Hohe Tauern
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Naturbadesee an der Hofrat-Keller-Hütte |  Die Folgen der Klimaerwärmung werden auch im alpinen Lebensraum immer deutlicher sichtbar...
Am 29. Oktober 2005 bekamen wir Post von Helmut Dengg. Was sich zunächst als spaßiger Bericht anhörte, waren die Anzeichen einer bevorstehenden Naturkatastrophe im Obersulzbachtal. Unterhalb des 2903 Meter hohen Sattelkars sind vor zwei Monaten etwa 100.000 Kubikmeter Geröll in Bewegung geraten. Etwa ein Zehntel davon ist bereits zu Tal gestürzt, Gesteinsmuren haben die Fahrstraße verschüttet sowie den Oberlauf des Baches verlegt. Die Ache, der Gebirgsbach, der an der Hofrat-Keller-Hütte vorbeifließt, trägt seit diesem Zeitpunkt deutlich sichtbar Sand und Erdreich mit sich fort. In Neukirchen fließt das sonst so klare Gebirgswasser schmutzig-braun in die Salzach. Wie man auf dem Foto sieht, spielt sich das geschehen etwa 400 m vor der Hofrat-Keller-Hütte ab. Es besteht eine große Steinschlaggefahr. Durch die Muren ist der Fahrverkehr zu unserer und den höher gelegenen Hütten unmöglich geworden. Alles muss zurzeit hoch getragen werden. Was ist dort geschehen?
Die Gesteinsmassen waren bisher durch eine "Permafrost" genannte Erscheinung an den Berg gekittet. Die in den vergangenen Jahrzehnten gestiegenen jährlichen Durchschnittstemperaturen sowie niederschlagsreiche Sommer machten die Felsen zu Geröll. Der Permafrost, die vermeintlich "dauerhaft" gefrorene oberste Bodenschicht, weicht auf. Diese Folgen sind in der alpinen Bergwelt bekannt. Deshalb war vor vier Jahren auch der Untergrund des 3106 Meter hohen Sonnblick-Observatoriums in Rauris instabil geworden. Die Gipfelsanierung dauerte drei Jahre und kostete 500.000 Euro. Zwischenzeitlich hat sich auch der landesgeologische Dienst in Salzburg mit dem Fall „Obersulzbachtal“ befasst. „Baumaßnahmen werden unausweichlich sein, denn der Fahrweg hat eine große wirtschaftliche Bedeutung“, bestätigte der zuständige Mitarbeiter des landesgeologischen Dienstes Gerald Valentin. Der Weg erschließt bekanntlich zwei Almen und drei Hütten: Postalm (1699 m), Hofrat-Keller-Hütte (1740 m) und Kürsingerhütte (2558 m). Und dies sind Ausgangsstationen für Großvenediger-Bergsteiger auf den 3674 Meter hohen Venediger. Die Touren gehören zu den bekanntesten touristischen Attraktionen der Region. Laut Valentin können die Felsstürze vom Sattelkar noch mehrere Jahre andauern. Die Salzburger Nachrichten berichteten in ihrer Ausgabe am 2.11.2005: Bei einer Ortsbesichtigung am letzten Oktober-Sonntag ergab sich folgende Situation: Zirka einen Kilometer vom Ereignisort entfernt sind Staubwolken zu sehen, die sich über den steilen Hang ziehen. Immer wieder erschüttert dumpfes Poltern das Tal. Etwa 300 Meter vor dem Murenkegel blockiert ein Scherengitter samt Fahrverbotsschild den Weg. Dort ist das Donnern mitunter im Minutentakt zu hören; es sind Felsbrocken, die sich aus etwa 2500 Metern Höhe gelöst haben und zu Tal stürzen. Die Steine zerschellen auf der Geröllhalde. Gefahr für Ausflügler besteht nicht: Für sie gibt es auf der gegenüberliegenden Hangseite einen Ersatzweg. Das Land Salzburg gewährte der Weggenossenschaft dabei Unterstützung. Kompliziert bleibt die Lage jedoch für den Fahrzeugverkehr. Valentin: "Nur unbedingt notwendige Wirtschaftsfahrten durften bei Schönwetter durchgeführt werden." Valentin und sein Kollege Rainer Braunstingl arbeiten an Varianten, wie die kritische Situation künftig gehandhabt werden soll. Dabei sei das Kosten-Nutzen-Verhältnis zu berücksichtigen. Technisch möglich sei etwa die Verlegung der Zufahrtsstraße oder die Errichtung von Schutzdämmen.
Ernst Pichler, dem Obmann der Weggenossenschaft und Betreiber der Postalm, bereitet der Permafrost-Aufbruch noch immer große Sorgen. Fast täglich musste er ab Ende August die Zufahrtsstraße räumen lassen, ein Beobachter mit Funkgerät sicherte den Baggerfahrer. Für Alpintouristen stellen die Felsstürze ein spektakuläres Naturschauspiel dar. Postalm-Wirt Pichler nahm die Ereignisse anders wahr: "Es is uns allen schiach worden, weil wir alle viel Herzblut in unsere Gebäude investiert haben. Ein Riesenglück war halt, dass niemandem etwas passiert ist." Anfang Dezember wird die Weggenossenschaft mit den Verantwortlichen des Landes die weitere Vorgangsweise besprechen. Laut Pichler könnte im kommenden Frühjahr eine Ersatzstraße auf der ungefährdeten, gegenüberliegenden Hangseite errichtet werden. Der Wegeabschnitt würde auf einer Länge von 1 km auf dem Gebiet des Vereins Naturschutzpark verlaufen und ca. 200 m vor der Hofrat-Keller-Hütte auf die ursprüngliche Trasse zurückfinden. Vorstand und Geschäftsführung haben grundsätzlich ihre Zustimmung dazu erteilt, weil die Wiederherstellung im öffentlichen Interesse liegt und eine andere Lösung nicht greifbar erscheint. Aufgrund der Schadenssituation teilt der Verein Naturschutzpark die getroffene Einschätzung, dass eine betriebssichere Verlegung der Fahrstraße auf die andere Seite unumgänglich ist. Verhandelt wird derzeit noch mit dem Katastrophenreferenten des Landes Salzburg um die notwendige finanzielle Unterstützung der Baumaßnahme als Katastrophenhilfe.
Der Verein Naturschutzpark bedankt sich bei allen Beteiligten für die erheblichen Mühen, die die Beseitigung der Schadenlage erfordert. Wir hoffen, dass für die Saison 2006 wieder eine gesicherte Erschließung besteht.
| Vertragsunterzeichnung zwischen dem Nationalpark Hohe Tauern und dem Verein Naturschutzpark e.V. (VNP) |  Landesrätin Doraja Eberle und Vorsitzender Hans Joachim Röhrs unterzeichnen Mitte des Jahres 2004 einen Naturschutzvertrag für den Nationalpark Hohe Tauern. Die internationale Anerkennung für den Nationalpark Hohe Tauern wird immer realistischer, freut sich Landesrätin Doraja Eberle anlässlich der Unterzeichnung weiterer Naturschutzvereinbarungen mit Grundeigentümern im Nationalpark Hohe Tauern.
Am 30.11.2004 bringt der Verein Naturschutzpark e.V. 2.360 ha Grundfläche in den Nationalpark ein. Damit sind bereits 26.000 ha der angepeilten 40.000 ha Naturzone unter Vertrag. Für die Anerkennung des Nationalparks Hohe Tauern durch die internationale Naturschutzorganisation IUCN (International Union for Conservation of Nature und Natural Resources), welche weltweit die Anerkennung von Nationalparks ausspricht, ist es erforderlich, 75 % der Kernzone des Nationalparks vollkommen außer Nutzung zu stellen. Dies soll nicht hoheitlich, sondern im Wege des Vertragsnaturschutzes geschehen, berichtet Landesrätin Doraja Eberle.
Der Verein Naturschutzpark e.V. wurde 1909 in München mit dem Ziel gegründet, im Alpenraum, in den deutschen Mittelgebirgen und der norddeutschen Tiefebene großflächige Grundstücke zu erwerben, um Naturschutzparke mit einzigartigen Naturlandschaften einrichten zu können. So wurden bereits 1913 Grundflächen im Stubach- und Felbertal angekauft. In den 40er und 50er Jahren kamen Gebiete im Unter- und Obersulzbachtal hinzu, welche schon 1991 in ein Sonderschutzgebiet „Inneres Untersulzbachtal“ eingebracht wurden. Im gesamten Nationalpark besitzt der Verein Naturschutzpark 3.500 ha, wovon nunmehr 2.360 ha in einer Vereinbarung unter Vertragsnaturschutz genommen worden sind. Landesrätin Eberle sowie Hofrat Kremser (Leiter des Nationalparks), Dipl.-Ing. Lainer und Ing. Lerch aus dem Nationalpark Hohe Tauern freuen sich mit dem Vorsitzenden Hans Joachim Röhrs und Geschäftsführer Mathias Zimmermann des Vereins Naturschutzpark über die geschlossene Vereinbarung und über den eingeschlagenen gemeinsamen Weg, die internationale Anerkennung für den Nationalpark Hohe Tauern zu erreichen.
Landesrätin Eberle sagte überzeugend: “Für mich ist der eingeschlagene Weg, die internationale Anerkennung nicht mit gesetzlichen Einschränkungen, sondern im Wege privatrechtlicher Vereinbarungen mit den Grundeigentümern zu erreichen, der einzig wirklich nachhaltige und Erfolg versprechende Weg – das braucht zwar etwas mehr Zeit – schafft aber andererseits Vertrauen und die Basis für künftige Kooperationen“.
Das Foto zeigt (v.l.n.r.) Hans Joachim Röhrs, Hofrat Kremser, Landesrätin Eberle und Mathias Zimmermann
| Entwicklung des Verein Naturschutzpark e.V. (VNP) im Oberpinzgau in den Hohen Tauern von 1973 bis 2003 |  Als konsequente Fortsetzung des Leitgedankens des VNP in Richtung eines länderübergreifenden Parkes, folgte in Richtung Umsetzung dieser Idee für eine Gründung des Nationalparks Hohe Tauern bereits im Juli 1973 eine Besprechung auf Initiative von Dr. Kurt Conrad. Dabei wurde ein von Seiten des VNP ausgearbeiteter Planungsbeitrag (Landschaftsplan) zum Nationalpark von Dr. Buchwald (Hannover) diskutiert.
Nach langwierigen und zähen Verhandlungen, welche auch von einigen Rückschlägen begleitet waren, wurde im Jahre 1984 der Nationalpark Hohe Tauern durch Beschluss der Salzburger Landesregierung gegründet. Im § 2 des Nationalparkgesetzes sind die Zielsetzungen dieses Parks festgehalten, die man als eine Übernahme des Gedankengutes von Dr. Prinzinger verstehen kann. Diese beinhalten den Schutz der durch ihre charakteristischen Geländeformen und ihre Tier- und Pflanzenwelt für Österreich repräsentativen Landschaft der Hohen Tauern, die zum Wohle der Bevölkerung, zum Nutzen der Wissenschaft und zur Förderung der Wirtschaft zu erhalten ist. Die Flächen des VNP im Stubach- und Felbertal waren für den Nationalpark nicht geeignet, da in diesen eine energetische Nutzung der Gewässer erfolgt bzw. im Amertal die Transalpine Ölleitung verläuft. Von Seiten des Vereins wurden ca. 1.577 Hektar in die Kernzone sowie weitere ca. 1.643 Hektar in das Sonderschutzgebiet Untersulzbachtal in den Nationalpark Hohe Tauern eingebracht. Diese Flächen liegen alle im Bereich des Ober- bzw. Untersulzbachtales in der Gemeinde Neukirchen am Großvenediger. Somit wurden die Flächen entsprechend den Satzungen des Vereins als Grundstock für einen Alpenpark Hohe Tauern zur Verfügung gestellt und der Gedanke der Vereinsgründer in die Realität umgesetzt.
Die Kernzone umfasst im Nationalpark gelegene Gebiete, die sich durch völlige oder weitgehende Ursprünglichkeit auszeichnen und in denen der Schutz der Natur in ihrer Ganzheit im öffentlichen Interesse liegt. Die Grenzen der Kernzonen wurden durch Verordnung der Landesregierung festgelegt. In der Kernzone ist jeder Eingriff in die Natur und in den Naturhaushalt sowie jede Beeinträchtigung des Landschaftsbildes untersagt. Es ist aber weiterhin eine zeitgemäße Almwirtschaft gestattet. Als forstliche Maßnahmen können weiterhin plenterartige Eingriffe, Einzelstammentnahme und Schadholzaufarbeitung sowie in deren Rahmen die Ausübung bestehender Einforstungsrechte und die Deckung des Eigenbedarfes der Almwirtschaft erfolgen. Eine jagdliche Nutzung nach ökologischen Gesichtspunkten, so wie diese im Salzburger Jagdgesetz festgehalten wurde, kann nach wie vor erfolgen.
Zusätzlich erklärte die Landesregierung besonders wertvolle Gebiete per Verordnung zu Sonderschutzgebieten. Hiezu ist allerdings die ausdrückliche Zustimmung des Grundeigentümers erforderlich. In diesen Gebieten wurde jeder Eingriff in die Natur und Landschaft untersagt. Zur Ausweisung eines Sonderschutzgebietes im Untersulzbachtal, fanden am 22.10.1984 erste Gespräche mit den Vertretern des VNP statt. Von Seiten des Vereins wurde vom Vorstand der Ausweisung des Sonderschutzgebietes im Bereich des Vereinsbesitzes im Oktober 1991 zugestimmt. Die dafür notwendige Vereinbarung wurde durch Herrn Fritz Kellinghusen als Vorsitzender des Verein Naturschutzpark sowie dessen Stellvertreter, Staatsminister a.D. Dr. Dieter Deneke und Landeshauptmann Dr. Hans Katschthaler von Seiten der Salzburger Landesregierung am 9.12.1991 feierlich in Salzburg unterzeichnet.
Durch § 16 des Nationalparkgesetzes wurde die Mitgliedschaft des VNP im sogenannten Fondsbeirat des Nationalparks geregelt. Diesem obliegt die Beratung des Entwurfes der Geschäftsordnung, zu allfälligen Arbeitsprogrammen, die Abgabe von Empfehlungen und die Stellungnahme zu langfristigen wichtigen Förderungsvorhaben, weiters die Beratung der Richtlinien für die Förderungsvergabe sowie der Förderungskonzepte für die Nationalparkregion u.a.
Die Entwicklung des Nationalparks Hohe Tauern geht aber weiter – in die Richtung einer Anerkennungen nach IUCN II (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources) sowie durch die Einleitung eines Bewerbungsverfahren bei der UNESCO, in der die Kernzone als Welterbestätte nominiert werden soll. Diese Bewerbungen betonen die Naturphänomene der Kernzone: Das geologische „Tauernfenster“, die Vielfalt der Gletscher und glaziologische Erscheinungen, die Glet-scherbäche, Bergseen sowie Besonderheiten der Tier- und Pflanzenwelt.
Um den Besitz des Vereins im Pinzgau im Ober- und Untersulzbachtal zu konzentrieren (Voraussetzung für die Gründung eines Alpenparks Hohe Tauern) wurden bereits 1926/27 erste Gespräche bezüglich eines Tausches bzw. Kaufes von Grundflä-chen mit den Österreichischen Bundesforsten (ÖBf) geführt. Erstmals wurde am 19.1.1958 konkret ein Flächentausch sowie eine Arrondierung von Seiten des VNP durch Dr. Hanke beantragt. Der Tausch scheiterte damals am Einspruch der Ge-meinde Neukirchen, die unbedingt eine Veräußerung des Großvenedigers an „das Ausland“ verhindern wollte. Befürchtet wurde, dass der Tausch mit einem „Verlust der Identität Österreichs“ verbunden sei. Nach mehreren Einsprüchen wurden in der Folge, obwohl man sich bereits darauf geeinigt hatte, rund 300 Hektar der Gipfelregion des Großvenedigers als ÖBf-Eigentum zu belassen, die Tauschverhandlungen wieder unterbrochen. Danach wurden immer wieder Initiativen zur Weiterführung des Tausches bzw. der Arrondierung unternommen, welche aber nur mit geringem Erfolg bedacht waren. 1978 wurden die Verhandlungen zwischen dem Verein und den ÖBf neuerlich aufgenommen. Im Jahre 1980 wurden die Tauschverhandlungen konkret und es erfolgte eine Bewertung der Flächen durch die Bundesforste (OFR DI Becke). In der darauf folgenden Zeit wurden mehrere Tauschvarianten durchgespielt – wobei eigentlich nur die oben erwähnte, mit der Einbeziehung des Großvenedigers, als nicht umsetzbar betrachtet werden musste. Im Verlauf der weiteren Verhandlungen zeigte sich, dass die grundsätzliche Bereitschaft des VNP bestand, eine wesentlich verkleinerte ÖBf-Tauschfläche, verbunden mit einer Aufzahlung zu akzeptieren. Am 20.4.1998 wurden die endgültigen Flächen die zum Tausch bzw. Kauf anstanden, festgelegt. Am 17.8.1998 wurde die Bewertung der Flächen von beiden Seiten ak-zeptiert. Am 9.9.1998 wurde von Seiten des VNP mitgeteilt, dass der Vorstand des VNP der geplanten Grundtransaktion zustimmt, von Seiten der Bundesforste wurde am 11. Dezember 1998 die Transaktion durch den Aufsichtsrat der ÖBf AG geneh-migt. Die Unterfertigung des Kauf- und Tauschvertrages erfolgte am 16.3.1999 in Mittersill durch Dr. Jüttner (VNP) und Dr. Uher (ÖBf).
Damit verbunden war ein Tausch der VNP-Flächen des Amertales (Amertlaer Öd) und Untersulzbachtales (Krautgarten und Neubergmähder) gegen die ÖBf-Flächen im Obersulzbachtal mit dem Schneefluchtwald (Schutzwald mit hohem Zirbenanteil; naturwissenschaftlich hoch interessant als ausgewiesenes Naturwaldreservat) und im Untersulzbachtal mit dem Wieseggwald. Dabei kamen vom VNP an die ÖBf ca. 555 Hektar, von den ÖBf an den VNP ca. 157 Hektar. Durch den Verkauf der VNP-Flächen im Stubachtal kamen ca. 710 Hektar zu einem Wert von ca. EUR 1,06 Millionen an die ÖBf. Der Erlös, welchen der VNP aus dem Verkauf der Flächen erzielte, fand für den Ankauf von ökologisch wertvollen Flächen im Interesse des Naturschutzes durch den VNP im Heideland Verwendung. Durch das Kauf- bzw. Tauschge-schäft wurden die Bewirtschaftungsverhältnisse aller betroffenen sowie angrenzenden Grundstücke des Vereines und der ÖBf wesentlich verbessert. Der Anteil des Fischereirechtes an der Stubach wurde an die Fischereigemeinschaft Stubach (bisherige Miteigentümer) verkauft.
Nicht unerwähnt soll bleiben, dass im Bereich des Amertales im Bereich Rettenkar eine Fläche von ca. 25 Hektar aus dem Besitz des VNP nach längerem Rechtsstreit laut Urteil des Oberlandesgerichtes Linz vom 30. Juni 1986 der Schachernalm (urkundlich Schmiedbauernalpe) aus dem Titel der Ersitzung zugesprochen wurde.
Um die Artenvielfalt der Tierwelt in den Hohen Tauern zu bereichern, erfolgte auf Initiative des Vereins im Jahr 1977 erneut nach den Einbürgerungsversuchen von 1963 eine Wiedereinbürgerung des Steinwildes unter der jagdlichen Leitung des zuständigen Revieroberjägers Hans Dengg (Berufsjäger 1959-1990). Als Erfolg daraus konnte im Jahr 2002 erstmalig ein Steinbock durch Revierjäger Helmut Dengg (seit 1978 als Berufsjäger tätig) erlegt werden. Davor und danach musste man leider immer wieder Steinwild auf Grund von Räudebefall erlegen. Zur Verbesserung des vorhandenen Gebäudebestandes erfolgte unter anderem von 1986 bis 1989 eine Generalsanierung der Untersulzbachhütte durch die beiden Jäger Hans und Helmut Dengg.
Geprägt wurden die Aktivitäten des Vereins in der Zeit von 1973 bis 2003 durch die Vertreter des VNP (Dr. Eberhard Jüttner, Hans Dengg) sowie den Vertreter der Österreichischen Bundesforste (OFR DI Reinhard Gollner), welche unermüdlich die Geschicke des Vereins im Sinne des Gründers Dr. August Prinzinger lenkten.
| Haben Sie Ihren Urlaub schon gebucht? |  Die "Hofrat-Keller-Hütte" im Nationalpark Hohe Tauern eignet sich hervorragend für einen Urlaub der ganz besonderen Art: Zwei 2-Bett-Zimmer, sechs 3-Bett-Zimmer, drei 4-Bett-Zimmer und zwei große Aufenthaltsräume bieten sich besonders auch für Gruppen an.
Besonders reizvoll dürfte die Hütte des Verein Naturschutzpark e.V. deshalb auch für Schulklassenfahrten sein. Wann haben Schüler und Lehrer schon einmal die Möglichkeit, zu vertretbaren Kosten mitten in der Bergwelt der Hohen Tauern zu übernachten, dort ein paar Tage zu leben, auf einem Holzfeuer zu kochen und mit Holz zu heizen. Hier entdeckt man noch das Ursprüngliche, das in unserer hoch technisierten Welt schon in Vergessenheit geraten ist und den Jugendlichen wieder näher gebracht werden kann. Wanderungen in die nähere Umgebung bieten sich an.
Damit es nicht zu abenteuerlich wird, kümmert sich unser Verwalter Helmut Dengg um alle organisatorischen Fragen und Planungen. Seine Adresse lautet: Helmut Dengg, Sulzau-Mittergasse 65, A-5741 Neukirchen am Großvenediger (Tel.: 0043-664 / 2143215, Fax: 0043-6565 / 21487, Mailadresse: helmut.dengg@aon.at).
Übernachtungspreise pro Person / Nacht: VNP-Mitglieder: 4,00 € Sonst: 8,00 € Gruppe ab 8 Pers.: 5,00 € Schülergruppen: 4,00 € Kinder bis 16 Jahren: frei
Gepäcktransport: pro Person: 5,20 € Gruppenpauschale: 25,50 €
Alles Weitere von unserem Helmut aus Österreich!
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