VNP - Hüter der Heide

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Landschaftspflegehof Tütsberg

Buchweizenfeld am Tütsberg

Landschaftspflege nach Bioland-Richtlinien

Unsere Lage

Der Landschaftspflegehof Tütsberg ist der landwirtschaftliche Betrieb der Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide. Hof Tütsberg liegt in Mitten des Naturschutzgebietes Lüneburger Heide. Sie erreichen Hof Tütsberg bequem über die A7 oder die B3 in rund einer Stunde Fahrzeit von Hamburg, Hannover oder Bremen aus. Direkt am Hofgelände befindet sich ein Wanderparkplatz von dem aus Sie das Hofgelände und die angrenzende Heidelandschaft erkunden können.

Betriebsstruktur

Hof Tütsberg beherbergt Verwaltung und Betriebshof des VNP-Landschaftspflegehofes. Auf dem Hofgelände befindet sich auch eine von insgesamt sechs Schäfereien des VNP.

Ziele des Landschaftspflegehofes sind die umweltschonende Bewirtschaftung der stiftungseigenen landwirtschaftlichen Nutzflächen und die Pflege der ausgedehnten Heideflächen durch Beweidung mit Heidschnucken, Ziegen, Rindern und Pferden.

Der Landschaftspflegehof bewirtschaftet ca. 420 ha Ackerflächen und rund 400 ha Grünland ökologisch nach den Richtlinien des Anbauverbandes Bioland.Hof Tütsberg ist außerdem Demonstrationsbetrieb für ökologischen Landbau und besonders der Öffentlichkeitsarbeit verpflichtet.

Neben Ackerbau und Grünlandbewirtschaftung werden ca. 4.300 ha Heide und Magerrasen und 35 ha Karpfenteiche gepflegt.

Auf einigen ausgewählten Flächen wird die historische Heidebauernwirtschaft nachgeahmt. Im Sinne eines lebendigen Museums werden so alte Kulturpflanzenarten und -sorten für die Nachwelt sowie seltene und vom Aussterben bedrohte Ackerwildkräuter erhalten.

 

 

Unsere Photovoltaikanlage dient zur Stromversorgung
Buchweizenernte
Saathohlzahn (Galeopsis segetum) in Tütsberger Feldern

Tütsberger Buchweizen

Anders als sein Name es andeutet ist der Buchweizen kein Getreide, sondern eine alte Nutz- und Heilpflanze aus der Familie der Knöterichgewächse wie Rhabarber und der Sauerampfer. Aus einem rötlich gefärbten Stängel treiben gestielte herzförmig Blätter und weiße bzw. rosarote Blüten. In jeder Blüte reift eine dreikantige Frucht, die wie eine kleine Buchecker aussieht. Dies gab ihr den Namen „Buchweizen“. Die kleinen Früchte sind mehlhaltig und können so wie Getreide zu Mehl gemahlen werden.

Der Buchweizen ist wohl eine der am schnellsten wachsenden Mehlfrüchte überhaupt, denn er ist an die kurzen Sommer Zentral- und Ostasiens angepasst. Innerhalb von 10 - 12 Wochen kommt es nach zur Aussaat zur Reife. Wegen seiner Kälteempfindlichkeit kann er nur als Sommerfrucht angebaut werden.

Als besonders genügsame Pflanze ist Buchweizen ideal zum Anbau auf den armen Heide- und Moorböden Norddeutschlands. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde er die Alltagsspeise der einfachen Landbevölkerung in der Lüneburger Heide. In Form von Grütze, Klößen und vor allem als Zutat für Pfannkuchen hatte er sich einen festen Platz in der Küche erobert. Mit dem Aufkommen der Kartoffel in der Mitte des 18. Jahrhunderts verlor der Buchweizen mehr und mehr an Bedeutung.

Buchweizenfelder im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide finden Sie im Umfeld von Wilsede oder beim Landschaftspflegehof Tütsberg.

Buchweizenpflanze mit den dreikantigen Früchten

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Tütsberger Erlebnispunkte

Rund um den Tütsberg und auf dem Hofgelände finden Sie unsere Tütsberger Erlebnispunkte. Hier finden Sie z.B. Informationen zu unserer Heidschnuckenherde, den Hofgehölzen und zur Hofgeschichte. Im Innenhof sollten Sie auch die Getreidehitparade besuchen.

Die "Tütsberger Erlebnispunkte" wurden im Jahr 2010 mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung sowie aus "Natur erleben" des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt und Klimaschutz gefördert.

Einweihung der "Tütsberger Erlebnispunkte" im Oktober 2010
 

Tierhaltung

Heidschnucken und Ziegen

Zum Landschaftspflegehof Tütsberg gehören sechs Schaf- und eine Ziegenherde. Rund 2.200 Mutterschafe der Rasse „Graue gehörnte Heidschnucke“ und 300 Ziegen werden täglich von den zwölf Schäferinnen und Schäfern des Landschaftspflegehofes im Naturschutzgebiet gehütet.

In der Tütsberger Herde weiden Heidschnucken und Ziegen zusammen
Im Tütsberger Heidschnuckenstall
 

Dülmener Pferde und Wilseder Rote Rinder

Zur Landschaftspflege setzt der VNP auch Rinder und Pferde ein, die ganzjährig auf Grünlandflächen weiden.

 

Tierbestand: (Dezember2014)

Wilseder Rote Rinder

: 1 Mutterkuhherde mit rund 30 Kühen (Highland-Shorthorn-Kreuzungen, genannt "Wilseder Rote")
: 1 Färsenherde mit rund 10 Färsen

Dülmener Pferde

: 1 Hengstherde mit 2 gekörten Deckhengsten und Junghengsten
: 1-2 Stutenherden mit rund 20 Stuten
: 4 Fohlen

Der Bestand der Dülmener Pferde geht derzeit bundesweit zurück. Die Rasse steht auf der Roten Liste in der Kategorie 1 "extrem gefährdet". Außerhalb des Merfelder Bruchs gibt es nur noch 55 eingetragene Zuchttiere, davon 10 im Eigentum des VNP.

Weideflächen der Tiere befinden sich am Radenbach, der Schmalen Aue, bei Hörpel und am Hof Tütsberg. Wandern Sie doch mal vorbei...

Wilseder Rote Rinder
Dülmener Pferde am Tütsberg

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