Aktuelles aus der Arbeit des Verein Naturschutzpark e.V. (VNP)...
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Gute Heideblüte im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide erwartet... |  Im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide beginnt trotz der Trockenheit der letzten Wochen bereits vereinzelt die Heideblüte. Die Glocken- oder Moorheide blüht bereits, die Besenheide wird ihr mit zunehmender Intensität in den kommenden Tagen folgen. Voraussetzung für die zu erwartende gute Heideblüte sind jedoch ergiebige Regenfälle. Die Kernblüte der Besenheide wird erfahrungsgemäss in der Zeit zwischen dem 8. August und Anfang September erwartet.
Knapp 5.000 ha Heideflächen liegen zwischen Schneverdingen und Egestorf, Hanstedt und Behringen. Ein Wegenetz von 400 km Wander- und 300 km Reitwegen laden dazu ein, das einmalige Ereignis der Heideblüte zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit Pferd oder Kutsche zu erleben.
Ein sehr schöner Wanderweg führt vom Parkplatz Niederhaverbeck über Heidetal zum Wilseder Berg, der mit 169,2 m die höchste Erhebung im norddeutschen Tiefland darstellt. Von dort hat man einen weiten Rundblick und kann bei sehr klarem Wetter sogar den Hamburger Michel erkennen. Auch Wilsede, im Herzen des Naturschutzgebietes, ist einen Ausflug wert. Unter alten Eichen und Buchen ruhen die alten Heidehäuser, umgeben von Steinmauern aus Findlingen. In Wilsede befindet sich auch das Heidemuseum „Dat ole Hus“. Dieses alte Haus wurde 1907 von Hanstedt nach Wilsede versetzt. Hier erfährt der Besucher, wie ein Bauernhof zur Zeit der Heidebauernwirtschaft eingerichtet war und wie die Menschen dort lebten. Das Museum ist in der Saison täglich von 10.00 bis 16.00 Uhr zu besichtigen. Neu in Wilsede zu sehen ist darüber hinaus im Ausstellungs-Schafstall auf dem "Emhoff" eine Ausstellung zum Ankauf des Wilseder Berges vor genau 100 Jahren sowie zum 150. Geburtstag von Pastor Wilhelm Bode - dem Initiator des Grunderwerbs.
| Was Pastor Wilhelm Bode, der Wilseder Berg und Carl-Friedrich Gauß gemeinsam haben... |  Anlässlich des 150. Geburtstages von Pastor Wilhelm Bode und des vor 100 Jahren vollzogenen Ankaufs des Wilseder Berges im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide für den Verein Naturschutzpark e.V. (VNP) durch Pastor Bode wurde im Ausstellungs-Schafstall auf dem "Emhoff" in Wilsede eine neue Ausstellung eröffnet. Weitere Schwerpunkte der neuen Ausstellung sind die Landesvermessung im damaligen Königreich Hannover durch Carl-Friedrich Gauß sowie die Veränderung des Landschaftsbildes in der Lüneburger Heide.
Julia Hallmann, Fachbereichsleiterin für Informationseinrichtungen und Naturschutz bei der zum VNP gehörenden Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide, hat diese neue Ausstellung geplant und konzipiert. Ein Besuch der Ausstellung ist allen Besuchern des Naturschutzgebietes Lüneburger Heide und von Wilsede unbedingt zu empfehlen!
Bitte bedenken Sie, dass Wilsede im für Kraftfahrzeuge gesperrten Naturschutzgebiet Lüneburger Heide liegt und "nur" zu Fuß, mit dem Fahrrad oder per Kutsche erreichbar ist. Der VNP freut sich auf Ihren Besuch!
| Spenden-Aktion "100 Bänke für die Heide" geht in die zweite Runde... |  Im April 2006 rief der Verein Naturschutzpark e.V. (VNP) eine Spendenaktion ins Leben, die sich zu einem Erfolg entwickelt hat: es wurde dazu aufgerufen, eine Ruhebank für das Naturschutzgebiet Lüneburger Heide zu spenden. Seither konnten über diese Aktion 104 neue Ruhebänke an Wander- und Radwegen rund um den Wilseder Berg gesetzt werden. Die Bänke wurden als Ersatz für vorhandene, aber abgängige Ruhebänke oder in bisher nicht ausreichend mit Rastmöglichkeiten für Besucher des Gebietes ausgestatteten Bereichen gesetzt. Anlässe für Bank-Spenden waren z.B. Geburtstage, Hochzeiten, Firmenjubiläen, das 100-jährige Gründungsjubiläum des VNP im Jahr 2009 oder die Spende einer Bank in Erinnerung an verstorbene Familienangehörige oder Freunde.
Im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide stehen insgesamt rd. 450 Ruhebänke, die Besucher dieses über 23.000 Hektar großen Schutzgebietes zur Rast oder Beobachtung der Tier- und Pflanzenwelt einladen.
Die Spenden-Aktion wird fortgeführt, da der Bedarf an Ruhebänken ungebrochen ist und der VNP die nötigen Finanzmittel für diese Aufgabe nicht allein aufbringen kann. So sollen in bisher wenig erschlossenen Bereichen des Naturschutzgebietes wie in den ehemals militärisch genutzten „Roten Flächen“ neue Ruhebänke aufgestellt werden. Eine Bank gibt es für eine Spende in Höhe von 160,- EUR. Die Spende beinhaltet den Bau und die Aufstellung der Bank sowie ein Messingschild mit der Aufschrift: „Gestiftet von ... aus...“.
Alle Spender erhalten eine Spendenbescheinigung. Das Spendenkonto des VNP: Volksbank Nordheide, BLZ: 240 603 00, Kto.-Nr.: 410 827 3700, Stichwort: „100 Bänke für die Heide“. Allen, die uns schon im Rahmen dieser Aktion unterstützt haben, sagt der VNP ein herzliches "Danke schön"!
| Heidschnucken am Heide-ErlebnisZentrum Undeloh... und vieles mehr! |  Im vergangenen Jahr eröffneten Verein Naturschutzpark e.V. (VNP) und seine Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide in Anwesenheit des niedersächsischen Umweltministers Hans-Heinrich Sander das Heide-ErlebnisZentrum in Undeloh. Im neu konzipierten Ausstellungsbereich des kostenfrei zu besichtigenden Informationszentrums erfährt der Besucher alles zum Thema Heidepflege im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide – und vieles mehr! So sind auch in diesem Jahr wieder einige Heidschnucken mit ihren Lämmern im Außenbereich zu sehen – eine besondere (Natur-) Attraktion nicht nur für Kinder.
Das Heide-ErlebnisZentrum bietet einen Überblick über die Vielzahl der Landschaftspflegemaßnahmen, die von der Stiftung Naturschutzpark in der historischen Kulturlandschaft der Lüneburger Heide rund um den Wilseder Berg ergriffen werden: von der Beweidung mit Heidschnucken, Ziegen, Dülmener Pferden oder „Wilseder Roten“ geht es weiter zu Sinn und Zweck von Plaggen, Mahd, Brand oder Entkusselung von Heideflächen. Die vielfältigen Lebensräume mit einer darauf angepassten Flora und Fauna werden modern und interessant vorgestellt. Wer eine Wanderung oder Fahrradtour durch das Naturschutzgebiet plant, sollte in jedem Fall vorher auch im Heide-ErlebnisZentrum gewesen sein!
In der Cafeteria und im Shop des Heide-ErlebnisZentrums gibt es Kulinarisches und Regionales aus dem Naturschutzgebiet Lüneburger Heide. Buchweizen-Produkte vom VNP-Landschaftspflegehof Tütsberg oder Heidschnuckengerichte und Delikatessen von den zur Landschaftspflege im Naturschutzgebiet eingesetzten „Wilseder Roten“ (Robust-Rinder) sind nur einige Beispiele, warum sich ein Besuch in Undeloh neben der Information über die Landschaft der Lüneburger Heide in jedem Fall lohnt.
Das Heide-ErlebnisZentrum in der Wilseder Straße in Undeloh ist ganzjährig täglich von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet.
| Die Schafställe der VNP-Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide in Geschichte und Gegenwart... |  Die Gründer des Verein Naturschutzpark e.V. (VNP) haben sich 1909 zum Ziel gesetzt, die historische Kulturlandschaft des heutigen Naturschutzgebietes Lüneburger Heide kommenden Generationen zu erhalten. Zum Bild dieser Landschaft gehörten seit Jahrhunderten natürlich auch Schafställe dazu. In den Zeiten der historischen Heidebauernwirtschaft waren diese Gebäude wesentlich kleiner als die, die wir heute aus der Landschaft der Lüneburger Heide kennen. Dies lag in erster Linie daran, dass die Heidschnuckenherden der Heidebauern wesentlich kleiner waren als heute. Einen Eindruck von der Bauweise und Größe der damaligen Schafställe – die früher übrigens zu jedem Heidebauernhof dazu gehörten - bietet der Stall am sog. „Langen Berg“ bei Niederhaverbeck mit einer Grundfläche von gerade einmal 129 qm.
Unwesentlich größer ist ein weiterer historischer Schafstall: der unter Baudenkmalschutz stehende, 1899 erbaute Stall auf dem „Hillmershof“ in Wilsede. Dieser zum Hof gehörende Stall mit einer Grundfläche von rund 180 qm zeigt den deutlichen Größenunterschied zu den heute genutzten Schnuckenställen des VNP, die in der Regel eine Grundfläche zwischen 400 qm und 460 qm aufweisen und wesentlich mehr Schnucken aufnehmen können als die Ställe der Heidebauern früher. Zum Vergleich: die modernen Schnuckenställe auf dem Hof Tütsberg und bei Deimern haben eine Grundfläche von über 900 qm!
In die Amtszeit des langjährigen VNP-Vorsitzenden Dr. h.c. Alfred Toepfer fiel ab Mitte der 1950er-Jahre gemeinsam mit dem Aufbau der für die Heidepflege notwendigen Heidschnuckenherden auch der Bau zahlreicher neuer Ställe: Zwischen 1954 und 1956 wurden drei, in den 1960er-Jahren neun und in den 1970er-Jahren nochmals neun neue Schafställe im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide errichtet. In dieser Zeit unterhielt der VNP 14 Schnuckenherden auf wesentlich geringerer Fläche als heute. Denn im Gegensatz zu heute lagen rund 1.800 ha Heide- und Offenlandfläche des Naturschutzgebietes in den sog. „Roten Flächen“ und wurden von britischen und kanadischen Truppen für Übungszwecke genutzt. Der Bau dieser in der Toepfer-Ära mit Reet gedeckten Ställe erfolgte übrigens oftmals mit Unterstützung und Spenden Hamburger Wirtschaftsunternehmen, zu denen der damalige Vorsitzende den Kontakt herstellte.
Im Jahr 2003 weicht der alte, reetgedeckte Schafstall auf dem Landschaftspflegehof Tütsberg dem heutigen, modernen Schnuckenstall in Holzbauweise. Ein weiterer Stall gleicher Bauart wird ein Jahr später in Grasengrund bei Deimern für eine neue Heidschnuckenherde erbaut. Die Schnucken haben dort die Landschaftspflege auf den ehemaligen „Roten Flächen 3 a und 3 b“ übernommen.Diese moderne Form der Schnuckenställe kann natürlich nicht überall im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide errichtet werden. Die Ställe bieten zwar sowohl von der Wirtschaftlichkeit und den Arbeitsbedingungen für den Schäfer als auch von der Haltung der Heidschnucken optimale Voraussetzungen, sind aber aufgrund ihrer Bauweise und dem damit verbundenen Eingriff in das Landschaftsbild nicht an jedem Standort geeignet. Aus diesem Grund hat die VNP-Stiftung Naturschutzpark im Jahr 2009 mit Hilfe des EU-Förderprogramms „ELER“ den reetgedeckten Schafstall in der Hörpeler Heide um insgesamt 16 m verlängert und damit die Haltung der Döhler Schnuckenherde optimiert. Die Schafställe in Wilsede nahe dem Totengrund sowie in Heidetal bei Niederhaverbeck sollen auf gleiche Weise optimiert und verlängert werden – immer unter der Voraussetzung, dass dafür die entsprechenden Fördermittel zur Verfügung stehen.
Im Laufe der langen Geschichte des VNP fielen neben anderen Gebäuden auch eine Reihe von Schafställen Brand- und Sturmereignissen zum Opfer. 1973 brennt bei Inzmühlen ein erst drei Jahre alter Schafstall ab – und wird umgehend wieder neu errichtet. Der historische Schafstall in der Wümme-Niederung bei Niederhaverbeck wird 1981 bei einem Orkan zerstört, 1982 der Schafstall nahe dem Totengrund bei Wilsede. 1996 brennen bei extremer Trockenheit rund 400 ha Heide bei Niederhaverbeck ab – zusammen mit dem Schafstall am Wümme-Berg.Nicht nur Heidschnucken werden beim VNP in der Landschaftspflege eingesetzt. Im Jahr 2008 wird auf dem Hof Bockheber eine reine Ziegenherde mit rund 100 Tieren aufgebaut, die durch ihren Verbiss gegen die starke Verkusselung der ehemaligen „Roten Fläche 2“ mit Kiefern und Birken rund um Bockheber eingesetzt wird. Die Ziegenherde ist in dem denkmalgeschützten Stall des Hofes untergebracht. Ziegen werden übrigens schon seit 2003 in den Heidschnuckenherden des VNP mitgeführt. Sie verbeißen – im Gegensatz zu den Heidschnucken – auch größere Gehölze und verbessern somit den Pflegeeffekt in den Beweidungsgebieten der insgesamt sechs Schnuckenherden der VNP-Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide. Weitere zwei private Herden werden im Naturschutzgebiet zur Landschaftspflege eingesetzt. Die Standorte der VNP-Schnuckenherden sind Döhle, Wilsede, Heidetal / Niederhaverbeck, Tütsberg, Grasengrund und Schneverdingen. Aktuell werden beim VNP 16 Schafställe zur Unterbringung von Heidschnucken und Ziegen genutzt. 15 weitere Ställe werden für unterschiedliche Zwecke verwandt: in ihnen werden Maschinen und Gerät oder Stroh, Heu bzw. Heidepflegematerial gelagert.
Einer der beiden Schafställe am „Pastor-Bode-Weg“ zwischen Egestorf / Sudermühlen und Wilsede wird dem Wanderer allein schon deshalb auffallen, weil große Löcher das Reetdach „zieren“. Dieser Stall ist nicht mehr in Nutzung und soll ein Beispiel geben, wie viele Gebäude auf den Heidebauernhöfen nach Zusammenbruch der historischen Heidebauernwirtschaft ausgesehen haben und dem Verfall preisgegeben waren.
Ohne das weitsichtige und engagierte Handeln der Gründer und später beim VNP verantwortlichen Persönlichkeiten wäre mit großer Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass mit den heute größten zusammenhängenden Calluna-Heiden Mitteleuropas auch die kulturhistorisch bedeutende Bausubstanz längst der Vergangenheit angehören würde. Es war und ist Aufgabe des VNP und seiner Stiftung Naturschutzpark, diese Zeugen vergangener Tage zu erhalten – nach über 100 Jahren der Erfolgsgeschichte des Verein Naturschutzpark e.V. (VNP) heute mehr denn je!
| Welchen Beitrag leisten der Verein Naturschutzpark e.V. (VNP) und die Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide zum Klimaschutz? |  Fast täglich berichten unsere Medien über an Anzahl und Stärke zunehmende Orkane, Tornados oder Hurrikans, über verschwindende Gletscher in allen Bergregionen dieser Welt, über schmelzende Eisflächen in der Arktis und Antarktis oder über Dürreperioden und Überschwemmungskatastrophen. Unser Klima verändert sich – und der Mensch trägt weltweit u.a. durch noch immer weiter ansteigende CO²-Immissionen maßgeblich dazu bei. Diese mittlerweile unbestrittene Aussage führender Wissenschaftler muss nicht nur die Verantwortlichen aus Politik und Wirtschaft auf den Plan rufen – sie muss natürlich auch Auswirkungen auf die Arbeit des Verein Naturschutzpark e.V. (VNP) bzw. unsere Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide haben.
Wenn wir unseren Beitrag zum Klimaschutz ernst nehmen wollen, müssen wir uns die Frage stellen, welche Maßnahmen wir in unserem Tätigkeitsbereich ergreifen können und müssen. Ein Schwerpunkt dabei ist natürlich das Thema Energie – und das nicht nur vor dem Hintergrund ständig steigender Preise für Wärme und Strom, die auch unseren Finanzhaushalt in zunehmenden Maße belasten.
Vorstand und Geschäftsführung von Verein und Stiftung haben in den letzten Jahren auch vor dem Hintergrund des Klimaschutzes eine ganze Reihe weitreichender Entscheidungen getroffen. Im Bereich der Immobilien wurden in Sachen Energie erhebliche Einspar- und Optimierungsmöglichkeiten gesehen und daraus die entsprechenden Schlüsse gezogen. Folgende Arbeitsfelder wurden umschrieben:
Versorgung des Kernortes von Wilsede mit CO²-neutraler Wärme durch den Bau eines Holzhackschnitzel-Heizwerkes
Auf dem „Emhoff“ in Wilsede wurde Ende Oktober 2006 ein zentrales Holzhackschnitzel-Heizwerk offiziell in Betrieb genommen. Es versorgt folgende vorher mit Heizöl bzw. Strom beheizten Gebäude des Kernortes von Wilsede mit Wärme: Gasthaus „Zum Heidemuseum“, „Kote Rieckmann“, „Kote Hilmer“, Heidemuseum „Dat ole Huus“, „Domitzlaff-Haus“, Milchhalle, „Armenhaus“, Haupthaus und Ausstellungsschafstall „Emhoff“, das Forsthaus des Forstamtes Sellhorn sowie das Heizhaus selbst.
Da die für die Beheizung nötigen Hackschnitzel im Rahmen der Landschaftspflege und bei Durchforstungen im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide anfallen und nicht zugekauft werden müssen, ist hier auch eine Sicherheit und Wirtschaftlichkeit gewährleistet, die uns unabhängiger von schwankenden Energiepreisen machen.
Umstellung von bisher mit Heizöl oder Strom beheizten VNP-Gebäude auf CO²-neutrale Wärmeversorgung mit Holz
In den letzten zwei Jahren wurden folgende Gebäude der Stiftung Naturschutzpark mit modernen Feststoff-Heizungen (Holz) ausgestattet: die Schäferhäuser in Schneverdingen, Döhle und Bockheber sowie die „Alte Schule“ in Wilsede. Die Neuanlagen lösten hier die Beheizung mit Öl bzw. in Döhle mit Strom ab. Das Schäferhaus in Grasengrund bei Deimern wurde schon bei Neubau im Jahr 2004 mit einer modernen Feststoff-Heizung ausgerüstet. Eine Holzhackschnitzel-Heizung versorgt seit Mitte November 2008 die Werkstatt und die Geschäftsstelle des VNP in Niederhaverbeck.
Zudem wurden moderne Kaminöfen im Schäferhaus Heidetal / Niederhaverbeck installiert.
Optimierung der Wärmedämmung und –isolierung der VNP-Gebäude
Eine ganze Reihe der VNP-Immobilien verfügen über eine schlechte Wärmedämmung. Dies trifft vor allem auf die alten Heidebauernhäuser wie das Haupthaus auf dem Hof Bockheber zu. Natürlich wird niemand auf den Gedanken kommen, diese historische Bausubstanz in „Null-Energie-Häuser“ verwandeln zu wollen. Eine gewisse Durchlüftung der Gebäudesubstanz ist besonders bei diesen Häusern nötig, um Schwitzwasser oder Schimmelbildung zu vermeiden. Wo möglich versucht der VNP aber trotzdem, Maßnahmen zur Wärmedämmung zu ergreifen.
Einer der Hauptschwerpunkte ist dabei die Isolierung der Fenster: wo vormals einfach verglaste Holzfenster vorhanden waren, werden bei einer nötigen Sanierung doppelverglaste Holzfenster verwendet. Dabei sind oftmals Auflagen der Denkmalschutz-Behörden zu beachten, da es sich bei den meisten Gebäuden um ausgewiesene Baudenkmäler handelt.
Ein anderes Beispiel ist die Isolierung der Wände oder der Dachböden: bei der Sanierung des „Leute-Wohnhauses“ auf dem Landschaftspflegehof Tütsberg oder dem zum Hotel Hof Tütsberg gehörenden „Witte-Haus“ wurde bisher fehlende Isolierung eingebracht, was zu deutlich geringeren Heizkosten führen wird – auch dies ein Beitrag zum Klimaschutz.
Stromversorgung aller VNP-Gebäude aus erneuerbaren Energiequellen
Ab dem 1. Januar 2008 beziehen alle Gebäude des VNP durch geänderte Stromlieferungsverträge Strom aus erneuerbaren Energiequellen. Mit dem regionalen Energieversorger EWE wurde vertraglich vereinbart, dass unsere Gebäude ausschließlich mit CO²-neutralem „NaturWatt“-Strom versorgt werden. Gleichzeitig unterstützt die EWE die Stiftung Naturschutzpark über ein Energiespar-Projekt, bei dem für den Wert von 1.000,- EUR Energiesparlampen im Naturinformationshaus in Undeloh installiert werden. Zudem unterstützt die EWE „NaturWatt“ den VNP mit 2.000,- EUR bei einer geplanten Ausstellung über regenerative Energiequellen im Holzhackschnitzel-Heizwerk Wilsede.
Die genannten Maßnahmen sind ein Ausschnitt dessen, was Verein Naturschutzpark e.V. und Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide in unserem Bereich unternehmen, um einerseits Kosteneinsparungen durch Verringerung des Energie- und Stromverbrauchs zu erreichen und andererseits einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Auch hier konnte in den letzten Jahren vieles erreicht werden, viel Arbeit liegt aber noch vor uns.
| Der Verein Naturschutzpark e.V. (VNP) und seine Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide als Wirtschaftsmotor der Region! |  Seit 100 Jahren ist es eine der Hauptaufgaben des VNP, sich für die Pflege und den Erhalt der Kulturlandschaft Lüneburger Heide in seiner ganzen Vielfalt einzusetzen. Dies umfasst nicht nur die Landschaft mit seinen Heiden, Mooren, Feldern und Grünlandflächen selbst, sondern natürlich auch die umfangreiche Gebäudesubstanz mit 41 Baudenkmälern und zahlreichen reetgedeckten Häusern.
Was oft verkannt wird ist die Tatsache, dass die Lüneburger Heide eben eine Kultur- und keine Naturlandschaft ist. Sie kann nicht sich selbst überlassen bleiben, weil sie sich dann im Zuge der Sukzession zum „Lüneburger Wald“ entwickeln würde – mit allen negativen Konsequenzen für an die Offenlandschaft angepasste Pflanzen- und Tierarten. Die Offenlandschaft ist durch die Einwirkung des Menschen entstanden – und muss zwangsläufig auch durch immer wiederkehrende Eingriffe des Menschen erhalten werden. Diese vielfältigen Pflegemaßnahmen können der VNP und seine Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide allein schon aufgrund der Flächendimensionen nicht durch eigenes Personal allein durchführen. Im Auftrag der Stiftung sind in den letzten Jahren neben Landwirten aus der Region 8 spezielle Landschaftspflege-Unternehmen tätig gewesen. Das maschinelle Plaggen oder Schoppern von vergrasten Heideflächen erfordert einen teuren Maschinenpark, den der VNP mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln nicht selbst unterhalten kann.
Gleiches gilt auch für Sanierungsarbeiten an den über 125 „großen“ Gebäuden – vom niederdeutschen Hallenhaus über den reetgedeckten Schafstall bis hin zur landwirtschaftlich genutzten Scheune: auch hier kann der VNP nicht alle nötigen Arbeiten allein mit eigenem Personal bewerkstelligen. In den letzten Jahren waren 10 Zimmerei- und Tischlereibetriebe, drei Reetdachdeckereien, drei Dachdecker-Betriebe, 6 Elektro-, 5 Maler- und 22 Heizungs-, Sanitär- und Klimatechnikfachbetriebe im Auftrag des VNP mit den unterschiedlichsten Arbeiten beauftragt.
In den letzten sechs Jahren wurden so mehr als 120 kleine und mittelständische Unternehmen mit Arbeiten verschiedenster Art beauftragt – knapp 100 davon aus der Region rund um das Naturschutzgebiet. Diese vielfach erst mit vom VNP und Stiftung Naturschutzpark akquirierten Fördergeldern von EU, Bund oder Land Niedersachsen bzw. aus Erträgen von verschiedenen Stiftungen möglich gemachten Aufträge haben in der Vergangenheit viele Arbeitsplätze nachhaltig sichern können. Das gilt natürlich auch für die regionale Gastronomie und heimische Kutschwagen-Betriebe: auch sie profitieren indirekt von der Arbeit unseres Vereins über die Besucher des Naturschutzgebietes Lüneburger Heide.
Vorstand und Geschäftsführung des VNP und der Stiftung Naturschutzpark sind sich ihrer Verantwortung nicht nur den eigenen Mitarbeitern gegenüber bewusst. Durch die finanzielle Konsolidierung der vergangenen Jahre ist es nach der äußerst schwierigen wirtschaftlichen Situation des VNP Mitte der 1990er-Jahre realisierbar geworden, vielen Unternehmen aus der Region und darüber hinaus Aufträge erteilen zu können. Auch konnte der eigene Personalstand dem Umfang der zu erledigenden Arbeiten angepasst werden. All das belegt nachdrücklich: der Verein Naturschutzpark e.V. und seine Stiftung haben in der langen Geschichte nicht „nur“ Naturschutz und Landschaftspflege betrieben, sondern auch Arbeitsplätze geschaffen und erhalten.
| „Heidebauernwirtschaft erleben in Wilsede“... |  Durch eine Zuwendung im Rahmen des EU-Förderprojektes "Natur erleben" konnte die VNP-Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide am Ortsausgang von Wilsede in Richtung Wilseder Berg das Projekt "Heidebauernwirtschaft erleben in Wilsede" umsetzen.
Natur und Landschaft im heutigen Naturschutzgebiet Lüneburger Heide sind durch die historische Heidebauernwirtschaft entstanden. Auf dem nährstoffarmen Sandboden dieser Region war diese Wirtschaftsform über Jahrhunderte der einzig mögliche Weg, als Landwirt überleben zu können. Sie basierte auf einem stetigen Nährstofftransport aus der Heide auf die Ackerflächen der Heidebauernhöfe. Heidschnuckenherden in Hütehaltung und der Plaggenhieb sind zwei wichtige Elemente. Zum Kornanbau auf dem sog. "Dreesch-Acker" wurde ein bestimmtes System der Fruchtfolge genutzt, um dem Boden soviel Nahrung wie möglich abgewinnen zu können. Heute nutzt die moderne Landschaftspflege die alten Wirtschaftsweisen, um sowohl Landschaft als auch die an sie angepasste Tier- und Pflanzenwelt zu erhalten.
Das Projekt macht den Besuchern des Gebietes diese alte Landschaftsnutzung verständlich. Der Nährstofftransportweg wird räumlich nebeneinander dargestellt, so dass die Abläufe deutlich werden.Der Acker direkt am Hauptwanderweg, das unmittelbare Nebeneinander von heide, Acker und Grünland sowie die Nähe zum Heideort Wilsede - dies alles bietet einmalige Möglichkeiten, dem Besucher die Zusammenhänge zwischen natur- und Kulturlandschaftsschutz und zwischen traditioneller Landnutzung und moderner Landschaftspflege erlebbar zu machen. Eine Heidschnuckenkoppel mit einem kleinen, reetgedeckten Schafstall und ein Dreesch-Acker wurden bereits angelegt. Es folgt noch eine entsprechende Beschilderung mit Informationstafeln.
Die Präsentation der Schnucken in Koppelhaltung auf Grünland ist dabei ein Kompromiss. Die Heidschnucken in Hütehaltung sind für die Besucher oft nicht sichtbar, da die Heidschnuckenherden ihre Arbeit in der Landschaftspflege auch fern der Wege leisten müssen. Der interessierte Besucher bekommt nun also auf der Koppel zu Gesicht, was er in der Heide manchmal vergeblich sucht.
Im Zuge der Einrichtung der Koppel wurden Neophyten wie Schneebeere und Goldrute beseitigt, die von den Gärten auf das Grünland eingewandert waren. Eine neugepflanzte Hecke aus typischen heimischen Straucharten wurde als Ergänzung der historischen Hofgehölze angepflanzt. Auf der anderen Wegseite wird schon seit Jahren ein "Dreesch-Acker" vom VNP-Landschaftspflegehof bewirtschaftet, der sich aus didaktischen Gründen aus zehn Streifen mit unterschiedlicher, wechselnder Bewirtschaftung zusammensetzt. Während an der Schnuckenkoppel die Nährstoffquellen präsentiert werden, wird am Acker die Nährstoffsenke der Heidebauernwirtschaft gezeigt. Die Fruchtfolge entspricht dem historischen Vorbild.
Verein und Stiftung Naturschutzpark sehen durch dieses Projekt eine große Chance, die Zusammenhänge zwischen Natur- und Kulturlandschaftsschutz erlebbar zu machen. Die Gesamtkosten des Projektes in Höhe von rund 70.000,- EUR wurden zu 75 % aus EFRE-Mitteln, zu 5 Prozent vom Land Niedersachsen und zu 20 % aus Stiftungsmitteln aufgebracht. Es werden hier mehr als 250.000 Besucher pro Jahr erwartet - unter ihnen natürlich auch viele Schulklassen, die Wilsede im Rahmen ihres Unterrichts besuchen.
| Pflege- und Entwicklungsplan (PEPL) für die VNP-Waldflächen im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide liegt jetzt vor... |  Im Rahmen des Naturschutzgroßprojektes Lüneburger Heide wurde ein Pflege- und Entwicklungsplan (PEPL) für die Offenlandschaft des Naturschutzgebietes Lüneburger Heide bereits 1993 erstellt. Der PEPL für die bisher nicht vollumfänglich erfassten Waldtypen im Naturschutzgebiet liegt nun ebenfalls vor und gibt wichtige Hinweise auf die künftige Entwicklung dieses Teils der Kulturlandschaft Lüneburger Heide.
Unter Downloads können Sie die ausführlichen Dokumente runterladen.
| Projekt zum Schutz des Birkhuhns im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide... |  Das Naturschutzgebiet Lüneburger Heide umfasst eine Fläche von etwa 23.000 Hektar und bietet den Birkhühnern auf Teilflächen des Schutzgebietes einen geeigneten Lebensraum. Die Birkhühner besiedeln die rund 5.200 Hektar großen Heideflächen und die angrenzenden, stark aufgelichteten Wald-Heide-Übergangsbereiche. Zur Stabilisierung und Förderung der Birkhuhnzahlen wurde im Jahr 2005 das auf fünf Jahre angelegte Artenschutzprojekt „Schutz des Birkhuhns im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide“ ins Leben gerufen.
Das Umsetzungsprojekt basiert auf drei Säulen. Für die Prädatorenkontrolle, die einen der drei Bausteine darstellt, wurde eigens ein Mitarbeiter des Niedersächsischen Forstamtes Sellhorn für die Dauer der Projektlaufzeit an den Projektträger, die Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide, abgestellt. Neben der Prädatorenkontrolle stellt auch das Birkhuhn-Monitoring einen wesentlichen Teil seiner Aufgaben im Birkhuhnprojekt dar. Das Birkhuhn-Monitoring ist hauptsächlich darauf angelegt, mehr über die räumlich-zeitliche Nutzung der Biotopstrukturen durch die Raufußhühner in Erfahrung zu bringen. Darüber hinaus werden spezielle Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide durchgeführt, die im Besonderen dem Birkhuhn zu Gute kommen sollen.
Weitere Informationen zum Birkhuhn-Schutzprojekt im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide finden Sie auch in unserem Downloadbereich - hier klicken.
| Sinnvolle Verwendung von Heidemahdgut & mehr... |  Im Zuge von Heidepflegemaßnahmen fällt Material an, welches sich - je nach durchgeführter Maßnahme - für unterschiedliche Zwecke nutzen lässt:
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Mähen von Heide: "Alte" Heidebestände können gemäht werden. Und auch hier findet das "Abfallprodukt" eine sinnvolle Verwendung: Schwerpunkt ist dabei die Nutzung von gemähter und in Ballen gepresster Heide für die Firstabdeckung von Reetdächern. Auch in der Biofilter-Industrie findet gemähte Heide Verwendung.
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Schoppern von Heide: Im Zuge dieser Pflegemaßnahme werden 3 bis 5 cm des Oberbodens entfernt, um die sich im Laufe der Jahrzehnte gebildete Rohhumusdecke aus Heideflächen zu entnehmen. In diesem anfallenden Material befindet sich natürlich auch ein Anteil an Heidesamen, die für die Renaturierung / Rekultivierung oder die Anlage von neuen Heideflächen auf armen Standorten Verwendung finden kann.
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Plaggen von Heide: Beim Plaggen werden maschinell bis zu 15 cm des Oberbodens "abgehobelt". Dies geschieht auf Standorten mit mächtiger Rohhumusschicht, in denen die Heide von Gras verdrängt worden ist. Das anfallende Material wird beispielsweise für die Anlage von Blaubeer-Kulturen oder zur Deponie-Abdeckung u.ä. verwendet. Für die Anlage von Heideflächen ist es wegen der hohen Anteile von Gras und Humus eher ungeeignet.
Im Rahmen der Nutzung als Beigabe für Biofilter wurde Heidemahdgut aus der Lüneburger Heide bereits nach England, Polen und Südspanien exportiert. In vergangenen Jahr fand sich auch für das Schoppermaterial eine sinnvolle Nutzung: in der Gemeinde Neuenkirchen wurde die Anlage einer neuen Heidefläche auf ca. 6 ha durch 800 m³ Schoppermaterial initiiert, die Dorfgemeinschaft Steinbeck legte im Bereich ihres Schnuckenstalles ebenfalls eine kleine Heidefläche an. Auch Golfer wissen den Wert einer lila Heidefläche zu schätzen. So wurde eine Probefläche auf dem Golfplatz Rathenow bei Berlin mit Schoppermaterial aus dem Naturschutzgebiet geimpft. Im Randbereich der Cuxhavener Küstenheiden, die im Rahmen eines Naturschutzgroßprojektes in den vergangenen Jahren für den Naturschutz gesichert wurden, konnte im Rahmen von Ausgleich- und Ersatzmaßnahmen für eine Windkraftanlage eine Fläche von 10 ha über Schoppermaterial mit Heidesaatgut angereichert werden. Natürlich unterscheiden sich die dortigen Küstenheiden bezüglich des Arteninventars aufgrund des maritimen Klimas von den hiesigen Sandheiden. Durch die Impfung der Flächen soll daher nur ein Initial für die Heideentwicklung geschaffen werden. Dauerhaft werden sich die standorttypischen Küstenheidengesellschaften durchsetzen.
Bei den drei genannten Heideneuanlagen bestanden unterschiedlichste Bodenvoraussetzungen. Die Fläche in Neuenkirchen zeichnete sich durch eine lange Nutzungsphase als Acker aus, im Grunde war dieser Standort jedoch als mager zu bezeichnen. Zur Etablierung der Heide wurde hier mit Hilfe einer Raupe ca. 1 m tief gepflügt. Auch die Cuxhavener Flächen waren zuvor Äcker. Da hier eine Abnahme für den Oberboden vorhanden war, wurde der Mutterboden komplett abgetragen, um die mageren Bodenschichten freizulegen. Ganz andere Voraussetzungen fanden sich auf den nährstoffarmen Flugsanden des Golfplatzes Rathenow. Aufgrund der günstigen Ausgangssituation musste der Oberboden nur etwas angerauht werden, um für das Heidesaatgut einen günstigen Bodenschluss sicherzustellen. Die Niederschlagsarmut in dieser Region mag es jedoch erforderlich machen, die Heidesämlinge im ersten Jahr durch Bewässerung zu fördern.
Nicht alle dieser Heideneuanlagen werden für den Artenschutz Bedeutung haben, doch für den VNP bzw. für das Naturschutzgebiet Lüneburger Heide ist es erfreulich, dass sich eine Abnahme für das Schoppermaterial fand, um einen Teil der erheblichen Pflegekosten zu decken. Diese und andere Heideneuanlagen (s. Gemeinde Amelinghausen) zeigen darüber hinaus eine vermehrte Identifikation mit den örtlichen Kulturlandschaften.
Wenn Sie Interesse an gemähter Heide (Heideballen) oder Heidesaatgut aus Pflegemaßnahmen im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide haben, können Sie sich an den zuständigen Fachbereichsleiter beim VNP, Herrn Dirk Mertens, unter der Rufnummer 05198 / 987030 oder unter mertens@verein-naturschutzpark.de wenden.
| Zertifizierte Heidekutscher... |  In einer bundesweit einmaligen Aktion haben sich die Kutscherinnen und Kutscher im Naturpark Lüneburger Heide zertifizieren lassen, um Ihnen den Aufenthalt noch schöner und interessanter zu gestalten. Im Zuge des jährlich neu vergebenen Zertifikats werden den Kutscherinnen und Kutschern aktuelle Entwicklungen im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide wie Pflegemaßnahmen der zum Verein Naturschutzpark e.V. (VNP) gehörenden Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide vermittelt - und diese können sie dann ihren Gästen weitergeben.
Bitte wenden Sie sich an die Kutscher, die ein Namensschild tragen und die das Logo der zertifizierten Heidekutscher an der Kutsche tragen. Im Folgenden haben wir die Betriebe aufgelistet, die an der Zertifizierung teilgenommen haben. Die Betriebe sind nach den Abfahrtsorten gelistet.
Abfahrt ab Sudermühlen Schlüschen, Frido Tel: 04175 – 339 Schünhof, Helma Tel: 04175 – 447
Abfahrt ab Egestorf OT Döhle Alpers, Britta Tel: 0160 - 4152548 Buchholz, Georg-Wilhelm, Tel: 04175 - 6211 oder 04822 – 7179 Främbs, Eckhard Tel: 04175 - 439 Främbs, Hugo, Tel: 04175 -1439 Quast, Rudolf Tel: 05194 - 562 Wasner, Günter Tel: 04175 – 569
Abfahrt ab Hanstedt OT Ollsen Völker, Horst Tel: 04184 – 7966
Abfahrt ab Undeloh Brunkhorst, Heini, Tel: 04189 - 457 (eine rollstuhlgerechte Kutsche mit Hebebühne, eine rollstuhlgerechte Kutsche mit Rampe) Hartig, Heinrich, Tel: 04189 - 422 Heins, Matthias, Tel: 04189 - 541 Lührs, Matthias, Tel: 05193 – 4815 Mertens, Steffi, Tel: 04173 – 8504 Matthias, Angelika, Tel: 0175 - 746 93 21 Schröder, Detlef, Tel: 04189 - 218 Völker, Horst Tel: 04184 – 7966 Wendt, Uwe, Tel: 04189 - 670 Wischhof, Martina, Tel: 04189 - 311
Abfahrt ab Niederhaverbeck Hillmer, Jürgen, Tel: 05198 - 210 Meyer, Herbert, Tel: 05198 -707 Meyer, Klaus, Tel: 05193 – 6491 (zwei rollstuhlgerechte Kutschen mit Rampe) Bartels, Hans-Jürgen, Tel: 05194 – 2075
Abfahrt ab Oberhaverbeck Baumbach, Marlies Tel: 05194 – 7240 Behr, Norbert Tel: 05194 - 497 Dierßen, Gerd-Peter Tel : 05194 - 7556 Hillmer, Heinz-Otto Tel: 05194 - 7235 Jungemann, Regina Tel: 05198 - 744 Lührs, Georg Tel: 05198 - 268 Quast, Rudolf Tel: 05194 - 562 Renk, Gerhard Tel: 05194 - 1423 Renk, Heinz Tel: 05194 - 7553
Abfahrt ab Schneverdingen Meyer, Klaus, Tel: 05193 - 6491 (zwei rollstuhlgerechte Kutschen mit Rampe) Meyer, Herbert, Tel: 05198 – 707
Abfahrt ab Volkwardingen Baumbach, Marlies Tel: 05194 – 7240 Dierßen, Gerd-Peter Tel : 05194 - 7556 Hillmer, Heinz-Otto Tel: 05194 - 7235
| VNP-Schriftenreihe informiert über 14 Jahre Naturschutzgroßprojekt Lüneburger Heide! |  Mit der Veröffentlichung „14 Jahre Naturschutzgroßprojekt Lüneburger Heide“ erscheint Band 1 der neuen Schriftenreihe „VNP-Schriften“, herausgegeben vom Verein Naturschutzpark e.V. (VNP). Mit dieser neuen Schriftenreihe werden zukünftig der Fachwelt für die Wissenschaft oder die Naturschutzpraxis bedeutsame Ausarbeitungen zugänglich gemacht, insbesondere
· vom VNP erstellte Berichte und Ausarbeitungen zum Beispiel zum naturkundlichen Monitoring, · von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des VNP erarbeitete sonstige fachliche Unterlagen, · im Auftrage des VNP erstellte Gutachten und vom VNP mit getragene Projekte, · vom VNP mit betreute Diplom- und Doktorarbeiten.
Das Themenfeld der VNP-Schriften umfasst naturkundliche, landschaftspflegerische, denkmalpflegerische und regionalplanerische Arbeiten mit Bezug zum Naturschutzgebiet „Lüneburger Heide“ und den VNP-eigenen Flächen in den Hohen Tauern.
Mit der neuen Schriftenreihe, deren Schriftleitung beim 2. Vorsitzenden des VNP Dr. Thomas Kaiser liegt, wird eine Lücke in der Fachpresse geschlossen. Weder beim VNP noch bei der Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz (NNA) existierte bisher ein festes Publikationsorgan, das auch umfangreiche Arbeiten mit Bezug zur Lüneburger Heide und zu den Hohen Tauern veröffentlichen könnte. In der Regel war es daher bisher nur möglich, kürzere Beiträge in den einschlägigen Zeitschriften und Schriftenreihen zu publizieren, beispielsweise in den NNA-Berichten, den Mitteilungen aus der NNA oder der VNP-Zeitschrift „Naturschutz und Naturparke“. Damit blieben diverse umfangreiche Ausarbeitungen der interessierten Öffentlichkeit weitgehend verschlossen.
Die Bände der VNP-Schriften werden in mehreren wissenschaftlichen Bibliotheken gesammelt und sind damit zumindest über Fernleihe allgemein verfügbar. Mit der Herausgabe werden keine kommerziellen Ziele verfolgt. Die Abgabe erfolgt daher zum Selbstkostenpreis. Auch besteht die Möglichkeit, die Bände der Schriftenreihe von der Homepage des VNP kostenlos herunterzuladen.
Im Band 1 der VNP-Schriften (ISBN 978-3-00-020718-1) fassen Dirk Mertens, Traute Meyer, Stefan Wormanns und Mathias Zimmermann auf 139 Seiten die wichtigsten Ergebnisse und Erfahrungen aus dem Naturschutzgroßprojekt des Bundes von gesamtstaatlich repräsentativer Bedeutung zusammen, das über 14 Jahre im Naturschutzgebiet „Lüneburger Heide“ umgesetzt wurde. Das Naturschutzgroßprojekt „Lüneburger Heide“ wurde Ende 1991 nach zweijährigen Vorarbeiten unter der Trägerschaft des VNP in das Förderprogramm des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit aufgenommen. Abgeschlossen wurde das vom Bundesamt für Naturschutz betreute Naturschutzgroßprojekt am 31. Dezember 2004.
Nach einer Darstellung der Zielaussagen des Pflege- und Entwicklungsplanes für das Naturschutzgroßprojekt und dessen Fortschreibung erfolgt eine detaillierte Beschreibung der Projektumsetzung. Neben Grunderwerb und langfristige Pachten sowie Bewirtschaftungsauflagen auf den vereinseigenen Flächen spielen insbesondere biotoplenkende Maßnahmen eine große Rolle. Ausführlich werden die Maßnahmen in den Wäldern, an den Fließ- und Stillgewässern, in den Bachtälern, auf den Heideflächen und in den Mooren behandelt. Auch werden die Ergebnisse begleitender Monitoring-Untersuchungen dokumentiert und ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Naturschutzgebietes „Lüneburger Heide“ geliefert.
Die neue Veröffentlichung kann auch zum Selbstkostenpreis von 18,85 Euro in der VNP-Geschäftsstelle bezogen werden.
| Bitte leinen Sie Ihren Hund im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide an - auch außerhalb der Brut- und Setzzeit! |  Wer an einem sonnigen Wochenende beispielsweise über den "Pastor-Bode-Weg" von Wilsede in Richtung Egestorf geht, trifft immer wieder auf Hundehalter, die ihre Tiere unangeleint laufen lassen. Auch andere Heideflächen, speziell die Osterheide bei Schneverdingen und die Weseler Heide, sind zu beliebten Auslaufflächen für Hunde geworden. Der Hinweis von Mitarbeitern des Verein Naturschutzpark e.V. oder der Landesforstverwaltung auf die Notwendigkeit des Leinenzwanges für Hunde in den weiten Heide- und Waldflächen des Naturschutzgebietes wird nur zu oft mit der Bemerkung abgetan: "Mein Hund bleibt bei Fuss!". Trotzdem sind immer wieder im weitem Abstand von den Wanderwegen freilaufende Hunde zu beobachten, die durch die Wacholderhaine streunen.
In den vergangenen Jahren stieg die Zahl von Fällen stark an, in denen freilaufende Hunde zu Problemen für die Tierwelt bzw. für die Schafhaltung führten . Gerade bodenbrütende Voelarten leiden stark unter dieser zunehmenden Streßsituation durch stöbernde Hunde. Im vergangenen Herbst musste beobachtet werden, dass einige Birkhuhner innerhalb von nur einer Stunde sechs Mal durch freilaufende Hunde aufgescheucht wurden und sich durch für die Birkhuhner sehr energieaufwendige Distanzflüge in Sicherheit brachten.
In den letzten beiden Jahren wurden drei Schnucken durch Hunde, die in eine Herde einbrachen, so stark gebissen, dass die Tiere starben. Verletzungen durch Hundebisse kommen mehrfach jährlich vor. Häufig ist es jedoch gar nicht der in die Herde einfallende Hund, der Opfer unter den Schafen fordert - diese Tiere werden zumeist durch die Hutehunde des Schäfers von der Herde abgedrängt- sondern die Aufregung, die solche Ereignisse für die Herde mit sich bringen. So sind zur Lammzeit regelmäßig nicht lebensfähige Frühgeburten zu verzeichnen, die dierekt nach einer Herdenflucht, ausgelöst durch einen der Herde unbekannten Hund, auftreten.
Daher unsere nachdrückliche Bitte: Halten Sie sich an den Leinenzwang für Hunde - auch außerhalb der Brut- und Setzzeit! Danke!
| Standplatz für Wohnmobile auf dem Parkplatz Oberhaverbeck! |  Die Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide hat auf ihrem Großparkplatz in Oberhaverbeck einen Standplatz für Wohnmobile eingerichtet, auf dem die Fahrzeuge auch nachts gegen Gebühr abgestellt werden können. Hier ist in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Bispingen auch eine Ver- und Entsorgungsstation für Wohnmobile und Busse eingerichtet werden. Eine Stromversorgungssäule komplettiert das Angebot für alle Wohnmobilisten!
Übrigens: Mit Ihren Parkgebühren helfen Sie dem VNP, die Heide pflegen zu können!
| Rollstuhl-Rundwanderweg bei Niederhaverbeck ermöglicht behinderten Menschen, eine faszinierende Kulturlandschaft zu entdecken... |  Auf einen Rollstuhl angewiesenen Menschen verschließen sich aufgrund der Beschaffenheit von vielen Wegen in Naturschutzgebieten und Nationalparken der Bundesrepublik Deutschland oft die Naturschönheiten unseres Landes. Um hier für das Naturschutzgebiet Lüneburger Heide Abhilfe zu schaffen, hat der Verein Naturschutzpark e.V. (VNP) Ende der 1990er-Jahre bei Niederhaverbeck einen rund 3,5 km langen Rundwanderweg für Rollstuhlfahrer/-innen angelegt. Im Jahr 2004 wurde eine zweite, ca. 1,5 km lange Alternativstrecke angelegt. Beide Wege führen repräsentativ durch die Lebensräume des Naturschutzgebietes: offene Heideflächen wechseln mit Wald und Hofgehölzen, Wiesen und dem Tal der "Haverbeeke", einem typischen Heidebach.
Interessierte Besucher finden ein Faltblatt mit Hinweisen auf die umgebene Kulturlandschaft des Rundwanderweges in den drei Naturinformationshäusern des VNP in Niederhaverbeck, Döhle und Undeloh oder können den Flyer in der Geschäftsstelle des VNP in Niederhaverbeck 7, 29646 Bispingen, Tel.: 05198 / 987030 für eine Schutzgebühr von 0,50 Euro bestellen.
Der Rollstuhl-Rundwanderweg ist nur mit einer Begleitperson zu befahren. Die Nutzung erfolgt auf eigene Gefahr.
Unterstützt wurde die Anlage und die Unterhaltung des Weges von der Fürst-Donnersmarck-Stiftung, der Gemeinde Bispingen, der Firma I-Bau / Behringen, dem Land Niedersachsen, der Unternehmensgruppe Deutscher Ring, dem Verein Naherholung e.V., dem Lions-Club Winsen / Luhe und der Shell DEA Oil GmbH. Ferner flossen Bussgelder der Justizbehörde Hamburg und des Amtsgerichtes Lüneburg in die Unterhaltung des Weges.
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