Aktuelles aus der Arbeit des Verein Naturschutzpark e.V. (VNP)...
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Geführte Wanderung ins Naturschutzgebiet Lüneburger Heide... |  Am Sonntag, dem 05. Februar 2012 startet um 10.00 Uhr auf dem Großparkplatz in 21272 Döhle die diesjährige, von VNP-Mitarbeitern geführte Winterwanderung für Mitglieder und Freunde des Naturschutzgebietes Lüneburger Heide.
Die Wanderung führt von Döhle kommend durch das "Radenbach-Tal" über den "Pastor-Bode-Weg" nach Wilsede, wo in der "Milchhalle" eine Mittagspause vorgesehen ist. Anschließend geht es zurück nach Döhle. Die Möglichkeit für ein abschließendes Kaffeetrinken ist dort gegen 15.30 Uhr gegeben. Schwerpunktthemen der Exkursion sind das Beweidungsprojekt mit Robustrindern und "Dülmener Pferden", Heidepflegemaßnahmen der VNP-Stiftung Naturschutzpark und vieles mehr.
Bitte an festes Schuhwerk, der Witterung entsprechende Kleidung und natürlich gute Laune denken - der VNP freut sich auf Sie!
| "Nordheide Deerns" spenden für die Arbeit des Verein Naturschutzpark e.V. (VNP)... |  Einen symbolischen Scheck in Höhe von 780,00 EUR konnte jetzt Marita Meier, Zierpflanzengärtnerin in unserer Region, an Julia Hallmann vom Verein Naturschutzpark e.V. (VNP) übergeben. Durch den Verkauf der "Nordheide Deerns" (das sind ausschließlich in unserer Region produzierte Pflanzen) konnte damit bereits zum 7. Mal ein Scheck überreicht werden, so dass der VNP für seine Arbeit über diese nachahmenswerte Aktion bereits mehr als 5.000,00 EUR erhalten hat! Diese Summe setzt sich durch den Verkauf jeder einzelnen "Nordheide Deern" - also erstklassige Topfpflanzen wie Stiefmütterchen, Ranunkeln, Hortensien sowie Beet- und Balkonpflanzen in zahlreichen Blumenfachgeschäften im Norden Deutschlands in und um Hamburg zusammen.
Das Einzigartige an den "Nordheide Deerns" ist, dass sie die Region Nordheide zu 100 % auf vielfältige Weise unterstützen. Denn diese Pflanzen werden unter besonderen Aspekten ausschließlich in der Region Nordheide produziert. In modernen Gewächshäusern werden sie von ausgebildetem Fachpersonal vermehrt, pikiert, getopft und gepflegt, bis sie zum endgültigen Verkauf bereit sind. Bei der Kulturführung aller Topfpflanzen wird besonders umweltbewusst mit Energie und Wasser umgegangen. Durch den Wegfall langer Transportwege über Deutschlands Straßen entfällt der damit verbundene Spritverbrauch. Die Pflanzen gelangen so schnell zum Verbraucher, so dass auch Frische und Qualität gewährleistet werden kann. Ein entsprechendes Etikett an jeder Pflanze weist den Kunden auf die Besonderheit der "Nordheide Deerns" hin. Aktuell findet man die Dahlien und in Kürze bereits die ersten Alpenveilchen bei den Blumenfachhändlern. Fragen Sie bei Ihrem "persönlichen Gärtner" nach den "Nordheide Deerns" - er wird Ihnen die Pflanzen aus unserer Region sicher besorgen. Eine Übersicht der Händler finden Sie auch unter www.nordheide-deerns.de
Der VNP bedankt sich herzlich für die wiederholte Unterstützung seiner Arbeit und hofft, dass diese Aktion weitere "Nachahmer" finden wird!
| Wir bilden Euch aus! |  Ihr sucht einen interessanten und abwechslungsreichen Ausbildungsplatz inmitten einer der schönsten Landschaften Deutschlands? Dann haben wir etwas für Euch:
Die VNP-Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide und ihre VNP-Naturpark GmbH sind anerkannte Ausbildungsbetriebe für folgende Berufe:
Bürokaufmann / -frau (Ansprechpartner: Frau Maria Peisert, Tel.: 05198 / 9870-31, Email: peisert@verein-naturschutzpark.de)
Forstwirt / -wirtin (Ansprechpartner: Herr Matthias Pantelmann, Tel.: 05198 / 9870-30, Email: pantelmann@verein-naturschutzpark.de)
Landwirt / -in (Ansprechpartner: Herr Dr. Andreas Koopmann, Tel.: 05199 / 298, Email: koopmann@verein-naturschutzpark.de)
Tierwirt / -in mit der Fachrichtung Schafhaltung (Ansprechpartner: Herr Andreas Truckenbrodt, Tel.: 05198 / 9870-30, Email: truckenbrodt@verein-naturschutzpark.de)
Koch / Köchin Hotelfachmann / -frau Restaurantfachmann / -frau (Ansprechpartner für das Hotel Hof Tütsberg: Herr Daniel Pompetzki, Tel.: 05199 / 900, Email: info@tuetsberg.de)
(Ansprechpartnerin für das Landhaus Haverbeckhof in Niederhaverbeck: Frau Catharina Cohrs, Tel.: 05198 / 98980, Email: info@haverbeckhof.de)
Wir freuen uns über Euren Anruf oder Eure Email!
| Warum man Kartoffel nicht pflücken kann... |  "Gehen wir heute Abend endlich auch mal Kartoffeln pflücken???" Diese leicht ungeduldig-fordernde Frage stellte im September des vergangenen Jahres ein kleiner Gast auf dem Schulbauernhof in Wilsede.
Auch im vergangenen Jahr konnte der VNP-Landschaftspflegehof Tütsberg der Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide wieder zwei Hamburger Schulklassen einen je fünftägigen Aufenthalt in Wilsede ermöglichen. Finanziert und begleitet wurde das Projekt "Schulbauernhof" zum wiederholten Male durch die Alfred-Toepfer-Stiftung F.V.S. in Hamburg.
Wie nötig und sinnvoll die Arbeit mit Schulkindern unter dem Motto "vom Acker auf den Teller" ist, belegt u.a. die o.g. Frage. Auch Hamburger Schulkinder glauben zwar nicht, dass Kühe lila sind, aber konkrete Vorstellungen z.B. über Kartoffeln und die Geheimnisse unter der Erde fehlten doch bei einigen. So war denn das Kartoffelnausgraben für die 8 bis 10-jährigen Kinder eine sehr spannende Angelegenheit.
Das Schulbauernhof-Projekt wurde 2012 vom VNP ins Leben gerufen, um wieder mehr Kinder und Jugendliche in die Lüneburger Heide zu locken. Praxisnahe Wissensvermittlung rund um die historische Kulturlandschaft mit den Gaben der Natur und die Anleitung zu allerlei Gemeinschaftsarbeiten sind dabei die Hauptanliegen des Programms. Während des fünftägigen Aufenthaltes gehen kleine Arbeitsgruppen von jeweils vier Kindern mit einem echten Experten jeden Tag zur Arbeit. Schäfer, Förster, Landwirte und Hauswirtschafterinnen des VNP und der Naturpark GmbH unterstützen die Kinder dabei, eigene Erfahrungen ind er Heide, mit normalen Nuitztieren und mit realen Werkzeugen zu machen und viele kleine Erfolgserlebnisse zu sammeln.
In den nächsten Jahren sollen das Projekt "Schulbauernhof" sowie die weiteren Angebote für Schulklassen stetig ausgebaut werden.
Weitere Auskünfte zum Projekt Schulbauernhof geben Ihnen Frau Dr. Heike Brenken oder Dr. Andreas Koopmann vom Landschaftspflegehof Tütsberg, Hof Tütsberg in 29640 Schneverdingen (Tel.: 05199 / 298, Email: koopmann@verein-naturschutzpark.de)
| Helfen Sie einen der ältesten Schafställe des Naturschutzgebietes Lüneburger Heide zu erhalten! |  Der kleine Schafstall am "Langen Berg" bei Niederhaverbeck wird vielen Heidewanderern bekannt sein. 1867 erbaut ist er der älteste Schafstall im Eigentum der VNP-Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide. Der historische Stall ist im wahrsten Sinne des Wortes ind die Jahre gekommen. So muss das Reetdach inklusive der Dachlattung komplett erneuert werden, da das rund 60 Jahre alte Reet nunmehr abgängig ist und von VNP-Mitarbeitern mittlerweile heruntergenommen wurde.
Die Reetdachdeckerei Hans-Peter Baden aus Schneverdingen sowie die Zimmerei Hinrichs und dessen Inhaber Klaus-Dieter Renk aus Hörpel wurden angesprochen, ob sie den VNP bei den dringend notwendigen Sanierungsarbeiten unterstützen können... und beide Betriebe haben dies zugesagt! Während der VNP "nur" die Materialkosten in Höhe von rund 18.500,00 EUR trägt, spenden uns die genannten Handwerksbetriebe ihre Arbeit.
Bitte helfen auch Sie uns, dieses historische Gebäude sanieren und damit erhalten zu können. Unterstützen Sie uns mit Ihrer Spende auf das Konto des Verein Naturschutzpark e.V. bei der Volksbank Lüneburger Heide, BLZ: 240 603 00, Konto-Nr.: 410 827 3700 unter dem Verwendungszweck "Schafstall". Danke!
| Verein und Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide und das Thema Klimaschutz... |  Seit mehreren Jahren bezieht die VNP-Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide CO2-neutralen Strom für den Großteil seiner Gebäude über die NaturWatt GmbH mit Sitz in Oldenburg. NaturWatt-Strom besteht zu 100 % aus Wind, Wasser und Sonne. Bei der Produktion fällt weder CO2 noch radioaktiver Abfall an.
Im Jahr 2010 setzte sich der "Strommix" für NaturWatt-Strom aus 78 % Wasserkraft, knapp 22 % aus Windkraft sowie aus Fotovoltaik-Strom zusammen. Der TÜV Nord bestätigt, dass der alternativ erzeugte Strom zu 100 % aus erneuerbaren Energiequellen stammt und in eindeutig und benannten Quellen produziert wurde.
Im Zeitraum von Juni 2010 bis Juni 2011 hat allein die VNP-Stiftung Naturschutzpark durch die Umstellung auf alternative Energiequellen den Ausstoß von knapp 38.000 kg CO2 vermieden - ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz!
| Spenden-Aktion "100 Bänke für die Heide" geht in die zweite Runde... |  Im April 2006 rief der Verein Naturschutzpark e.V. (VNP) eine Spendenaktion ins Leben, die sich zu einem Erfolg entwickelt hat: es wurde dazu aufgerufen, eine Ruhebank für das Naturschutzgebiet Lüneburger Heide zu spenden. Seither konnten über diese Aktion über 170 neue Ruhebänke an Wander- und Radwegen rund um den Wilseder Berg gesetzt werden. Die Bänke wurden als Ersatz für vorhandene, aber abgängige Ruhebänke oder in bisher nicht ausreichend mit Rastmöglichkeiten für Besucher des Gebietes ausgestatteten Bereichen gesetzt. Anlässe für Bank-Spenden waren z.B. Geburtstage, Hochzeiten, Firmenjubiläen, das 100-jährige Gründungsjubiläum des VNP im Jahr 2009 oder die Spende einer Bank in Erinnerung an verstorbene Familienangehörige oder Freunde.
Im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide stehen insgesamt rd. 450 Ruhebänke, die Besucher dieses über 23.000 Hektar großen Schutzgebietes zur Rast oder Beobachtung der Tier- und Pflanzenwelt einladen.
Die Spenden-Aktion wird fortgeführt, da der Bedarf an Ruhebänken ungebrochen ist und der VNP die nötigen Finanzmittel für diese Aufgabe nicht allein aufbringen kann. So sollen in bisher wenig erschlossenen Bereichen des Naturschutzgebietes wie in den ehemals militärisch genutzten „Roten Flächen“ neue Ruhebänke aufgestellt werden. Eine Bank gibt es für eine Spende in Höhe von 160,- EUR. Die Spende beinhaltet den Bau und die Aufstellung der Bank sowie ein Messingschild mit der Aufschrift: „Gestiftet von ... aus...“.
Alle Spender erhalten eine Spendenbescheinigung. Das Spendenkonto des VNP: Volksbank Nordheide, BLZ: 240 603 00, Kto.-Nr.: 410 827 3700, Stichwort: „100 Bänke für die Heide“. Allen, die uns schon im Rahmen dieser Aktion unterstützt haben, sagt der VNP ein herzliches "Danke schön"!
| Projekt zum Schutz des Birkhuhns im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide... |  Das Naturschutzgebiet Lüneburger Heide umfasst eine Fläche von etwa 23.000 Hektar und bietet den Birkhühnern auf Teilflächen des Schutzgebietes einen geeigneten Lebensraum. Die Birkhühner besiedeln die rund 5.200 Hektar großen Heideflächen und die angrenzenden, stark aufgelichteten Wald-Heide-Übergangsbereiche. Zur Stabilisierung und Förderung der Birkhuhnzahlen wurde im Jahr 2005 das auf fünf Jahre angelegte Artenschutzprojekt „Schutz des Birkhuhns im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide“ ins Leben gerufen und 2010 nochmals um fünf Jahre verlängert.
Das Umsetzungsprojekt basiert auf drei Säulen. Für die Prädatorenkontrolle, die einen der drei Bausteine darstellt, zeichnet Marc Sander verantwortlich, der bei der VNP-Stiftung Naturschutzpark im Schwerpunkt das Birkhuhn-Projekt betreut. Neben der Prädatorenkontrolle stellt auch das Birkhuhn-Monitoring einen wesentlichen Teil seiner Aufgaben im Birkhuhnprojekt dar. Das Birkhuhn-Monitoring ist hauptsächlich darauf angelegt, mehr über die räumlich-zeitliche Nutzung der Biotopstrukturen durch die Raufußhühner in Erfahrung zu bringen. Darüber hinaus werden spezielle Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide durchgeführt, die im Besonderen dem Birkhuhn zu Gute kommen sollen.
Weitere Informationen zum Birkhuhn-Schutzprojekt im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide finden Sie auch in unserem Downloadbereich - hier klicken.
| Welchen Beitrag leisten der Verein Naturschutzpark e.V. (VNP) und die Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide zum Klimaschutz? |  Fast täglich berichten unsere Medien über an Anzahl und Stärke zunehmende Orkane, Tornados oder Hurrikans, über verschwindende Gletscher in allen Bergregionen dieser Welt, über schmelzende Eisflächen in der Arktis und Antarktis oder über Dürreperioden und Überschwemmungskatastrophen. Unser Klima verändert sich – und der Mensch trägt weltweit u.a. durch noch immer weiter ansteigende CO²-Immissionen maßgeblich dazu bei. Diese mittlerweile unbestrittene Aussage führender Wissenschaftler muss nicht nur die Verantwortlichen aus Politik und Wirtschaft auf den Plan rufen – sie muss natürlich auch Auswirkungen auf die Arbeit des Verein Naturschutzpark e.V. (VNP) bzw. unsere Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide haben.
Wenn wir unseren Beitrag zum Klimaschutz ernst nehmen wollen, müssen wir uns die Frage stellen, welche Maßnahmen wir in unserem Tätigkeitsbereich ergreifen können und müssen. Ein Schwerpunkt dabei ist natürlich das Thema Energie – und das nicht nur vor dem Hintergrund ständig steigender Preise für Wärme und Strom, die auch unseren Finanzhaushalt in zunehmenden Maße belasten.
Vorstand und Geschäftsführung von Verein und Stiftung haben in den letzten Jahren auch vor dem Hintergrund des Klimaschutzes eine ganze Reihe weitreichender Entscheidungen getroffen. Im Bereich der Immobilien wurden in Sachen Energie erhebliche Einspar- und Optimierungsmöglichkeiten gesehen und daraus die entsprechenden Schlüsse gezogen. Folgende Arbeitsfelder wurden umschrieben:
Versorgung des Kernortes von Wilsede mit CO²-neutraler Wärme durch den Bau eines Holzhackschnitzel-Heizwerkes
Auf dem „Emhoff“ in Wilsede wurde Ende Oktober 2006 ein zentrales Holzhackschnitzel-Heizwerk offiziell in Betrieb genommen. Es versorgt folgende vorher mit Heizöl bzw. Strom beheizten Gebäude des Kernortes von Wilsede mit Wärme: Gasthaus „Zum Heidemuseum“, „Kote Rieckmann“, „Kote Hilmer“, Heidemuseum „Dat ole Huus“, „Domitzlaff-Haus“, Milchhalle, „Armenhaus“, Haupthaus und Ausstellungsschafstall „Emhoff“, das Forsthaus des Forstamtes Sellhorn sowie das Heizhaus selbst.
Da die für die Beheizung nötigen Hackschnitzel im Rahmen der Landschaftspflege und bei Durchforstungen im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide anfallen und nicht zugekauft werden müssen, ist hier auch eine Sicherheit und Wirtschaftlichkeit gewährleistet, die uns unabhängiger von schwankenden Energiepreisen machen.
Umstellung von bisher mit Heizöl oder Strom beheizten VNP-Gebäude auf CO²-neutrale Wärmeversorgung mit Holz
In den letzten zwei Jahren wurden folgende Gebäude der Stiftung Naturschutzpark mit modernen Feststoff-Heizungen (Holz) ausgestattet: die Schäferhäuser in Schneverdingen, Döhle und Bockheber sowie die „Alte Schule“ in Wilsede. Die Neuanlagen lösten hier die Beheizung mit Öl bzw. in Döhle mit Strom ab. Das Schäferhaus in Grasengrund bei Deimern wurde schon bei Neubau im Jahr 2004 mit einer modernen Feststoff-Heizung ausgerüstet. Eine Holzhackschnitzel-Heizung versorgt seit Mitte November 2008 die Werkstatt und die Geschäftsstelle des VNP in Niederhaverbeck.
Zudem wurden moderne Kaminöfen im Schäferhaus Heidetal / Niederhaverbeck installiert.
Optimierung der Wärmedämmung und –isolierung der VNP-Gebäude
Eine ganze Reihe der VNP-Immobilien verfügen über eine schlechte Wärmedämmung. Dies trifft vor allem auf die alten Heidebauernhäuser wie das Haupthaus auf dem Hof Bockheber zu. Natürlich wird niemand auf den Gedanken kommen, diese historische Bausubstanz in „Null-Energie-Häuser“ verwandeln zu wollen. Eine gewisse Durchlüftung der Gebäudesubstanz ist besonders bei diesen Häusern nötig, um Schwitzwasser oder Schimmelbildung zu vermeiden. Wo möglich versucht der VNP aber trotzdem, Maßnahmen zur Wärmedämmung zu ergreifen.
Einer der Hauptschwerpunkte ist dabei die Isolierung der Fenster: wo vormals einfach verglaste Holzfenster vorhanden waren, werden bei einer nötigen Sanierung doppelverglaste Holzfenster verwendet. Dabei sind oftmals Auflagen der Denkmalschutz-Behörden zu beachten, da es sich bei den meisten Gebäuden um ausgewiesene Baudenkmäler handelt.
Ein anderes Beispiel ist die Isolierung der Wände oder der Dachböden: bei der Sanierung des „Leute-Wohnhauses“ auf dem Landschaftspflegehof Tütsberg oder dem zum Hotel Hof Tütsberg gehörenden „Witte-Haus“ wurde bisher fehlende Isolierung eingebracht, was zu deutlich geringeren Heizkosten führen wird – auch dies ein Beitrag zum Klimaschutz.
Stromversorgung aller VNP-Gebäude aus erneuerbaren Energiequellen
Ab dem 1. Januar 2008 beziehen alle Gebäude des VNP durch geänderte Stromlieferungsverträge Strom aus erneuerbaren Energiequellen. Mit dem regionalen Energieversorger EWE wurde vertraglich vereinbart, dass unsere Gebäude ausschließlich mit CO²-neutralem „NaturWatt“-Strom versorgt werden. Gleichzeitig unterstützt die EWE die Stiftung Naturschutzpark über ein Energiespar-Projekt, bei dem für den Wert von 1.000,- EUR Energiesparlampen im Naturinformationshaus in Undeloh installiert werden. Zudem unterstützt die EWE „NaturWatt“ den VNP mit 2.000,- EUR bei einer geplanten Ausstellung über regenerative Energiequellen im Holzhackschnitzel-Heizwerk Wilsede.
Die genannten Maßnahmen sind ein Ausschnitt dessen, was Verein Naturschutzpark e.V. und Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide in unserem Bereich unternehmen, um einerseits Kosteneinsparungen durch Verringerung des Energie- und Stromverbrauchs zu erreichen und andererseits einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Auch hier konnte in den letzten Jahren vieles erreicht werden, viel Arbeit liegt aber noch vor uns.
| Der Verein Naturschutzpark e.V. (VNP) und seine Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide als Wirtschaftsmotor der Region! |  Seit 100 Jahren ist es eine der Hauptaufgaben des VNP, sich für die Pflege und den Erhalt der Kulturlandschaft Lüneburger Heide in seiner ganzen Vielfalt einzusetzen. Dies umfasst nicht nur die Landschaft mit seinen Heiden, Mooren, Feldern und Grünlandflächen selbst, sondern natürlich auch die umfangreiche Gebäudesubstanz mit 41 Baudenkmälern und zahlreichen reetgedeckten Häusern.
Was oft verkannt wird ist die Tatsache, dass die Lüneburger Heide eben eine Kultur- und keine Naturlandschaft ist. Sie kann nicht sich selbst überlassen bleiben, weil sie sich dann im Zuge der Sukzession zum „Lüneburger Wald“ entwickeln würde – mit allen negativen Konsequenzen für an die Offenlandschaft angepasste Pflanzen- und Tierarten. Die Offenlandschaft ist durch die Einwirkung des Menschen entstanden – und muss zwangsläufig auch durch immer wiederkehrende Eingriffe des Menschen erhalten werden. Diese vielfältigen Pflegemaßnahmen können der VNP und seine Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide allein schon aufgrund der Flächendimensionen nicht durch eigenes Personal allein durchführen. Im Auftrag der Stiftung sind in den letzten Jahren neben Landwirten aus der Region 8 spezielle Landschaftspflege-Unternehmen tätig gewesen. Das maschinelle Plaggen oder Schoppern von vergrasten Heideflächen erfordert einen teuren Maschinenpark, den der VNP mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln nicht selbst unterhalten kann.
Gleiches gilt auch für Sanierungsarbeiten an den über 125 „großen“ Gebäuden – vom niederdeutschen Hallenhaus über den reetgedeckten Schafstall bis hin zur landwirtschaftlich genutzten Scheune: auch hier kann der VNP nicht alle nötigen Arbeiten allein mit eigenem Personal bewerkstelligen. In den letzten Jahren waren 10 Zimmerei- und Tischlereibetriebe, drei Reetdachdeckereien, drei Dachdecker-Betriebe, 6 Elektro-, 5 Maler- und 22 Heizungs-, Sanitär- und Klimatechnikfachbetriebe im Auftrag des VNP mit den unterschiedlichsten Arbeiten beauftragt.
In den letzten sechs Jahren wurden so mehr als 120 kleine und mittelständische Unternehmen mit Arbeiten verschiedenster Art beauftragt – knapp 100 davon aus der Region rund um das Naturschutzgebiet. Diese vielfach erst mit vom VNP und Stiftung Naturschutzpark akquirierten Fördergeldern von EU, Bund oder Land Niedersachsen bzw. aus Erträgen von verschiedenen Stiftungen möglich gemachten Aufträge haben in der Vergangenheit viele Arbeitsplätze nachhaltig sichern können. Das gilt natürlich auch für die regionale Gastronomie und heimische Kutschwagen-Betriebe: auch sie profitieren indirekt von der Arbeit unseres Vereins über die Besucher des Naturschutzgebietes Lüneburger Heide.
Vorstand und Geschäftsführung des VNP und der Stiftung Naturschutzpark sind sich ihrer Verantwortung nicht nur den eigenen Mitarbeitern gegenüber bewusst. Durch die finanzielle Konsolidierung der vergangenen Jahre ist es nach der äußerst schwierigen wirtschaftlichen Situation des VNP Mitte der 1990er-Jahre realisierbar geworden, vielen Unternehmen aus der Region und darüber hinaus Aufträge erteilen zu können. Auch konnte der eigene Personalstand dem Umfang der zu erledigenden Arbeiten angepasst werden. All das belegt nachdrücklich: der Verein Naturschutzpark e.V. und seine Stiftung haben in der langen Geschichte nicht „nur“ Naturschutz und Landschaftspflege betrieben, sondern auch Arbeitsplätze geschaffen und erhalten.
| "floraPell": Neuer ökologischer Langzeitdünger aus Heidschnuckenwolle... |  Auf dem Rücken der mehr als 4.200 Heidschnucken der VNP-Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide wächst Dünger: im Auftrag der VNP-Stiftung hat die DS Technologie Entwicklungs- und Betriebsgesellschaft mbH (DST) aus Hamburg Dünge-Pellets aus Heidschnuckenwolle hergestellt. Aus dem groben Haarvlies der Heidschnucke wurden diese Pellets als wertvoller Dünger für Topf- und Zierpflanzen, Gemüse und Obstgehölze produziert und gehen in die Vermarktung.
Langzeit-Anbauversuche durch zwei Institute der Berliner Humboldt-Universität mit den Pellets haben vor über einem Jahr begonnen und die hervorragenden Eigenschaften des Düngers nachgewiesen. Vier bis fünf Tonnen Rohwolle liefern die vierbeinigen Landschaftspfleger des Naturschutzgebietes Lüneburger Heide pro Jahr. Seit langem sind Heidschnuckenhalter auf der Suche nach Absatzmöglichkeiten für die Wolle, die bei der Schafschur anfallen. Bis vor Kurzem war das Haarvlies selbst verschenkt kaum loszuwerden. Kleidung wird längst aus Baumwolle oder Kunst-Fasern hergestellt, für eine andere Verwendung gab es keine Absatzmöglichkeiten. Das wird nun anders, denn Schafwolle hat einen hohen Stickstoffgehalt.
Die Pellets sind ein Stickstoff-Kali-Dünger (NK) mit einer lang anhaltenden Stickstoff-Dauerwirkung von 6 – 9 Monaten und einer großen Wasserspeicherfähigkeit. Ferner lockern sie die Bodenstruktur. Besonders geeignet sind die Pellets für den Einsatz im ökologischen Landbau, in Gärtnereien und für Kleingärtner und Blumenfreunde. Es ist beabsichtigt, die Pellets nur von eigenen Heidschnucken der VNP-Stiftung Naturschutzpark als rein ökologisches Markenprodukt aus dem Naturschutzgebiet Lüneburger Heide zu vermarkten. Heidschnucken werden ein Mal im Jahr Ende Mai bis Anfang Juni geschoren – daher rührt im Übrigen auch der bekannte Begriff „Schafskälte“. Der neue ökologische Langzeitdünger wird in Gebindegrößen von 100 g und 500 g angeboten und unter dem Namen „floraPell“ vermarktet. Verkaufsstellen sind das Heide-ErlebnisZentrum der VNP-Stiftung in Undeloh und der Museumsladen in Wilsede.
| Die VNP-Stiftung Naturschutzpark wird zum umweltfreundlichen Energieproduzenten... |  Mitte April vergangenen Jahres hat die VNP-Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide ihre erste Fotovoltaik-Anlage auf dem Schafstall Grasengrund bei Deimern in Betrieb genommen. Die Anlage hat eine Größe von über 55 KWp und produziert seitdem umwelt- und klimaschonend Strom. Mitte Juli folgte die mit über 18 KWp deutlich kleinere Solaranlage auf der Wagenremise des VNP-Landschaftspflegehofes Tütsberg bei Schneverdingen - Heber. Zuletzt wurde eine 12 KWp-Anlage auf dem Dach des Heide-ErlebnisZentrums installiert.
Erste Überlegungen zur Nutzung von Sonnenenergie im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide stammen bereits aus den 1990-er Jahren - damals war noch der Verein Naturschutzpark e.V. (VNP) Eigentümer aller Gebäude. Diese Planungen haben sich aber aus verschiedenen Gründen nie realisieren lassen.
Vorstand und Geschäftsführung von Verein und Stiftung Naturschutzpark freuen sich nun über die ersten Fotovoltaik-Anlagen auf Gebäuden der Stiftung. Vorerst sind keine weiteren Anlagen dieser Art geplant, der VNP hofft aber, dass sich mit dem angestrebten Bau einer neuen Schäferei in der Schneverdinger Osterheide die Möglichkeit bietet, auch hier umwelt- und klimaschonend Strom zu produzieren. Vergessen darf man nämlich nicht: fast alle größeren Gebäude der Stiftung Naturschutzpark sind mit Reet eingedeckt. und eignen sich schon deshalb nicht für eine Fotovoltaik-Anlage. Reetdächer müssen im Gegensatz zu Pfannendächern regelmäßig von Moos abgeklopft oder mit Reet nachgestopft werden.
Geplant und durchgeführt wurde die Installation der Fotovoltaik-Anlagen in Grasengrund und auf dem Tütsberg durch die Agentur für nachhaltiges Bauen und Wohnen aus Hamburg. Der Dipl.-Umweltwissenschaftler Andreas Raab und die mit der Installation der Anlagen beauftragten Unternehmen haben hervorragende Arbeit geleistet und die Solaranlagen in kurzer Zeit betriebsfertig hergestellt. Ihnen sei an dieser Stelle besonders gedankt.
| „Heidebauernwirtschaft erleben in Wilsede“... |  Durch eine Zuwendung im Rahmen des EU-Förderprojektes "Natur erleben" konnte die VNP-Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide am Ortsausgang von Wilsede in Richtung Wilseder Berg das Projekt "Heidebauernwirtschaft erleben in Wilsede" umsetzen.
Natur und Landschaft im heutigen Naturschutzgebiet Lüneburger Heide sind durch die historische Heidebauernwirtschaft entstanden. Auf dem nährstoffarmen Sandboden dieser Region war diese Wirtschaftsform über Jahrhunderte der einzig mögliche Weg, als Landwirt überleben zu können. Sie basierte auf einem stetigen Nährstofftransport aus der Heide auf die Ackerflächen der Heidebauernhöfe. Heidschnuckenherden in Hütehaltung und der Plaggenhieb sind zwei wichtige Elemente. Zum Kornanbau auf dem sog. "Dreesch-Acker" wurde ein bestimmtes System der Fruchtfolge genutzt, um dem Boden soviel Nahrung wie möglich abgewinnen zu können. Heute nutzt die moderne Landschaftspflege die alten Wirtschaftsweisen, um sowohl Landschaft als auch die an sie angepasste Tier- und Pflanzenwelt zu erhalten.
Das Projekt macht den Besuchern des Gebietes diese alte Landschaftsnutzung verständlich. Der Nährstofftransportweg wird räumlich nebeneinander dargestellt, so dass die Abläufe deutlich werden.Der Acker direkt am Hauptwanderweg, das unmittelbare Nebeneinander von heide, Acker und Grünland sowie die Nähe zum Heideort Wilsede - dies alles bietet einmalige Möglichkeiten, dem Besucher die Zusammenhänge zwischen natur- und Kulturlandschaftsschutz und zwischen traditioneller Landnutzung und moderner Landschaftspflege erlebbar zu machen. Eine Heidschnuckenkoppel mit einem kleinen, reetgedeckten Schafstall und ein Dreesch-Acker wurden bereits angelegt. Es folgt noch eine entsprechende Beschilderung mit Informationstafeln.
Die Präsentation der Schnucken in Koppelhaltung auf Grünland ist dabei ein Kompromiss. Die Heidschnucken in Hütehaltung sind für die Besucher oft nicht sichtbar, da die Heidschnuckenherden ihre Arbeit in der Landschaftspflege auch fern der Wege leisten müssen. Der interessierte Besucher bekommt nun also auf der Koppel zu Gesicht, was er in der Heide manchmal vergeblich sucht.
Im Zuge der Einrichtung der Koppel wurden Neophyten wie Schneebeere und Goldrute beseitigt, die von den Gärten auf das Grünland eingewandert waren. Eine neugepflanzte Hecke aus typischen heimischen Straucharten wurde als Ergänzung der historischen Hofgehölze angepflanzt. Auf der anderen Wegseite wird schon seit Jahren ein "Dreesch-Acker" vom VNP-Landschaftspflegehof bewirtschaftet, der sich aus didaktischen Gründen aus zehn Streifen mit unterschiedlicher, wechselnder Bewirtschaftung zusammensetzt. Während an der Schnuckenkoppel die Nährstoffquellen präsentiert werden, wird am Acker die Nährstoffsenke der Heidebauernwirtschaft gezeigt. Die Fruchtfolge entspricht dem historischen Vorbild.
Verein und Stiftung Naturschutzpark sehen durch dieses Projekt eine große Chance, die Zusammenhänge zwischen Natur- und Kulturlandschaftsschutz erlebbar zu machen. Die Gesamtkosten des Projektes in Höhe von rund 70.000,- EUR wurden zu 75 % aus EFRE-Mitteln, zu 5 Prozent vom Land Niedersachsen und zu 20 % aus Stiftungsmitteln aufgebracht. Es werden hier mehr als 250.000 Besucher pro Jahr erwartet - unter ihnen natürlich auch viele Schulklassen, die Wilsede im Rahmen ihres Unterrichts besuchen.
| Pflege- und Entwicklungsplan (PEPL) für die VNP-Waldflächen im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide liegt jetzt vor... |  Im Rahmen des Naturschutzgroßprojektes Lüneburger Heide wurde ein Pflege- und Entwicklungsplan (PEPL) für die Offenlandschaft des Naturschutzgebietes Lüneburger Heide bereits 1993 erstellt. Der PEPL für die bisher nicht vollumfänglich erfassten Waldtypen im Naturschutzgebiet liegt nun ebenfalls vor und gibt wichtige Hinweise auf die künftige Entwicklung dieses Teils der Kulturlandschaft Lüneburger Heide.
Unter Downloads können Sie die ausführlichen Dokumente runterladen.
| Sinnvolle Verwendung von Heidemahdgut & mehr... |  Im Zuge von Heidepflegemaßnahmen fällt Material an, welches sich - je nach durchgeführter Maßnahme - für unterschiedliche Zwecke nutzen lässt:
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Mähen von Heide: "Alte" Heidebestände können gemäht werden. Und auch hier findet das "Abfallprodukt" eine sinnvolle Verwendung: Schwerpunkt ist dabei die Nutzung von gemähter und in Ballen gepresster Heide für die Firstabdeckung von Reetdächern. Auch in der Biofilter-Industrie findet gemähte Heide Verwendung.
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Schoppern von Heide: Im Zuge dieser Pflegemaßnahme werden 3 bis 5 cm des Oberbodens entfernt, um die sich im Laufe der Jahrzehnte gebildete Rohhumusdecke aus Heideflächen zu entnehmen. In diesem anfallenden Material befindet sich natürlich auch ein Anteil an Heidesamen, die für die Renaturierung / Rekultivierung oder die Anlage von neuen Heideflächen auf armen Standorten Verwendung finden kann.
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Plaggen von Heide: Beim Plaggen werden maschinell bis zu 15 cm des Oberbodens "abgehobelt". Dies geschieht auf Standorten mit mächtiger Rohhumusschicht, in denen die Heide von Gras verdrängt worden ist. Das anfallende Material wird beispielsweise für die Anlage von Blaubeer-Kulturen oder zur Deponie-Abdeckung u.ä. verwendet. Für die Anlage von Heideflächen ist es wegen der hohen Anteile von Gras und Humus eher ungeeignet.
Im Rahmen der Nutzung als Beigabe für Biofilter wurde Heidemahdgut aus der Lüneburger Heide bereits nach England, Polen und Südspanien exportiert. In vergangenen Jahr fand sich auch für das Schoppermaterial eine sinnvolle Nutzung: in der Gemeinde Neuenkirchen wurde die Anlage einer neuen Heidefläche auf ca. 6 ha durch 800 m³ Schoppermaterial initiiert, die Dorfgemeinschaft Steinbeck legte im Bereich ihres Schnuckenstalles ebenfalls eine kleine Heidefläche an. Auch Golfer wissen den Wert einer lila Heidefläche zu schätzen. So wurde eine Probefläche auf dem Golfplatz Rathenow bei Berlin mit Schoppermaterial aus dem Naturschutzgebiet geimpft. Im Randbereich der Cuxhavener Küstenheiden, die im Rahmen eines Naturschutzgroßprojektes in den vergangenen Jahren für den Naturschutz gesichert wurden, konnte im Rahmen von Ausgleich- und Ersatzmaßnahmen für eine Windkraftanlage eine Fläche von 10 ha über Schoppermaterial mit Heidesaatgut angereichert werden. Natürlich unterscheiden sich die dortigen Küstenheiden bezüglich des Arteninventars aufgrund des maritimen Klimas von den hiesigen Sandheiden. Durch die Impfung der Flächen soll daher nur ein Initial für die Heideentwicklung geschaffen werden. Dauerhaft werden sich die standorttypischen Küstenheidengesellschaften durchsetzen.
Bei den drei genannten Heideneuanlagen bestanden unterschiedlichste Bodenvoraussetzungen. Die Fläche in Neuenkirchen zeichnete sich durch eine lange Nutzungsphase als Acker aus, im Grunde war dieser Standort jedoch als mager zu bezeichnen. Zur Etablierung der Heide wurde hier mit Hilfe einer Raupe ca. 1 m tief gepflügt. Auch die Cuxhavener Flächen waren zuvor Äcker. Da hier eine Abnahme für den Oberboden vorhanden war, wurde der Mutterboden komplett abgetragen, um die mageren Bodenschichten freizulegen. Ganz andere Voraussetzungen fanden sich auf den nährstoffarmen Flugsanden des Golfplatzes Rathenow. Aufgrund der günstigen Ausgangssituation musste der Oberboden nur etwas angerauht werden, um für das Heidesaatgut einen günstigen Bodenschluss sicherzustellen. Die Niederschlagsarmut in dieser Region mag es jedoch erforderlich machen, die Heidesämlinge im ersten Jahr durch Bewässerung zu fördern.
Nicht alle dieser Heideneuanlagen werden für den Artenschutz Bedeutung haben, doch für den VNP bzw. für das Naturschutzgebiet Lüneburger Heide ist es erfreulich, dass sich eine Abnahme für das Schoppermaterial fand, um einen Teil der erheblichen Pflegekosten zu decken. Diese und andere Heideneuanlagen (s. Gemeinde Amelinghausen) zeigen darüber hinaus eine vermehrte Identifikation mit den örtlichen Kulturlandschaften.
Wenn Sie Interesse an gemähter Heide (Heideballen) oder Heidesaatgut aus Pflegemaßnahmen im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide haben, können Sie sich an den zuständigen Fachbereichsleiter beim VNP, Herrn Dirk Mertens, unter der Rufnummer 05198 / 987030 oder unter mertens@verein-naturschutzpark.de wenden.
| Zertifizierte Heidekutscher... |  In einer bundesweit einmaligen Aktion haben sich die Kutscherinnen und Kutscher im Naturpark Lüneburger Heide zertifizieren lassen, um Ihnen den Aufenthalt noch schöner und interessanter zu gestalten. Im Zuge des jährlich neu vergebenen Zertifikats werden den Kutscherinnen und Kutschern aktuelle Entwicklungen im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide wie Pflegemaßnahmen der zum Verein Naturschutzpark e.V. (VNP) gehörenden Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide vermittelt - und diese können sie dann ihren Gästen weitergeben.
Bitte wenden Sie sich an die Kutscher, die ein Namensschild tragen und die das Logo der zertifizierten Heidekutscher an der Kutsche tragen. Im Folgenden haben wir die Betriebe aufgelistet, die an der Zertifizierung teilgenommen haben. Die Betriebe sind nach den Abfahrtsorten gelistet.
Abfahrt ab Sudermühlen Schlüschen, Frido Tel: 04175 – 339 Schünhof, Helma Tel: 04175 – 447
Abfahrt ab Egestorf OT Döhle Alpers, Britta Tel: 0160 - 4152548 Buchholz, Georg-Wilhelm, Tel: 04175 - 6211 oder 04822 – 7179 Främbs, Eckhard Tel: 04175 - 439 Främbs, Hugo, Tel: 04175 -1439 Quast, Rudolf Tel: 05194 - 562 Wasner, Günter Tel: 04175 – 569
Abfahrt ab Hanstedt OT Ollsen Völker, Horst Tel: 04184 – 7966
Abfahrt ab Undeloh Brunkhorst, Heini, Tel: 04189 - 457 (eine rollstuhlgerechte Kutsche mit Hebebühne, eine rollstuhlgerechte Kutsche mit Rampe) Hartig, Heinrich, Tel: 04189 - 422 Heins, Matthias, Tel: 04189 - 541 Lührs, Matthias, Tel: 05193 – 4815 Mertens, Steffi, Tel: 04173 – 8504 Matthias, Angelika, Tel: 0175 - 746 93 21 Schröder, Detlef, Tel: 04189 - 218 Völker, Horst Tel: 04184 – 7966 Wendt, Uwe, Tel: 04189 - 670 Wischhof, Martina, Tel: 04189 - 311
Abfahrt ab Niederhaverbeck Hillmer, Jürgen, Tel: 05198 - 210 Meyer, Herbert, Tel: 05198 -707 Meyer, Klaus, Tel: 05193 – 6491 (zwei rollstuhlgerechte Kutschen mit Rampe) Bartels, Hans-Jürgen, Tel: 05194 – 2075
Abfahrt ab Oberhaverbeck Baumbach, Marlies Tel: 05194 – 7240 Behr, Norbert Tel: 05194 - 497 Dierßen, Gerd-Peter Tel : 05194 - 7556 Hillmer, Heinz-Otto Tel: 05194 - 7235 Jungemann, Regina Tel: 05198 - 744 Lührs, Georg Tel: 05198 - 268 Quast, Rudolf Tel: 05194 - 562 Renk, Gerhard Tel: 05194 - 1423 Renk, Heinz Tel: 05194 - 7553
Abfahrt ab Schneverdingen Meyer, Klaus, Tel: 05193 - 6491 (zwei rollstuhlgerechte Kutschen mit Rampe) Meyer, Herbert, Tel: 05198 – 707
Abfahrt ab Volkwardingen Baumbach, Marlies Tel: 05194 – 7240 Dierßen, Gerd-Peter Tel : 05194 - 7556 Hillmer, Heinz-Otto Tel: 05194 - 7235
| VNP-Schriftenreihe informiert über 14 Jahre Naturschutzgroßprojekt Lüneburger Heide! |  Mit der Veröffentlichung „14 Jahre Naturschutzgroßprojekt Lüneburger Heide“ erscheint Band 1 der neuen Schriftenreihe „VNP-Schriften“, herausgegeben vom Verein Naturschutzpark e.V. (VNP). Mit dieser neuen Schriftenreihe werden zukünftig der Fachwelt für die Wissenschaft oder die Naturschutzpraxis bedeutsame Ausarbeitungen zugänglich gemacht, insbesondere
· vom VNP erstellte Berichte und Ausarbeitungen zum Beispiel zum naturkundlichen Monitoring, · von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des VNP erarbeitete sonstige fachliche Unterlagen, · im Auftrage des VNP erstellte Gutachten und vom VNP mit getragene Projekte, · vom VNP mit betreute Diplom- und Doktorarbeiten.
Das Themenfeld der VNP-Schriften umfasst naturkundliche, landschaftspflegerische, denkmalpflegerische und regionalplanerische Arbeiten mit Bezug zum Naturschutzgebiet „Lüneburger Heide“ und den VNP-eigenen Flächen in den Hohen Tauern.
Mit der neuen Schriftenreihe, deren Schriftleitung beim 2. Vorsitzenden des VNP Dr. Thomas Kaiser liegt, wird eine Lücke in der Fachpresse geschlossen. Weder beim VNP noch bei der Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz (NNA) existierte bisher ein festes Publikationsorgan, das auch umfangreiche Arbeiten mit Bezug zur Lüneburger Heide und zu den Hohen Tauern veröffentlichen könnte. In der Regel war es daher bisher nur möglich, kürzere Beiträge in den einschlägigen Zeitschriften und Schriftenreihen zu publizieren, beispielsweise in den NNA-Berichten, den Mitteilungen aus der NNA oder der VNP-Zeitschrift „Naturschutz und Naturparke“. Damit blieben diverse umfangreiche Ausarbeitungen der interessierten Öffentlichkeit weitgehend verschlossen.
Die Bände der VNP-Schriften werden in mehreren wissenschaftlichen Bibliotheken gesammelt und sind damit zumindest über Fernleihe allgemein verfügbar. Mit der Herausgabe werden keine kommerziellen Ziele verfolgt. Die Abgabe erfolgt daher zum Selbstkostenpreis. Auch besteht die Möglichkeit, die Bände der Schriftenreihe von der Homepage des VNP kostenlos herunterzuladen.
Im Band 1 der VNP-Schriften (ISBN 978-3-00-020718-1) fassen Dirk Mertens, Traute Meyer, Stefan Wormanns und Mathias Zimmermann auf 139 Seiten die wichtigsten Ergebnisse und Erfahrungen aus dem Naturschutzgroßprojekt des Bundes von gesamtstaatlich repräsentativer Bedeutung zusammen, das über 14 Jahre im Naturschutzgebiet „Lüneburger Heide“ umgesetzt wurde. Das Naturschutzgroßprojekt „Lüneburger Heide“ wurde Ende 1991 nach zweijährigen Vorarbeiten unter der Trägerschaft des VNP in das Förderprogramm des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit aufgenommen. Abgeschlossen wurde das vom Bundesamt für Naturschutz betreute Naturschutzgroßprojekt am 31. Dezember 2004.
Nach einer Darstellung der Zielaussagen des Pflege- und Entwicklungsplanes für das Naturschutzgroßprojekt und dessen Fortschreibung erfolgt eine detaillierte Beschreibung der Projektumsetzung. Neben Grunderwerb und langfristige Pachten sowie Bewirtschaftungsauflagen auf den vereinseigenen Flächen spielen insbesondere biotoplenkende Maßnahmen eine große Rolle. Ausführlich werden die Maßnahmen in den Wäldern, an den Fließ- und Stillgewässern, in den Bachtälern, auf den Heideflächen und in den Mooren behandelt. Auch werden die Ergebnisse begleitender Monitoring-Untersuchungen dokumentiert und ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Naturschutzgebietes „Lüneburger Heide“ geliefert.
Die neue Veröffentlichung kann auch zum Selbstkostenpreis von 18,85 Euro in der VNP-Geschäftsstelle bezogen werden.
| Bitte leinen Sie Ihren Hund im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide an - auch außerhalb der Brut- und Setzzeit! |  Wer an einem sonnigen Wochenende beispielsweise über den "Pastor-Bode-Weg" von Wilsede in Richtung Egestorf geht, trifft immer wieder auf Hundehalter, die ihre Tiere unangeleint laufen lassen. Auch andere Heideflächen, speziell die Osterheide bei Schneverdingen und die Weseler Heide, sind zu beliebten Auslaufflächen für Hunde geworden. Der Hinweis von Mitarbeitern des Verein Naturschutzpark e.V. oder der Landesforstverwaltung auf die Notwendigkeit des Leinenzwanges für Hunde in den weiten Heide- und Waldflächen des Naturschutzgebietes wird nur zu oft mit der Bemerkung abgetan: "Mein Hund bleibt bei Fuss!". Trotzdem sind immer wieder im weitem Abstand von den Wanderwegen freilaufende Hunde zu beobachten, die durch die Wacholderhaine streunen.
In den vergangenen Jahren stieg die Zahl von Fällen stark an, in denen freilaufende Hunde zu Problemen für die Tierwelt bzw. für die Schafhaltung führten . Gerade bodenbrütende Voelarten leiden stark unter dieser zunehmenden Streßsituation durch stöbernde Hunde. Im vergangenen Herbst musste beobachtet werden, dass einige Birkhuhner innerhalb von nur einer Stunde sechs Mal durch freilaufende Hunde aufgescheucht wurden und sich durch für die Birkhuhner sehr energieaufwendige Distanzflüge in Sicherheit brachten.
In den letzten beiden Jahren wurden drei Schnucken durch Hunde, die in eine Herde einbrachen, so stark gebissen, dass die Tiere starben. Verletzungen durch Hundebisse kommen mehrfach jährlich vor. Häufig ist es jedoch gar nicht der in die Herde einfallende Hund, der Opfer unter den Schafen fordert - diese Tiere werden zumeist durch die Hutehunde des Schäfers von der Herde abgedrängt- sondern die Aufregung, die solche Ereignisse für die Herde mit sich bringen. So sind zur Lammzeit regelmäßig nicht lebensfähige Frühgeburten zu verzeichnen, die dierekt nach einer Herdenflucht, ausgelöst durch einen der Herde unbekannten Hund, auftreten.
Daher unsere nachdrückliche Bitte: Halten Sie sich an den Leinenzwang für Hunde - auch außerhalb der Brut- und Setzzeit! Danke!
| Standplatz für Wohnmobile auf dem Parkplatz Oberhaverbeck! |  Die Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide hat auf ihrem Großparkplatz in Oberhaverbeck einen Standplatz für Wohnmobile eingerichtet, auf dem die Fahrzeuge auch nachts gegen Gebühr abgestellt werden können. Hier ist in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Bispingen auch eine Ver- und Entsorgungsstation für Wohnmobile und Busse eingerichtet werden. Eine Stromversorgungssäule komplettiert das Angebot für alle Wohnmobilisten!
Übrigens: Mit Ihren Parkgebühren helfen Sie dem VNP, die Heide pflegen zu können!
| Rollstuhl-Rundwanderweg bei Niederhaverbeck ermöglicht behinderten Menschen, eine faszinierende Kulturlandschaft zu entdecken... |  Auf einen Rollstuhl angewiesenen Menschen verschließen sich aufgrund der Beschaffenheit von vielen Wegen in Naturschutzgebieten und Nationalparken der Bundesrepublik Deutschland oft die Naturschönheiten unseres Landes. Um hier für das Naturschutzgebiet Lüneburger Heide Abhilfe zu schaffen, hat der Verein Naturschutzpark e.V. (VNP) Ende der 1990er-Jahre bei Niederhaverbeck einen rund 3,5 km langen Rundwanderweg für Rollstuhlfahrer/-innen angelegt. Im Jahr 2004 wurde eine zweite, ca. 1,5 km lange Alternativstrecke angelegt. Beide Wege führen repräsentativ durch die Lebensräume des Naturschutzgebietes: offene Heideflächen wechseln mit Wald und Hofgehölzen, Wiesen und dem Tal der "Haverbeeke", einem typischen Heidebach.
Interessierte Besucher finden ein Faltblatt mit Hinweisen auf die umgebene Kulturlandschaft des Rundwanderweges in den drei Naturinformationshäusern des VNP in Niederhaverbeck, Döhle und Undeloh oder können den Flyer in der Geschäftsstelle des VNP in Niederhaverbeck 7, 29646 Bispingen, Tel.: 05198 / 987030 für eine Schutzgebühr von 0,50 Euro bestellen.
Der Rollstuhl-Rundwanderweg ist nur mit einer Begleitperson zu befahren. Die Nutzung erfolgt auf eigene Gefahr.
Unterstützt wurde die Anlage und die Unterhaltung des Weges von der Fürst-Donnersmarck-Stiftung, der Gemeinde Bispingen, der Firma I-Bau / Behringen, dem Land Niedersachsen, der Unternehmensgruppe Deutscher Ring, dem Verein Naherholung e.V., dem Lions-Club Winsen / Luhe und der Shell DEA Oil GmbH. Ferner flossen Bussgelder der Justizbehörde Hamburg und des Amtsgerichtes Lüneburg in die Unterhaltung des Weges.
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