Mitglied werden
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Damit die Heide Zukunft hat: helfen Sie dem Verein Naturschutzpark e.V. (VNP) durch Ihre Mitgliedschaft... |  ...damit der VNP einmalige Landschaften wie das Naturschutzgebiet Lüneburger Heide oder das Kerngebiet des österreichischen Nationalparks Hohe Tauern kommenden Generationen erhalten kann!
Der 1909 gegründete private Verein Naturschutzpark e.V. (VNP) mit Sitz in Niederhaverbeck bei Bispingen hat durch seine fast 100jährige Arbeit hindurch wesentlich dazu beigetragen, eines der größten Naturschutzgebiete Deutschlands zu erhalten: das Naturschutzgebiet Lüneburger Heide! Ohne den VNP gäbe es sie nicht mehr – die größten zusammenhängenden Calluna-Heideflächen Mitteleuropas. Aber auch Wälder, Moore, Gewässer und nach BIOLAND-Kriterien bearbeitete landwirtschaftliche Flächen gilt es zu pflegen und zu bewahren – Aufgaben, denen sich der VNP verpflichtet hat. Mehr als 220 Gebäude – vom Schafstall über alte, meist reetgedeckte und baudenkmalgeschützte Heidjerhäuser – gilt es für den Verein und seine Stiftung zu erhalten! Daran hat auch die Übertragung des immobililen Vereinsvermögens an die Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide nichts geändert - der Verein Naturschutzpark e.V. ist nach wie vor von großer Bedeutung!
Der VNP bewahrt zudem seit 1913 rund 3.500 Hektar in der heutigen Kernzone des Nationalparks Hohe Tauern in Österreich. Auch dort gilt es, phantastische Landschaften zu bewahren und die Lebensräume bedrohter Tier- und Pflanzenarten dauerhaft zu schützen.
| Aufgaben, die wir ohne Ihre Unterstützung nicht bewältigen können! |  Denn all das zu erhalten und zu pflegen erfordert große finanzielle Mittel. Der VNP ist in seiner langen Geschichte schon immer auf eine starke und engagierte Mitgliedschaft angewiesen gewesen... deshalb möchten wir Sie herzlich bitten:
Werden Sie Mitglied im Verein Naturschutzpark e.V.!
Helfen Sie uns durch Ihre Mitgliedschaft, für und mit den Menschen einmalige Natur- und Kulturlandschaften erhalten zu können!
Danke!
An dieser Stelle können Sie den Aufnahmeantrag als PDF-Datei downloaden, einfach hier klicken!
| ... und was habe ich davon?? |  Als Mitglied im Verein Naturschutzpark e.V. (VNP) haben Sie viele Vorteile:
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In erster Linie unterstützen Sie natürlich unseren Verein mit Ihrem Mitgliedsbeitrag oder Ihrer Spende bei seinen vielfältigen Aufgaben im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide oder in den österreichischen Hohen Tauern! Je mehr Menschen sich zu einer Mitgliedschaft im VNP entschließen, umso mehr gewinnt der VNP an Gewicht, wenn es um Fragen des Natur- und Landschaftsschutzes geht! Dies ist besonders wichtig, da der Verein anerkannter Naturschutzverband nach § 29 BNatG ist!
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Sie erhalten vier Mal pro Jahr kostenlos unsere Mitgliederzeitschrift "Naturschutz- und Naturparke", in denen Sie über die aktuellen Arbeiten des VNP und des Verbandes Deutscher Naturparke e.V. (VDN) mit Sitz in Bonn informiert werden. Der VDN koordiniert die Arbeit in den 96 deutschen Naturparken.
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Sie werden über die verschiedenen Veranstaltungen des VNP informiert: so bietet Ihnen unser Verein einmal pro Jahr im Rahmen einer Jahrestagung die Möglichkeit an, an einem Wochenende einen der deutschen Naturparke oder ein deutsches Großschutzgebiet kennen zu lernen. Wir organisieren für Sie ein interessantes Programm mit geführten Wanderungen, Besichtigungen und vielem mehr. Die Jahrestagung 2005 führte uns beispielsweise in unser Gebiet im österreichischen Nationalpark Hohe Tauern, die Tagung im vergangenen Jahr in den Nationalpark Sächsische Schweiz - und 2007 ging es Richtung Brandenburg in den Nationalpark Unteres Odertal (siehe Reisebericht unten).
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Sie werden aktuell über unsere traditionellen Sommer- oder Winterwanderungen im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide über unsere Arbeit informiert oder über die klassischen Konzerte auf dem "Emhoff" in Wilsede. Auch auf dem alle zwei Jahre stattfindenden Hoffest auf dem Landschaftspflegehof Tütsberg können Sie die Mitarbeiter / -innen des VNP persönlich ansprechen und sich informieren.
| Wurde am 01. Januar 2008 alles anders beim VNP? |  Auf der ordentlichen Mitgliederversammlung des Verein Naturschutzpark e.V. (VNP) im Mai 2007 in Bispingen beschlossen die anwesenden Mitglieder mit überwältigender Mehrheit, das gesamte immobile Vermögen des Vereins an die eigene Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide zum 01.01.2008 zu übertragen. Das bedeutet:
Sämtliche bisher dem Verein gehörende Heide-, Wald-, Acker- und Grünlandflächen im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide gehen auf die Stiftung über.
Sämtliche bisher dem Verein gehörende Immobilien wie Heidebauernhäuser, Schafställe, Treppenspeicher oder Bienenzäune im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide gehen in den Besitz der Stiftung Naturschutzpark.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vereins sind ab dem 01.01.2008 Mitarbeiter der Stiftung.
Ist der Verein Naturschutzpark e.V. (VNP) denn nun nicht eigentlich überflüssig?
Nein, das Gegenteil ist der Fall! Die Vermögensübertragung fand statt, um den Vereinsbesitz besser und dauerhafter zu sichern! Bei Gründung der Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide wurde im Übrigen bewusst darauf geachtet, eine - auch personell - ganz enge Verzahnung zwischen Verein und Stiftung zu gewährleisten. Diese enge Verzahnung in den Entscheidungsgremien verhindert ein Auseinanderdriften von Verein und Stiftung. So wählen die Vereinsmitglieder auf einer ordentlichen Mitgliederversammlung mit Wahlen (wie in diesem Jahr) u.a. mit dem Vorsitzenden des Vereins auch gleichzeitig den Vorsitzenden der Stiftung!
Wozu ist denn der Verein Naturschutzpark e.V. überhaupt noch nötig?
Der Verein hat nach wie vor die ganz wichtige Schwerpunkt-Aufgabe, die langfristigen Ziele und die weitere Entwicklung im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide und im Nationalpark Hohe Tauern (die dortigen immobilen Vermögenswerte verbleiben vorerst beim Verein) zu beschließen und umzusetzen. An diese Beschlüsse sind die Gremien der Stiftung auch über die Verzahnung der Vereins- bzw. Stiftungssatzungen zwingend gebunden! Das heißt: Vorstand, Beirat und Mitgliederversammlung des Vereins beschließen über langfristige Ziele der Arbeit, Vorstand und Rat der Stiftung wachen darüber, dass der Stiftungszweck erfüllt wird!
Was hat sich denn nun beim VNP geändert?
Wer um die genannten Punkte nichts wüsste, würde überhaupt keine Veränderung feststellen können. Nach wie vor ist die Erhaltung der historischen Kulturlandschaft im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide in seiner gesamten Vielfalt von Pflanzen, Tieren, Bau- und Bodendenkmälern Sinn, Zweck und Ziel der Arbeit des VNP!
Unter dem Dach "VNP" sind damit der Verein Naturschutzpark e.V. (beschließt die langfristigen Ziele), die Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide (hütet und mehrt das liquide und immobile Vermögen) und die VNP-Naturpark-GmbH (betreibt den erwerbswirtschaftlichen Teil) versammelt.
| Wir begrüßen herzlich als neue Mitglieder im Verein Naturschutzpark e.V. (VNP)... |  ... die dem Verein in der Zeit vom 01. Dezember 2007 bis 30. November 2008 beigetreten sind:
Hanna Lemke, Doerte Cohrs, Garnet Grünhagen, Martin Holzwieser, Detlev Loos, EWE AG, Michael Kranz, Christian Cohrs, Anneliese Rode, Karin Zuber, Thomas Bloomfield, Ute Neumair, Reiner Bergen, Martin und Ursula Bock, Heinz und Waltraud Frömbling, Gabriele Fischer, Helmut Blauth, Rainer und Astrid vom Hagen, Roland Mattern, Franz-Josef Tigges, Peter Cosack, Ulrich und Stephanie Behmer, Dirk Klein, Barbara Heller, Klaus Wittkowski, Hermann und Gerda Dieck, Heike Puchala, Helmut Schönwerth, Uwe und Regina Thater, Katerina und Christian Glet, Carsten Zoth, Andreas Bernhardt, Arne Hilbich, Ina Wosnitza, Eckhard Streit, Uwe und Hannelore Koch, Wolfgang Kretschmann, Werner Tüting, Hans-Joachim u. Gertrud Benjamin, Roberto Welker, Joachim Westphal, Birgit Kayser, Julie Gerlach, Ingeborg und Wilhelm Rieckmann, Annette Mock, Karin Steffen, Marc Sander, Hans-Dieter Dewald, Christiane Dewald, Ronny Schuh, Volker Renner, Sandro Pudritzki, Strenge GmbH, Corinna Sajuntz und Torsten Strenge.
| Ehrung langjähriger Mitglieder des Verein Naturschutzpark e.V. (VNP)... |  In dankbarer Anerkennung für 50jährige Mitgliedschaft und Treue zum Verein Naturschutzpark e.V. (VNP) wurde folgenden Mitgliedern im Mai 2008 das VNP-Abzeichen in Gold verliehen:
Deutscher Jagdschutz-Verband e.V., Bonn Freiherr von Crailsheim, Amerang Hamburger Wasserwerke GmbH, Hamburg Verein Natur und Heimat e.V., Stockelsdorf Sophus Abel, Barmstedt Friedrich Carl Albrecht, Burgdorf Anna Bachmann, Bad Mergentheim Peter Benthack, Hamburg Horst Beyer, Berlin Georg W.Claussen, Hamburg Professor Dr. F. W. Dahmen, Mechernich Kurt Eigenherr,Frankfurt Klaus Feddern, Hamburg Dr. Wolf Harm, Hamburg Dr. Robert Hasselmann, Duisburg Johanna Holz, Pinneberg Dr. Ernst-August Hüsing, Hamburg Henning Jess, Hamburg Vollrath und E. Klepzig, Hamburg Renate Kleyenstüber, Hamburg Annelotte Michels, Köln Anneliese Möglich, Hamburg Christiane Nelle, Hamburg Hans-Peter und Erika Presuhn, Bremen Dr. Helga Raape, Hamburg Hella Radespiel, Quickborn Klaus und Heidi Soine, Leonberg Dr. Ulrich Stahlknecht, Ludwigsburg Helmut Wacker, Berghaupten Greta Wehner, Dresden Dr. Reinhard Wenckstern, Hamburg
Vorstand und Geschäftsführung des VNP danken im Namen der Natur für die langjährige Unterstützung und Treue, ohne die viele Arbeiten im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide und im Nationalpark Hohe Tauern nicht hätten durchgeführt werden können!
| Natur ohne Grenzen – Die Jahrestagung 2007 führte drei Tage durch den Nationalpark Unteres Odertal... |  Faszinierende Eindrücke erlebten die knapp 60 Mitglieder des Verein Naturschutzpark e.V. (VNP), die Mitte Oktober an der diesjährigen Jahrestagung im Nationalpark Unteres Odertal teilnahmen. Bei herrlichem Herbstwetter konnten sich die Teilnehmer selbst ein Bild davon machen, welch ungeheure Vielfalt die Tier- und Pflanzenwelt das Grenzgebiet zu Polen aufzuweisen hat.
Die Tagung begann mit einer geführten Stadtrundfahrt durch Schwedt an der Oder. Diese am Ende des 2. Weltkrieges zu über 80 % zerstörte Stadt hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich, die uns auf einer Führung durch die ehemalige Altstadt von Schwedt eindrücklich vor Augen geführt wurde. Auf dem anschließenden Begrüßungsabend im Tagungshotel stellte der Bürgermeister der Stadt Schwedt, Jürgen Polzehl, die Geschichte, die Probleme und die Zukunft „seiner“ Stadt vor. Wie viele Regionen Ostdeutschlands steht auch Schwedt vor vielen Herausforderungen – aber auch vor großen Chancen für die weitere Entwicklung, die natürlich untrennbar mit dem Nationalpark Unteres Odertal verbunden ist.
Zu Beginn des zweiten Tages ging unser Vorsitzende Hans Joachim Röhrs auf die gute Entwicklung des VNP im Laufe der letzten Jahre ein. Viele Aufgaben konnten dank der finanziellen Unterstützung durch Fördermittel von der EU oder dem Land Niedersachsen erreicht werden – und durch die oft gezeigte Spendenbereitschaft unserer Mitglieder. Die wirtschaftliche Konsolidierung der Finanzen wurde durch die Gründung der Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide wesentlich forciert. Der Vorsitzende ging in Sachen Stiftungsgründung auch noch einmal auf die Historie ein: bereits zur Amtszeit von Dr. h.c. Alfred Toepfer war die Gründung einer Stiftung zugunsten der Vereinsarbeit durch die Mitgliederversammlung beschlossen worden. Dieser Beschluss konnte aber aus verschiedenen Gründen wie die seinerzeit fällig gewordene Grunderwerbssteuer bei Übertragung von Grund und Boden nicht umgesetzt werden. Erst durch geänderte rechtliche Voraussetzungen wurde 2001 mit der Gründung der Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide möglich, was eigentlich schon lange geplant und beschlossen war.
Im Nationalparkhaus des Nationalparks Unteres Odertal in Criewen begrüßte uns anschließend Frau C. Haferland, Mitarbeiterin der Naturwacht. Sie begleitete unsere Gruppe fachkundig den ganzen Tag. Anschaulich wurden uns die Schönheit und Eigenart wie auch die ungeheure Artenfülle dieser Landschaft entlang der Oder gezeigt.
Vertieft werden konnten diese Eindrücke durch die Exkursionen zu den Totalreservaten des Nationalparks und durch die Oderaue. Höhepunkt des Tages war sicher die Beobachtung des Einflugs von Hunderten von Kranichen bei Gartz, die in großen Zügen ihre Schlafplätze auf der Ostseite des Flusses anflogen. Dieses Naturschauspiel wurde noch verstärkt durch einen „Vorzeige-Sonnenuntergang“.
Der letzte Tag unserer diesjährigen Tagung führte uns – unter versierter Leitung von Maciek Jurczak – nach Stettin zu unseren polnischen Nachbarn. Die Exkursion ging zu den Hakenterrassen mit Blick auf den Stettiner Hafen, das Schloss der pommerschen Herzöge und in die Altstadt von Stettin.
Die Rückfahrt durch die ausgedehnten Buchenwälder, Dörfer und Städtchen Hinterpommerns bildeten den Abschluss einer eindrucksvollen Fahrt durch eine großartige Landschaft. Dank sei all denen gesagt, die in der Vorbereitung und Durchführung zum Gelingen dieser Jahrestagung beigetragen haben. Allen Mitgliedern des VNP sei ein Besuch des deutsch-polnischen Grenzgebietes an der Oder empfohlen: es lohnt sich!
| Felsen, Schluchten, raue Wälder – Drei Tage im Nationalpark Sächsische Schweiz... |  Schon Tradition geworden sind die alljährlichen Jahrestagungen in verschiedene Großschutzgebiete Deutschlands, die der Verein Naturschutzpark e.V. (VNP) seinen Mitgliedern anbietet. Es weitet unseren Blick, wenn wir über den Tellerrand unserer Arbeit im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide und im Nationalpark Hohe Tauern sehen und so von den Erfahrungen profitieren, die andere Verbände und Institutionen in ihrem Gebiet machen und gemacht haben.
Unsere diesjährige Jahrestagung führte uns Anfang Oktober 2006 nach Bad Schandau in den Nationalpark Sächsische Schweiz. Sandsteinfelsen, skurrile Kiefern, urwüchsige Buchenwälder und tiefeingeschnittene Wildbäche der Sächsischen Schweiz sind seit 1990 als Nationalpark geschützt. Unsere Tagung in Bad Schandau begann mit einer Stadtführung in diesem an der Elbe gelegenen Kurort. Nach dem Übersetzen mit der Elbfähre wurden wir versiert durch den Ortskern mit seinen Sehenswürdigkeiten geführt. Neben der Fahrt mit dem über 100 Jahre alten historischen Personenaufzug Bad Schandaus war vor allem eines besonders eindrücklich: die zahlreichen Markierungen der Gebäude der Stadt, die den Höchststand der „Jahrhundertflut“ der Elbe im August 2002 und der jüngsten Flut im April 2006 anzeigten. Das Wasser stand den Anrainern der Elbe nicht nur „bis zum Hals“, sondern bis zum 1. Stock ihrer Häuser – und höher! Fotoaufnahmen der durch die Flut verursachten Zerstörungen und des anschließenden Wiederaufbaus in der Stadtkirche zeugten vom Ausmaß dieser Naturgewalten – und vom Mut der Bewohner, die allen Umständen zum Trotz an die Arbeit gingen, um ihre Stadt wieder herzurichten! Auf dem im Nationalparkhaus Bad Schandau stattfindenden Begrüßungsabend wurde nach den Grußworten des Landrates des Landkreises Sächsische Schweiz, Michael Geister, und des Bürgermeisters von Bad Schandau, Andreas Eggert, auch über diese Eindrücke lange gesprochen.
Am zweiten Tag wurden wir im Nationalparkhaus vom „Neuen Chor Liederkranz 1993 Bad Schandau und Umgebung e.V.“ mit einer Reihe von heimatlichen Liedern begrüßt, die allen Teilnehmern große Freude machten. Vorsitzender Hans Joachim Röhrs ging in seinem darauf folgenden Kurzbericht auf die Notwendigkeit ein, die Arbeit unseres Vereins auf ein langfristig solides Fundament zu stellen. Vor dem Hintergrund ab dem Jahr 2013 massiv schwindender Fördermittel die Substanz unseres immobilen Vermögens zu sichern, prüfen Vorstand und Geschäftsführung zur Zeit die Möglichkeiten, dieses Vermögen auf unsere Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide zu übertragen. Eine Entscheidung darüber ist aus Sicht des Vorstandes für die Zukunft des VNP von extentieller Bedeutung und wird auf der nächsten Mitgliederversammlung diskutiert werden. Geschäftsführer Mathias Zimmermann ging in seinem Bericht auf die aktuellen und sowohl für den VNP als auch die umliegende Region bedeutsame Erweiterung des Naturparks Lüneburger Heide ein. Der neu gegründete „Verein Naturparkregion Lüneburger Heide e.V.“ habe unter Vorsitz des Bürgermeisters der Samtgemeinde Amelinghausen, Helmut Völker, seine Arbeit aufgenommen. Die Zusammenarbeit zwischen dem neuen Verein und dem VNP sei hervorragend und bewusst eng miteinander verzahnt. Eine von einem Mitarbeiter der Nationalparkwacht geführte Exkursion ging im Anschluss daran in das „Polenztal“ in den Nationalpark. Trotz des einsetzenden Regens waren alle Teilnehmer begeistert von den Eindrücken dieses in der Kernzone des Nationalparks gelegenen Tales: bizarre Felsformationen aus Sandstein faszinierten ebenso wie die mal leise, mal laute „Polenz“ und der das Tal durchziehende Naturwald. Diesen Eindruck verstärkte noch der Rückweg, bei dem auch die Sonne ein Einsehen mit uns hatte.
Der letzte Tag führte uns nach Dresden. Die sächsische Landeshauptstadt präsentierte sich bei herrlichem Wetter von der besten Seite. Nicht nur die Ende letzten Jahres geweihte, mit Spendengeldern aus aller Welt wieder aufgebaute Frauenkirche begeisterte die Teilnehmer: auch die Semper-Oper, der Dresdner Zwinger und die Vielzahl der seit dem Fall der Mauer sanierten historischen Bauten taten ihr übriges. Uns allen wurde nachdrücklich vor Augen geführt, welche ungeheure Aufbauleistung seit der Wende auch in Dresden vollbracht werden konnte. Ein Abstecher zur „Bastei-Brücke“ bei Rathen schloss unsere Jahrestagung ab. Die Eindrücke dieser phantastischen Landschaft mit seiner Vielzahl von Lebensräumen für Pflanzen und Tiere wurden uns auch hier noch einmal vor Augen geführt. Auf diesem Wege sei Frau Stefanie Engelbrecht vom Nationalparkhaus in Bad Schandau herzlich für die hervorragende Begleitung im Vorfeld als auch auf der Jahrestagung selbst gedankt!
Die nächste Jahrestagung wird uns 2007 voraussichtlich in den Nationalpark „Unteres Odertal“ führen.
| VNP-Jahrestagung 2005 in Neukirchen im Nationalpark Hohe Tauern / Österreich - ein Reisebericht |  Unsere diesjährige Jahrestagung führte uns nach Neukirchen. 45 Mitglieder folgten der Einladung, um sich von der Bergwelt im Nationalpark Hohe Tauern begeistern zu lassen. Offizieller Anreisetag war der 17.6.2005, doch viele Tagungsteilnehmer nutzten die Möglichkeit, einige Tage eher anzureisen, um die weite Fahrt nach Österreich für einen entspannten Kurzurlaub zu nutzen. Das Hotel „Steiger“ erwies sich als erstklassige Wahl. Die Zimmer waren gemütlich eingerichtet, das Hotel familiär geführt. Am Begrüßungsabend empfing uns Peter Lindl, Bürgermeister von Neukirchen, nachdem wir am Nachmittag bei einer Führung schon seine schöne Stadt kennen lernen durften.
Unser österreichisches Beiratsmitglied Johann Hirschbichler aus Mittersill begrüßte uns ebenfalls ganz herzlich und so hörten wir von Ferdinand Lainer, dem stellvertretenden Geschäftsführer der Nationalparkverwaltung, einen sehr informativen und reich bebilderten Vortrag über den Nationalpark Hohe Tauern, der uns erahnen ließ, was uns in den darauf folgenden Tagen erwarteten sollte. Bei landestypischen Spezialitäten vom Buffet erlebten wir einen gemütlichen Abend, der Gelegenheit zu vielen interessanten Gesprächen bot. Am nächsten Morgen berichtete unser Vorsitzender Hans Joachim Röhrs aus der Arbeit von Vorstand und Beirat. Geschäftsführer Mathias Zimmermann zeigte Bilder aus verschiedenen Geschäftsbereichen unseres Vereins, die die Arbeit der letzten Monate eindrucksvoll kommentierten. Nach der Tagung begaben wir uns auf eine Exkursion in das Krimmler Achental mit Führung durch Ferdinand Lainer und Johann Hirschbichler. Die unmittelbaren Eindrücke der Bergwelt mit der in diesen Hochlagen betriebenen Almwirtschaft, den in voller Blüte stehenden Almwiesen und den Pinzgauer Kühen gaben Momente, die zum Entspannen von Körper und Geist verhalfen. Spätestens jetzt waren wir „angekommen“. Nach einer kurzen Wanderung erreichten wir das Krimmler Tauernhaus, das seit 600 Jahren als einzige Dauersiedlung im Achental besteht. Auf 1.631 m Seehöhe gelegen, dient das Tauernhaus seit dieser Zeit den Fußreisenden, die hier die Hohen Tauern von Salzburg nach Südtirol überqueren, als Raststätte und Zufluchtsort. Jahrhundertelang waren die Besitzer dieses Hauses verpflichtet, den Saumweg über den Krimmler Tauernpass instand zu halten, arme und mittellose Wanderer zu beherbergen und zu verköstigen und nach Wanderern zu suchen, die sich in den Bergen verirrt hatten. Derartige Außenposten gab es viele in den Bergen. Die Tauernhäuser waren im Mittelalter von den Salzburger Erzbischöfen als staatliche Raststation für den Fernverkehr geschaffen worden. Selbst in der heutigen Zeit mit ihren technischen Errungenschaften ist die oft wichtige und lebensrettende Funktion dieser Häuser nachvollziehbar. Frisch gestärkt mit einem deftigen Mittagessen, konnten wir unserem Bedürfnis nach körperlicher Bewegung durch eine lange Wanderung aus dem Tal heraus nachkommen. Nur durch die Aufrechterhaltung der Beweidung können die Almwiesen mit ihrer einzigartigen Vegetation erhalten werden. Auch in der Kernzone des Nationalparks ist die Aufrechterhaltung dieser historischen Nutzungsformen ein wichtiger Beitrag für den Naturschutz. Am Wegesrand blühten die Alpenrosen und der Tüpfel-Enzian. Am Ende des Krimmler Achentales erwartete uns das grandiose Naturschauspiel der Wassermassen, die über mehrere Kaskaden hinunterstürzen und als die “Krimmler Wasserfälle“ so berühmt machen.
Am Abend konnten wir unsere Erlebnisse bei einem gemütlichen Abendessen austauschen. Am Sonntag starteten wir frühmorgens zu einer Busfahrt in Richtung Großglockner. Unterwegs erklärte uns Johann Hirschbichler die vielseitigen Aufgaben der Österreichischen Bundesforste AG (ÖBf). 1997 wurde der Forstbereich aus dem Bundesbudget ausgegliedert und in eine AG überführt. Im Waldland Österreich spielen die ÖBf eine bedeutende volkswirtschaftliche und gesellschaftliche Rolle. Mit 856.000 ha Gesamtfläche betreuen die Bundesforste ein Zehntel der Staatsfläche und ca 15 % des heimischen Waldes. Mit 1.146 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, einem Gesamtumsatz von 175 Mio. € ist die ÖBf der größte Forstbetrieb und der größte Jagdflächen- und Fischereigewässerinhaber Österreichs. Große Probleme bereitet immer noch der Windwurf durch einen Fön-Sturm im November 2002 und die daraus entstandene Borkenkäferplage im heißen Sommer 2003. Die Holzbergung ist bei diesen topografischen Verhältnissen schwere Arbeit. Per Seil und einer darin befestigten Winde werden die Stämme einzeln zu Tal befördert. Während der Busfahrt konnten wir an zahlreichen Berghängen große Windwurfflächen erkennen. Später zeigte uns Herr Hirschbichler die Holzbergung mit einem Hubschrauber an der Bundesstraße die zum Felbertauerntunnel hinauf führt.
Zwischenzeitlich an der Mautstelle zur Großglocknerstraße angekommen, zeigte sich das Wetter von seiner schönsten Seite. Aus dem Bus heraus konnten wir die Aussicht genießen. Hans Joachim Röhrs erzählte von früheren Ausflügen, dass man als Autofahrer vor 30 Jahren wenig von dieser Aussicht hatte. Die steile Straße mit ihren vielen Kehren erforderte konzentriertes Fahren mit ständiger Beobachtung der Kühlwassertemperatur. Viele Fahrzeuge blieben mit überhitztem Motor liegen. Etwas besser erging es den luftgekühlten Fahrzeugen, wie etwa dem legendären VW Käfer. Auch unser Bus mühte sich spürbar an den steilen Passagen der Strecke, die bis zu 10,2 % Steigung betrugen. Die Großglockner Hochalpenstraße wurde auf Beschluss des Salzburger Landtages von 1930 bis 1935 gebaut. Es wurden 870.000 Kubikmeter Erde und Fels bewegt, 115.750 Kubikmeter Mauerwerk geschaffen, 67 Brücken gebaut. 3.200 Arbeiter leisteten 1,8 Mio. Arbeitsschichten. In den Nachkiegsjahren wurde die Hochalpenstraße umfangreich saniert und verbessert. Nachdem 1971 die Länder Kärnten, Salzburg und Tirol in Heiligenblut die Errichtung des Nationalparks Hohe Tauern vereinbarten, änderten sich auch die Rahmenbedingungen für die Straßenbewirtschaftung. Für die Verwirklichung zahlreicher ökologischer Maßnahmen wurde die „Großglockner Hochalpenstraße AG“ 1991 mit dem „Natur- und Umweltschutzpreis des Landes Salzburg“ ausgezeichnet. Für uns Tagungsteilnehmer war die Fahrt ein eindrucksvolles Ausflugserlebnis. Von der Edelweißspitze (2.571 m) konnten wir bis zu 30 Berge mit mehr als 3.000 m Gipfelhöhe sehen. Ein besonderes Erlebnis war die Beobachtung von jungen Bartgeiern, die in einer Felsnische saßen. Ermöglicht wurde dies durch Mitarbeiter des Nationalparks, die Spektive mit hoher Vergrößerungsleistung so ausgerichtet hatten, dass die Greifvögel in der fast 2 km entfernten Felsnische erkannt werden konnten. Als Auswilderungsprojekt versucht man, den einst in den Alpen weit verbreiteten Brutvogel wieder einzubürgern. Ausgewachsen erreicht diese wohl prächtigste Geierart eine Flügelspannweite von 250-300 cm. Häufiger sieht man den Gänse- oder Weisskopfgeier, der mit einer Flügelspannweite von 250-280 cm ebenfalls eine imposante Erscheinung der Alpen ist. Auch der Steinadler zeigte sich in der Mittagssonne. Im Gebiet der Hohen Tauern dürften heute 15 Paare brüten. Im Besucherzentrum auf der Franz-Josef-Höhe (2.369 m) angekommen, hatten wir einen schönen Blick auf den längsten Gletscher der Ostalpen, die Pasterze, am Fuße von Österreichs höchstem Berg, dem Großglockner (3.798 m). Mit dem Fernglas konnten Bergsteiger auf dem Weg zum Gipfel beobachtet werden. Unterhalb des Gletschers war ein kleines Rudel Steinwild zu sehen, das in der Sonne ruhte. Murmeltiere waren auffällig zutraulich. Sie ließen sich durch die Besucher kaum stören. Leider beachten viele Besucher nicht, dass die Tiere durch Zufüttern aus dem biologischen Gleichgewicht geraten. An ständiges Füttern gewöhnt, fressen sich vor allem die Jungtiere nicht mehr den notwendigen Winterspeck an, der ihr Überleben in der Winterstarre sichern soll, die sie in ihrem Winterbau (Kessel) bei stark reduzierter Lebensfunktion verbringen. In den Winterschlaf fallen die Tiere, wenn die Kesseltemperatur auf 12 Grad C fällt. Dazu wird die Körpertemperatur auf 10 Grad C, die Herzschläge auf ca. 30/min und die Atemzüge auf 2-4 pro Minute gesenkt. Sinkt die Temperatur im Kessel auf unter 5 Grad C, wachen die Tiere auf und ihre Körpertemperatur steigt auf Normaltemperatur (35-36 Grad C) an. Dadurch heizen sie die Kesseltemperatur wieder auf 12 Grad C auf.
Nachdem wir die Aus- und Anblicke auf der Franz-Josef-Höhe reichlich genossen hatten, fuhren wir nach diesem wunderschönen Tag zurück ins Tagungshotel nach Neukirchen. Mit einem gemeinsamen Kaffeetrinken endete der offizielle Teil der Tagung des Vereins Naturschutzpark 2005. Am nächsten Morgen nahmen einige Mitglieder noch die Gelegenheit war, zur Hofrat-Keller-Hütte zu wandern. Dort angekommen, erwartete Helmut Dengg die Wanderer mit einer zünftigen Brotzeit, die bei klarer Bergluft am besten schmeckt. Helmut, vielen Dank dafür!
Die neu gewonnenen oder wieder aufgefrischten Eindrücke zeigten deutlich den Wert unserer Arbeit in den Hohen Tauern. Die Flächen unseres Vereins gaben historisch gesehen den Ursprung der Naturschutzbewegung im heutigen Nationalpark. Dieses Engagement ist auch in der Zukunft wichtig. Viele Vereinsmitglieder kennen unsere Berghütten im Ober- und Untersulzbachtal, die sich baulich, dank der unermüdlichen Arbeit von Familie Dengg und der Spendenbereitschaft unserer Mitglieder, in einem sehr guten Zustand befinden und zu einem Besuch einladen. Wir bedanken uns bei Ferdinand Lainer und Johann Hirschbichler für das ausgezeichnete Programm und die Führung in diesen Tagen. Wir denken noch gern an unseren Aufenthalt bei Euch zurück.
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