterten Naturparks.

Während der Feierstunde machte der Präsident des Verbandes Deutscher Naturparke (VDN), Dr. Michael Arndt, deutlich: "Die Wiege des Naturschutzgedankens liegt in der Lüneburger Heide. Von hier aus hatte vor rund 50 Jahren die Bewegung eine Strahlkraft auf die ganze Republik. Mit dem neuen Verein ergeben sich jetzt neue Chancen, Natur- und Landschaftsschutz sowie sanften Tourismus zu verbinden."



Neue Chancen durch einen erweiterten Naturpark Lüneburger Heide...

Naturparke - Lebensräume für Menschen, Tiere und Pflanzen...

Der bisherige Naturpark „Naturschutzpark Lüneburger Heide“ war in seiner Grenzziehung nicht identisch mit dem Naturschutzgebiet Lüneburger Heide. Seit der Neufassung der Naturschutzverordnung im Jahr 1993 war das Naturschutzgebiet mit 23.000 ha sogar größer als der "alte" Naturpark selbst geworden, zu dem rund 21.000 ha zählten. Diese Situation war bundesweit einmalig und ungewöhnlich zugleich. Die gesetzliche Definition eines Naturparks, geregelt in § 34 des Niedersächsischen Naturschutzgesetzes, geht davon aus, das mindestens 50 % seiner Fläche unter Landschafts- bzw. Naturschutz stehen muss, was im Umkehrschluss die Möglichkeit zu einer Naturparkvergrößerung bietet.

Angeregt durch die Zusammenarbeit in der Arbeitsgemeinschaft für das EU-  Förderprogramm "Leader plus" wurde die Idee einer Naturparkausweitung geboren. Mitwirkende an der Vorbereitung sind die Landkreise Lüneburg, Soltau-Fallingbostel und Harburg sowie die Kommunen und Vereine der gesamten Region. Die Vergrößerung des Naturparks bezieht sich auf Teile der Samtgemeinden Hanstedt, Salzhausen, Amelinghausen, Tostedt, die Gemeinden Bispingen, Neuenkirchen sowie Ortsteile der Städte Soltau und Buchholz.

Für die Kommunen bietet die Vergrößerung der Gebietskulisse gute Vorraussetzungen für den Erhalt von weiteren EU- Fördergeldern in der Zeit nach "Leader plus" und bedeutet eine weitere Stärkung des ländlichen Raums bedeuten.



Was sind eigentlich Naturparke?

Naturparke bedecken rund ein Viertel der Fläche der Bundesrepublik Deutschland...

Naturparke bewahren und entwickeln Natur und Landschaft mit den Menschen und für die Menschen. Es sind großräumige Landschaften, die überwiegend aus Landschafts- und Naturschutzgebieten bestehen. Sie eignen sich besonders für Erholung und Naturerleben. Die heute 97 Naturparke in Deutschland nehmen ca. 25% der Fläche der Bundesrepublik Deutschland ein.

Naturparke sind eine Schutzgebietskategorie nach dem Bundesnaturschutzgesetz und verbinden den Schutz und die Nutzung von Natur und Landschaft. Sie streben eine Balance zwischen intakter Natur, wirtschaftlichem Wohlergehen und guter Lebensqualität an. Sie sind damit Vorbildlandschaften für die Entwicklung ländlicher Regionen insgesamt und bieten die Chance, auf nahezu einem Viertel der Fläche Deutschlands nachhaltige Entwicklung voranzutreiben.

Naturparke besitzen auch auf der europäischen Ebene eine zukunftsweisende Rolle für den Schutz der Natur, die landschaftsbezogene Erholung und die integrierte nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raums.



Landschaft mit Diplom...

Seit 1967 "Inhaber" des Europadiploms: das Naturschutzgebiet Lüneburger Heide...

Der Verein Naturschutzpark e.V. (VNP), der mit seiner Stiftung Naturschutzpark rund ein Drittel der Flächen des Naturschutzgebietes Lüneburger Heide betreut, hat auch im Jahr 2007 gute Nachricht vom Europarat mit Sitz in Straßburg bekommen: dieser verlängerte das Europadiplom für das Naturschutzgebiet zum mittlerweile achten Mal um fünf Jahre!

Das Diplom, das mit Empfehlungen verknüpft ist und eine Förderung durch den Europarat ermöglicht, war dem Gebiet 1967 erstmals verliehen und seitdem immer verlängert worden. Es wird vor jeder Verlängerung des Diploms geprüft, ob das Naturschutzgebiet Lüneburger Heide noch den Anforderungen des Europarates entspricht. Besonders betont wurde in der Verlängerung das hervorragende und professionelle Management der Heide- und Landschaftspflege durch den VNP. Neben der europäischen Bedeutung des Naturschutzgebietes Lüneburger Heide wird die Schlüsselrolle des Verein Naturschutzpark e.V. (VNP) in Planung, Betreuung und Pflege des Gebietes hervorgehoben.

An die Erneuerung des Europadiploms wird die Empfehlung geknüpft, die politische Anerkennung des vom VNP betreuten Naturschutzgebietes Lüneburger Heide dahingehend zu verfolgen, als das es dieselbe Ausstattung mit öffentlichen Fördermitteln verdient wie die Nationalparke der Bundesrepublik. Ferner sei darauf hinzuwirken, dass dem VNP das Eigentum oder das Management der staatlichen Flächen innerhalb der ehemalig militärisch genutzten „Roten Flächen“ übertragen wird. Bezüglich der Entnahme von Grundwasser im Naturschutzgebiet sei anzustreben, diese komplett zu beenden, zumindest aber auf die derzeitig entnommene Menge zu begrenzen. Darüber hinaus sei ein verbindender Korridor zwischen den großen Heideflächen östlich und westlich der Ortschaft Wilsede herzustellen – übrigens eine Empfehlung, die der VNP mittlerweile auf den vereinseigenen Flächen durch Läuterung stark verbuschter Wacholderheiden in diesem Bereich umgesetzt hat! Letztlich sei die Wiederherstellung der „Roten Flächen“ und der Bäche im Naturschutzgebiet und der damit verbundenen Feuchtgebiete fortzusetzen. Die erneut ausgesprochene Anerkennung durch den Europarat bestärkt den Verein Naturschutzpark e.V. in seinem 100jährigen Bemühungen zum Schutz, zur Pflege und dem Erhalt des Naturschutzgebietes mit seinen vielfältigen Landschaftsformen nicht nachzulassen!



(Kurz-) Geschichte des Verbandes Deutscher Naturparke (VDN)...

Der "Totengrund" zwischen Sellhorn und Wilsede - der Kauf war der "Startschuss" für das heutige Naturschutzgebiet Lüneburger Heide...

Die Anfänge der Naturparkbewegung reichen in das Jahr 1909 zurück, als der Verein Naturschutzpark e.V. (VNP) als erste deutsche Naturschutzorganisation mit dem Ziel eines großflächigen Schutzes von Natur und Landschaft gegründet wurde. Im Jahre 1956 forderte der Hamburger Kaufmann und Reeder Dr. h. c. Alfred Toepfer als Vorsitzender des VNP für die Bundesrepublik Deutschland ein Naturpark-Programm. In fast allen Bundesländern fand seine Idee, deren Umsetzung er ideell und materiell förderte, eine positive Resonanz und rasche Verwirklichung. 1963 wurde der Verband Deutscher Naturparke (VDN) als Dachverband der deutschen Naturparke gegründet.

Leitidee war seinerzeit die Begegnung des Menschen mit der Natur, das Erfahren und Erleben der Schönheit von Natur und Landschaft sowie die Gleichrangigkeit von Naturschutz und Erholung.

Die deutsche Wiedervereinigung brachte 1989 neue Impulse für die Arbeit der Naturparke. Eine Neuorientierung und zahlreiche Neugründungen von Naturparken waren die Folge.

Bei der Novellierung des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) im Jahre 2002 wurde der gesetzliche Auftrag der Naturparke entsprechend den Vorschlägen des VDN erweitert. Neben Landschafts- und Naturschutz und Erholungsvorsorge zählen jetzt auch die Förderung eines nachhaltigen Tourismus, eine dauerhaft umweltgerechte Landnutzung und eine nachhaltige Regionalentwicklung zu den erweiterten Aufgaben der Naturparke.



Touristische Informationen:

Kutschfahrt durch das Naturschutzgebiet Lüneburger Heide...Bispingen Touristik e.V.
Borsteler Straße 4
29646 Bispingen
Tel.: 05194 / 39851
Fax: 05194 / 39816
www.bispingen.de

Lüneburger Heideland Touristik GmbH
Alter Geidenhof
21271 Hanstedt / Nordheide
Tel.: 04184 / 850-50
Fax.: 04184 / 850-550
www.lueneburger-heideland.de
info@lueneburger-heideland.de

Schneverdingen Touristik
Rathauspassage 18
29640 Schneverdingen
Telefon: 05193 / 93 8-00
Telefax: 05193 / 93 8-90
www.schneverdingen-touristik.de

Lüneburger Heide GmbH
Wallstraße 4
21335 Lüneburg
Tel.: 04131 / 309 960
Fax: 04131 / 309 810
info@lueneburger-heide.de
www.lueneburger-heide.de



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Weitere Informationen über die Lüneburger Heide erhalten Sie unter:
www.Lueneburger-Heide-Attraktionen.de  |  www.lueneburger-heide.de  |  www.lueneburger-heideland.de
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