VNP - Hüter der Heide

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Seit vielen Jahren ist der VNP Partner für Forschungsprojekte im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide.

Einige der aktuell laufenden Projekte sollen hier vorgestellt werden.


Verbundprojekt: Projekt zum Schutz des Birkhuhns im Naturschutzgebiet „Lüneburger Heide“

Projektträger: VNP Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide

Projektpartner:
Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz
Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Landesjägerschaft Niedersachsen e.V.
Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN)
Niedersächsisches Forstamt Sellhorn (NFA Sellhorn)

 

Das Projekt zum Schutz des Birkhuhns im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide befindet sich mittlerweile im zwölften Jahr der Projektlaufzeit und ist als erfolgreiches Umsetzungsprojekt weit über das Naturschutzgebiet Lüneburger Heide bekannt. Die Finanzierung der Stelle eines Berufsjägers erfolgt weiterhin durch das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung bzw. die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. im Rahmen der Jagdabgabe und anteilig auch durch die Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide selbst.

Die Landschaftspflegemaßnahmen zur Lebensraumverbesserung und Lebensraumvernetzung werden durch das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz gefördert.

Das Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) aus Hannover setzte auch im Jahr 2016 das Birkhuhn-Forschungsprojekt im Naturschutzgebiet „Lüneburger Heide“ in enger Zusammenarbeit mit dem VNP fort.

Im Jahr 2016 wurden bei der Balz im Frühling weniger Birkhühner gezählt als im Vorjahr. Die Zahl der Vögel sank um 8 Individuen auf 45 Birkhühner. Die abnehmende Entwicklung verlief, anders als im Vorjahr, bei den Geschlechtern gleich. Die Anzahl der Birkhähne sank um 4 Vögel, die Anzahl der Birkhennen sank ebenfalls um 4 Individuen.

Die Projektsäule Prädatorenbejagung stellt neben den Säulen Monitoring und Landschaftspflege eine erfolgreiche Maßnahme, zum Erhalt der Birkhuhnpopulation dar.

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Minderung der Barrierewirkung von Agrarflächen mittels halboffener Verbundkorridore

Projektlaufzeit: Juli 2016 - Juni 2019

Projektleitung: Leuphana Universität Lüneburg, Institut für Ökologie
Projektpartner: Christian Cohrs, Christian Cordes, Christoph Hagen, Eckhard Irrgang (alles Landwirte der Region)

Das Projekt wird gefördert vom Bundesamt für Naturschutz (BfN)

 

Mit steigendem Energiebedarf wachsen in den kommenden Jahren zugleich die Herausforderungen, neue Formen einer nachhaltigen Energieerzeugung zu entwickeln, um (u.a.) der Emission von Treibhausgasen wie auch dem Verbrauch begrenzter Ressourcen an fossilen Energieträgern entgegen-zuwirken. Als eine mögliche Form der nachhaltigen Erzeugung von Energie wird dabei die Produktion von Biomasse diskutiert, welche auf biochemisch-mikrobiellem Wege wiederum Biogas oder andere Energieträger (z.B. Ethanol, Öle) zur Verfügung stellen würde. Somit nahm in den vergangenen Jahren der Anbau von sogenannten „Energiepflanzen“ kontinuierlich zu.

Allerdings hat die agrarische Bereitstellung nachwachsender Rohstoffe für Energiezwecke – neben dem Bedarf einer Steigerung der Nahrungsmittelproduktion – zur Folge, dass sich der Nutzungsdruck auf landwirtschaftliche Nutzflächen kontinuierlich erhöht. Werden zusätzliche Flächen landwirtschaftlich genutzt oder die Nutzung auf bestehenden Agrarflächen intensiviert, birgt dies zugleich auch verschiedene Risiken, so zum Beispiel ein weiterhin voranschreitender Verlust an Biodiversität, eine Auswaschung von Nährstoffen (z.B. Nitrat) in das Grundwasser, eine Zehrung von Humus im Bodenkörper oder eine Emission klimawirksamer Gase (z.B. Lachgas) aus entsprechenden Agrarflächen.

Alleine im Bundesgebiet wurden im Zeitraum von 2003 bis 2008 etwa vier Prozent der Grünlandfläche in Agrarfläche umgewandelt, u.a. als Folge eines intensivierten Anbaus von Energiepflanzen. Diese Intensivierungen der Landwirtschaft hat auch für Agrarökosysteme problematische Folgen, z.B. eine Verengung von Fruchtfolgen, Monokulturen, Entnahme ökologisch funktionaler Biomasse und verstärkter Pestizideinsatz.

In diesem, vom Bundesamt für Naturschutz finanzierten Projekt wird untersucht, ob "Blühstreifen-Programme" die mit Energiepflanzen-Äckern einhergehenden negativen Folgen zumindest teilweise kompensieren können. Untersucht wird konkret, ob Blühstreifen eine Ansiedlung und Ausbreitung von Arten angrenzender (extensiver) Offenlandschaften erlauben und Blühstreifen zugleich einem lateralen Nährstofftransport und einer damit einhergehenden Eutrophierung der an Energiepflanzen-Äcker angrenzenden Offenlandschaften entgegenwirken können.

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